Freitag, 31. Oktober 2008

Allerheiligenstriezel

Hallo ihr!

ein kurzer Blogeintrag, bevor wir gleich zum Essen bei Luise (aus dem Sprachkurs) eingeladen sind...und dann morgen in aller Früh Richtung Bergen aufbrechen.
Heute waren Stephie und ich fleißig und haben -neben Urologielernen- Allerheiligenstriezel gebacken. (Danke Mama, für die Erinnerung!)
Sie sind wunderbar geworden und ich hoffe, dass ihr morgen auch köstliche Exemplare verspeisen dürft.
(zur Erklärung: bei uns in Österreich ist es Brauch, dass man zu Allerheiligen von seiner Patentante/Patenonkel einen Striezel bekommt)
Wir melden uns am Dienstag wieder, und werden sicher viel zu berichten haben.
ein schönes Wochenende!

PS: heute hat es zum ersten Mal auch bei uns geschneit, zwischendurch sogar richtig dicht, aber die Außentemperatur ist zu hoch und dadurch liegt kein Schnee mehr.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Frost

Hei og god morgen!

wie ihr ja der Temperaturanzeige auf unserem Blog entnehmen könnt, ist es nach wie vor kalt. Als Zachi vorhin an die Uni gefahren ist, hat das Thermometer am Haus -6°C angezeigt. Dafür soll heute die Sonne wieder scheinen (noch ist sie noch nicht über der Strindamarka aufgegangen, obwohl es schon hell ist). Was mich aber schon sehr erstaunt hat, in den letzten Tagen, ist die Tatsache, dass es plötzlich so schnell finster ist. Gestern hatte ich Nachmittagspraktikum auf der Urologie und um halb vier, als ich zur Uni geradelt bin, ist die Sonne schon sehr tief gestanden. Wobei sie sowieso nicht mehr besonders hoch über dem Horizont/bzw. über den Hügeln der Umgebung hervorkommt. Kann gut sein, dass das im Dezember so arg wird, dass man die Sonne selbst gar nicht mehr sieht (eben nur mehr das Licht). Wir werden sehen....
Mein Praktikum war gestern recht unterhaltsam, aus medizinischer Sicht war es nicht soo lehrreich, aber das lustige war, dass wir insgesamt mit 3 (älteren) Patienten sprechen mussten und eine Frau, die schon über 80 war, hat uns zwar aus dem Jahr 1964 alles erzählen können, aber zwischen damals und heute hatte sie laut ihren Angaben keine gesundheitlichen Probleme :) Da ist eine ordentliche Anamnese halt etwas schwierig. Und bei einem Patient haben sogar die Norweger gesagt, dass sie überhaupt nichts verstanden haben. Tja, so war ich nicht die einzige mit Sprachproblemen.
Jetzt bekommt ihr noch Fotos von meinem Spaziergang gestern (hab den ganzen Vormittag Urologie gelernt und hab dann zum Glück auch noch Zeit gefunden, das schöne Wetter zu genießen).
Übrigens: von Samstagfrüh bis Dienstagfrüh sind wir in Bergen, um Ulrike aus dem Sommersprachkurs zu besuchen! Juhuu, wir freuen uns.

Ha en fin dag!

Dienstag, 28. Oktober 2008

Litt kaldt

God kveld!

Heute ist es zum ersten Mal auch hier in Trondheim in der Nähe des Fjordes relativ kalt geworden. Schon am Morgen war der Gråkallen (der Berg mit der Radarkuppel) relativ weit runter weiß und dabei ist der ja nur etwas über 550 m hoch. Letzthin war er zwar auch schon mal "angezuckert", aber da verschwand das Weiß auch gleich wieder. Heute war es aber den ganzen Tag, den ich leider in der Uni verbringen durfte, recht schönes Wetter, aber eben kalt. Nach der Zeitumstellung am Sonntag, die in Norwegen genauso wie zu Hause stattfindet, wird es nun ja auch noch früher dunkel, sodass es nach 19 Uhr schon eine Weile Nacht ist. Dementsprechend war es dann auf meinem Heimweg von der letzten Veranstaltung der "Romteknologi" auch. Bei -4°C war die Straße an einigen Stellen auch ganz schön glatt, was ich natürlich gleich mit einem Fahrradausrutscher austesten durfte.

Die "Romteknologi" war eigentlich eine ganz interessante Vorlesungsreihe, deren Qualität aber sehr vom jeweiligen Vortragenden abhing. Manche Sachen fand ich einfach uninteressant (z.B. ganz viel über E-Technik und das mit einem Norwegisch, das ich nicht verstand), andere waren dafür umso besser. Zum Abschluss (und bevor im Dezember auch für diese Veranstaltung die Klausur ansteht) muss ich nun noch einen "Essay" über ein fachrelevantes Thema schreiben. Ich habe mir (trotz anderslautender Tipps => GPS) Meteoriten ausgesucht, da es mich gerade interessiert. Schon wieder über Polarlicht wäre ja auch etwas langweilig gewesen...

Zum Wochenende gibt es noch unsere Sonntagswanderung nachzutragen. Wegen des guten Wetters sind wir einfach in die hinter unserem Haus liegende Strindamarka gegangen und haben dort eine nette Runde gedreht. Dabei sind wir auf extrem viele Norweger getroffen. Das "Raus in die Natur" ist hier wirklich deutlich weiter verbreitet als in Mitteleuropa. Besonders auffällig war, dass sehr viele Kinder und Babies dabei waren. Ein Häufungspunkt war natürlich die Estenstadhytta. Von dort aus hat man eine recht gute Sicht über Trondheim zum Fjord. Außerdem roch es da so gut nach Zimt, dass wir uns auch einen Kanel-Boller (Zimtschnecke) gönnen mussten. Auf dem Rückweg sind wir dann noch beim Estenstaddammen vorbeigekommen, in dem wir im Sommer ja schon gebadet haben. Man muss die Sonne ja nutzen, wenn sie da ist...

So, nun wünsch ich allen eine gute Nacht.
Hjertelig hilsen

Sonntag, 26. Oktober 2008

Gratulerer med dagen, Østerrike!

Guten Morgen!

Wenn Österreich Norwegen wäre, würden heute alle (!) Österreicher in Nationaltracht auf der Straße stehen, rot-weiß-rote Fahnen schwenken und sich gegenseitig zum Nationalfeiertag gratulieren.
Zum Glück habe ich heute eine Stunde länger Zeit, um mir zu überlegen, ob ich mir zumindest eine selbstgebastelte Fahne vor's Fenster hänge oder nicht. Meine Freude sei zumindest hier zum Ausdruck gebracht.

Also, liebe (österreichischen) Blogleser (und natürlich auch liebe deutschen Blogleser, aber euer Nationalfeiertag war schon, und dafür wäre Zachi zuständig gewesen):

Wir wünschen einen wunderschönen Nationalfeiertag/Sonntag und schicken die besten Grüße aus dem Norden!

Winterzeit

Hallo!

Fleißigen Lesern wird aufgefallen sein, dass es die letzten Tage etwas ruhiger zuging und wir anscheinend nichts zu berichten hatten. Das stimmt nicht ganz. Es stimmt auch nicht, dass wir bereits eingeschneit sind und in der Dunkelheit verkommen, weshalb es höchste Zeit ist, euch wieder am Laufenden zu halten.

Die letzte Woche war recht arbeitsreich, ich hatte in dieser Woche Praktikum auf der Urologie und Stephie, meine Studienkollegin, die normalerweise an der Charité in Berlin studiert, und ich haben mit dem Professor schon über eine mündliche Prüfung gesprochen. Er war einverstanden und wir haben ihm einige Terminvorschläge im November gemacht. Hoffentlich passt ihm da ein Tag, denn dann könnten wir Nephrologie Anfang Dezember organisieren. Das wäre perfekt für mich, weil ich dann im Sommersemester nur mehr eine Prüfung in Kardiologie machen muss, mehr würde mir in Graz nicht anerkannt werden und alles andere ist sozusagen zur persönlichen Weiterbildung, die aber sehr gut ist!

[Zachi war auch jeden Tag bis am Abend in der Uni, da die "Romteknologi" mit verschiedensten Vortragenden weiterging. Manche waren echt nicht zu verstehen, was sowohl am Thema als auch an ihrem speziellen norwegischen Dialekt lag, andere dafür bestens. Außerdem gab es diese Woche auch wieder eine "Bedriftspresentasjon", wo sich eine Firma vorgestellt hat, die sich mit seismic acquisition beschäftigt. Die feine Pizza danach war das wichtigste... ;) ]

Die Zeit vergeht im Moment unglaublich schnell, bald ist schon November und im Dezember bleiben wir nur wenige Tag in Trondheim. Bereits zum dritten Adventsonntag sind wir wieder da -wechselweise in Deutschland und Österreich- und freuen uns schon, viele wiederzusehen!
Über Weihnachten bleibt auch von unserem Freundes- und Bekanntenkreis hier keiner da, weder die Austauschstudenten, noch die norwegischen Studenten, die nicht aus Trondheim kommen, und das tun die wenigsten. Viele Studienkollegen von mir kommen aus Oslo oder aus dem Westland (Bergen, Stavanger...), einige auch aus dem Norden. Ingrid, die in meiner PBL Gruppe ist und mit der ich mich sehr sehr gut verstehe, ist beispielsweise in Kirkenes aufgewachsen, das ist ganz ganz nördlich, an der russischen Grenze (über Finnland).

Am Freitag Nachmittag waren wir auf der Suche nach günstigen Langlaufskiern, und auch am Samstag haben wir weitergeschaut. Zur Zeit ist nämlich Ausverkauf, allerdings bräuchten wir ja wirklich alles (Ski, Bindung, Schuhe und Stecken) und da kommt es in einem Paket günstiger. Allerdings kommen da im Laufe der Saison noch mehrere Angebote (auch günstigere) und deswegen warten wir noch ab. Die Zeit zum Langlaufen wird wohl frühestens im Dezember sein, viel eher von Jänner bis März. Wir haben die Loipe ja direkt vor der Haustür (Strindmarka), bzw. gibt es auch in der Bymarka ganz tolle Wege.

Bis dahin müssen wir uns allerdings noch überlegen, ob wir smøre-ski (Ski zum Wachsen) oder sogenannte smørefrie-ski (Schuppenski) haben wollen. Also hiermit eine Aufforderung an alle Langläufer:
Was sind eure Erfahrungen?

Anbei noch ein Bild von unserem Besuch bei Ikea, wo wir wirklich nur einen Wäschekorb gekauft haben [sehr zu Zachis Freude]. Ich hab's noch NIE geschafft, innerhalb von 10 min durch den ganzen Ikea gekommen zu sein. Allerdings gab es am Schluss noch die Weihnachtsausstellung (Ende Oktober!!!), die uns etwas länger verweilen ließ und das tollste daran war, dass es Pfefferkuchenteig zum Ausstechen gab. Und stibitzen konnte man ihn auch. [So eine Teigdose haben wir dann doch auch noch geholt.] :)

Gestern gab es über Trondheim einen ziemlichen Sturm, aber in unserem Häuschen war es recht gemütlich. Wir haben wieder einmal einen norwegischen Film aus der Bibliothek angeschaut ("Tatt av kvinnen"), und die Kombination Untertitel und Originalsprache funktioniert sehr sehr gut. Vielleicht geht es ja bald auch ohne Untertitel.
Allerdings stellt die Filmauswahl ein ziemliches Problem dar. Norwegen mit seinen 4,7 Millionen Einwohnern leistet sich keine Synchronisation und alle ausländischen Filme bleiben in der Originalsprache. Wir haben uns zum Beispiel auch den Film "wie im Himmel" ausgeborgt, den einige von euch sicher kennen, allerdings gibt es ihn hier nur auf Schwedisch. Wir sind gespannt, wie viel wir davon verstehen werden.

Ha det bra!

Montag, 20. Oktober 2008

Ostinato

Hallo zusammen!

So schnell kann's gehen, dass ihr wieder von mir hört. Hatte vorhin nämlich schon angefangen zu schreiben, bevor ich mich für ein etwas längeres, interessantes Telefonat entschieden habe...

Wie Teresa in ihrem letzten Eintrag ja erwähnt hat, war ich gestern Abend im Orgelkonzert. Dieses fand in der Vår frue kirke im Stadtzentrum statt, die zwar nicht sonderlich groß ist, aber eine ziemlich große Orgel beherbergt. Das Instrument stammt von der deutschen Orgelbaufirma W. Sauer und hört sich auch ziemlich gut an. Allerdings ist es für den Raum und die Akustik meiner Meinung nach überdimensioniert.
Gespielt wurden Werke von Rheinberger, Alain und Vaughan Williams, die alle einen Ostinato enthielten. Besonders die 8. Sonate von Rheinberger ist ja ein tolles Stück. Außerdem gab es zwei Uraufführungen, die auch sehr interessant waren. Insgesamt war das Konzert zwar sehr "ostinat", aber dennoch nicht eintönig. Mir hat's gefallen!

Über andere Sachen dann später wieder mehr...
Liebe Grüße

Norwegerhandschuhe

Hei!
Die -für mich- wichtigste Meldung des Tages: zum Glück konnten mir meine strickenden Studienkolleginnen helfen und ich konnte den Fäustling nach Muster fertig machen! Juhuu! War ganz glücklich, dass es am Ende doch noch geklappt hat und ihr dürft das Resultat anschauen. Für den ersten Versuch bin ich ganz zufrieden, schließlich hab ich ja noch nicht so viel Strickerfahrung.

Ansonsten war der Unitag ganz schön lange und nachdem es morgen wieder anstrengend wird, bleibt der Blogeintrag heute recht kurz.

Bald hört ihr auch wieder von Zachi...

viele Grüße aus Trondheim

Sonntag, 19. Oktober 2008

Gråkallen

Hei hei!

Heute haben wir das getan, was wohl alle norwegischen Familien traditioniellerweise am Wochenende machen: gå på tur (=wandern). Es war zwar keine Tour wie letztes Wochenende, sondern genauer gesagt ein gemütlicher Spaziergang, aber was soll's, schließlich müssen wir ja etwas zu berichten haben.
Ungeachtet des etwas wechselhaften Wetters war alles, was laufen kann (der Rest wurde getragen oder geschoben), unterwegs. Die Kinderwägen hatten Plastikhüllen herum und die kleinen Kinder einfach Matschhose und Gummistiefel an.
Auch wir haben uns von den zeitweiligen Sonnenstrahlen (die sich aber bei der Ankunft gleich in Nieselregen verwandelt haben, was aber einen schönen Regenbogen über dem Fjord gab!) nach draußen locken lassen und haben den Gråkallen in der Bymarka bestiegen. Nach dem Storheia, wo wir ja schon oben waren, ist das der zweithöchste "Berg" (Hügel) im Nacherholungsgebiet der Trondheimer...
Der Ausblick auf Trondheim und den Fjord ist sehr schön, am Foto lässt sich das nicht so gut darstellen, aber hinter meiner patriotischen Jacke kann man die Stadt erahnen.
Da aber der Parkplatz relativ nah am Gipfel mit der schönen Radarstation (das Militär lässt wieder grüßen), wurde die Tour nicht so lang und wir sind dann noch eine Runde um den Vintervatnet (Wintersee) gegangen, der seinen Namen wohl daher hat, dass im Winter rund um den See eine tolle Langlaufloipe geht.

Zachi war vorhin in der Stadt im Orgelkonzert und ich habe mich mit meinen Handschuhen mit Norwegermuster herumgeärgert. Ich bin nämlich schon fast fertig, nur schaffe ich es beim Abnehmen nicht, dass das Muster an der Kante erhalten bleibt. Bin schon fast am verzweifeln, weil in der Anleitung auch nichts gescheites steht. Hoffentlich kann mir morgen in der Vorlesung jemand helfen. Sonst muss ich wohl einmal dringendst eine Anfrage an alle strickenden Blogleser stellen...

Euch einen guten Wochenstart!

Samstag, 18. Oktober 2008

Curry-Pfirsich-Hackfleisch-Reis-Auflauf

Hei og god dag!

Gestern gabs mal wieder feines Essen. Da dachte ich, vielleicht interessiert euch ja nicht nur das norwegische Wetter (sagen wir "wechselhaft"), sondern auch unser leibliches Wohl. ;) Auf "unorthodoxe Weise" hat sich Kristina, der wir beim Umziehen von Berg geholfen hatten (und der ich ihren 3 kg-Schlafsack durch die Trollheimen-Berge getragen habe), bei uns zum Kochen eingeladen. Sie hatte alle Zutaten für einen Curry-Pfirsich-Hackfleisch-Reis-Auflauf dabei, den wir dann gemeinsam zubereitet haben. Und Nachtisch gabs sogar auch noch - sehr fein! Und da wir so große Mengen gemacht haben, aber nur drei Esser waren, gibts noch genügend Reste.

Auf die konnten wir dann vorhin nach einer Erkundung des zeitweilig größten norwegischen Einkaufszentrums zurückgreifen. "City Syd" liegt bei Tiller, etwas südlich von Trondheim, und umfasst einige Supermärkte, Kleider-, Schuh-, Sportgeschäfte und Ramschläden. Nach dem Nidarosdom soll dies wohl die bedeutendste Attraktion in Trondheim sein (leider nicht Rosenborg ;). Neuerdings hat Oslo aber wohl mit einem noch größeren Zentrum die Spitze zurückerobert. Neben einem kleinen Päckchen für einen Kleinen in der Steiermark haben wir dort noch zwei große Tassen gekauft, da sie sehr günstig waren und bei uns im Haushalt sonst nur kleinere vorhanden sind.

Nun verbringen wir noch einen schönen Samstagnachmittag.
Viele Grüße

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Morgengrüße

Guten Morgen!

es gibt (leider) nicht wirklich viel zu berichten...aber um diese Seite noch ein bisschen mehr zu füllen, bekommt ihr eine kleine Alltagserzählung.
Iich hab mich gestern wieder einmal etwas intensiver mit meiner Diplomarbeit über Laktoseintoleranz auseinandergesetzt, wobei es ganz gut weiterging. Das Problem ist eben nur, dass neben der Uni und dem Sprachkurs und all den anderen Aktivitäten oft keine Zeit bleibt. Also bietet sich diese Woche ganz gut an, etwas mehr dafür zu tun.
Gleichzeitig war gestern auch Großwaschtag, wir haben diesmal etwas länger gewartet und ganze drei volle Maschinen zusammenbekommen! Zum Glück gibt es in der Waschküche auch Wäschetrockner, von denen wir dann Gebraueh gemacht haben, weil unsere Wäsche im Glasvorbau leider nicht mehr trocknet. Aber wir könnten uns für die Zukunft sonst auch überlegen, eine Wäscheleine durchs Zimmer zu spannen, aber bei großen Mengen war der Trockner schon ganz praktisch (kostet halt eben 8 Kronen =1 € extra)...
Zachi war den ganzen Tag an der Uni, da ja zusätzlicher am Nachmittag der neue Kurs (siehe letzter Eintrag) stattfindet. Am Abend war er dann auf einer (geladenen) Präsentation der Firma Statoil (Ölfirma... eine der größten Firma Norwegens mit Hauptsitz in Stavanger), mit Pizza und iPod-Verlosung, wo er aber keinen gewonnen hat. Auch egal :)
Übrigens: da meine Fäustlinge (Erstlingswerk) so gut gelungen sind, wollte ich nun mal etwas Komplizierteres probieren: Norwegermusterhandschuhe. Soo kompliziert ist es ja eh nicht, nur eben zeitaufwendig. Außer dem Bündchen hab ich erst 2 cm gestrickt, wobei es jetzt leichter wird, da man das Muster besser sieht. Trotzdem geht es langsamer, als wenn man die Reihen einfärbig strickt...

viele Grüße, ich werde jetzt weiterarbeiten! einen schönen Donnerstag...

Dienstag, 14. Oktober 2008

Romteknologi

God kveld!

Nach einem langen Unitag gibts nur einen kleinen Bericht. Aber ich muss euch doch mitteilen, dass ich mit meiner Kurswahl vielleicht doch auch exkursionsmäßig noch glücklich werde. Bislang war es ja so, dass nur andere irgendwohin (z.B. Hammerfest) fahren durften. Wahrscheinlich fährt bzw. fliegt unser "Seismic Wave Propagation"-Kurs nun aber Mitte November nach Bergen zu Schlumberger. Dort dürfen wir die Produktion von Streamern besichtigen. Da freue ich mich schon drauf.

Außerdem hat gestern mein "letzter" Kurs angefangen. Die Vorlesung "Romteknologi" (= Space Technology) findet in geblockter Form zweieinhalb Wochen lang jeweils am Nachmittag statt. Dafür musste für mich heute auch der Sprachkurs ausfallen. Teresa war aber dort und hat unsere recht erfolgreichen Probeexamen entgegengenommen. Bislang fand ich "Romteknologi" sehr interessant, u.a. auch weil nur Norwegisch geredet wird. Vom Inhalt her war der Anfang eher einfach (Newton, Gravitation...), aber dann ging es auch um Experimente, die (nur) in der Schwerelosigkeit durchgeführt werden können. Das fand ich sehr interessant. Heute waren dann die Satellitenbahnen mit Bewegungsgleichungen und Bahnstörungen dran, die mir aus Karlsruhe von der "Satellitengeodäsie" ja bestens bekannt sind oder sein sollten (ist ja schon ein halbes Jahr her ;). Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht. Einen 10-seitigen Essay über ein passendes Thema dürfen wir auch noch verfassen. Also wenn jemand gute Vorschläge oder Wünsche hat...

Hjertelig hilsen

Montag, 13. Oktober 2008

English Matters

Hallo!

Heute hat an der medizinischen Fakultät die "Kursuke" (Kurswoche) begonnen, wo der normale Unibetrieb eine Woche "aussetzt" und man stattdessen Kurse wählen kann. Viele aus den höheren Semestern benutzen es aber als Ferienwoche und fahren nach Hause, ein Studienkollege hat mir sogar erzählt, dass er auf Urlaub nach Teneriffa fliegt...

Tja, nachdem Zachi überhaupt nicht frei hat, habe ich mich zu dazu entschlossen, einen Mittelweg zu wählen und zumindest einen Kurs zu machen.
Heute ging es von 8h30 bis 15h30 um den (wissenschaftlichen) Gebrauch der Englischen Sprache. Der Vortragende ist Professor für Englisch an der NTNU und kommt aus Cambridge. Er ist hier in Trondheim extra dafür angestellt, um englische Korrespondenz, Doktorarbeiten, etc. zu korrigieren. Auch wenn wir Studenten Fragen hätten, könnten wir ihn kontaktieren. Auf jeden Fall hat er sich schon ziemlich lang mit typischen (norwegischen) Englischfehlern beschäftigt, die aber auch für mich sehr interessant waren.
Es gibt eine Website, wo er sehr viele nützliche Links zusammengetragen hat. Für euch zum Schmökern:
http://www.ntnu.no/international/english_matters/
Anfangs ist es etwas unübersichtlich, aber es gibt viele Übungen und v.a. recht gute Zusammenfassungen wie man z.B. e-mails oder Briefe schreiben kann/soll.

Der Rest der Woche bleibt dann quasi auch für mich als Herbstferien. Aber keine Sorge, ich weiß sehr viel (u.a. natürlich auch für die Uni) zu tun weiß und der Norwegischkurs am Dienstag und Donnerstag Nachmittag findet ja auch statt.

Viele Grüße und schönen Abend!

Sonntag, 12. Oktober 2008

Snota-Panorama

Hei!

Den tollen Ausblick vom Snota wollten wir euch natürlich auch nicht vorenthalten.
Hoffentlich vermittelt es zumindest einen Eindruck von unserem Erlebnis.

Viel Spaß!

Snota

Hallo ihr Lieben!

Ich freue mich, euch nun den Bericht über unsere eintägige Snota-Besteigung präsentieren zu können. Gleich vorweg: Es war sehr anstrengend, aber es hat sich gelohnt.

Schon die ganze Woche haben wir immer auf die Wettervorhersage für das Wochenende geschaut und gehofft, dass wenigstes ein guter Tag dabei sein würde. Es gab natürlich Schwankungen (auch nach Zielregion), die aber nicht so groß waren. Da für Samstag ziemlich gutes Wetter angesagt war (kein Regen/Schnee und einiges an Sonne), haben wir uns kurzfristig für eine Tagestour entschieden. Die Frage war also nur noch, wo. Die Schneeverhältnisse hier in Norwegen erlauben nämlich längst nicht mehr alle Touren. Wir entschieden uns dann für eine recht lange Tour im Trollheimengebirge, in dem wir ja schon im August gewandert sind. Die 11 km/1250 Höhenmeter (one-way) waren mit 9 h angegeben.

Da die Tage hier ja nicht mehr viel länger als 10 h sind, sind wir um 5 Uhr aufgestanden und auch bald losgefahren. Nach etwas mehr als 2 Stunden Fahrt und einigen Mautstationen (alleine für den Fahrweg ins Trollheimsgebirge zahlt man 50 Kroner) konnte es losgehen. Zu Beginn führte der Weg den Hang am See entlang nach oben, wobei wie immer hier in Norwegen viele morastige Stellen umgangen oder durchquert werden mussten. Irgendwann ging dann über dem Trollhøtta die Sonne auf, was bei wunderbar blauem Himmel eine schöne Atmosphäre kreierte. Kurz nachdem wir einen hinter den Schultern des Trogtales liegenden weiteren See (Svartvatn) erreicht hatten, trafen wir auf eine Herde von 6 Rentieren. Nachdem wir am Snøhetta eine große Zahl nur durch das Fernrohr sehen konnten, durften wir sie jetzt also aus der Nähe betrachten.

Ab dem Svartvatn nahmen wir gegenüber dem Weg, der auf der Karte eingezeichnet war, eine kleine Abkürzung und es ging steil bergauf. Ungefähr ab einer Höhe von 1000 m liegt außerdem Schnee, der von vor ungefähr einer Woche stammt. Der Schnee wurde dann immer mehr, sodass man irgendwann bis zu hüfttief einsank, wenn die verharschte Oberschicht mal nicht hielt. Auch die Felsen waren teilweise vereist, sodass der Schnee oft trotzdem die bessere Alternative darstellte. Wir hatten aber das Glück, dass kurz vor uns schon ein Mann seine Spuren hinterlassen hatte, die uns den Aufstieg erleichterten. Später konnten wir dann im Gipfelbuch lesen, dass außer ihm schon seit über zwei Wochen keiner mehr auf dem Snota war. Und es könnte gut sein, dass wir für dieses Jahr die letzten Besteiger waren. In den vergangenen Jahren stammen die letzten Einträge nämlich jeweils von Anfang Oktober. Danach liegt einfach zu viel Schnee und die Tage werden zu kurz. Die Skitouren auf den Snota beginnen dann wieder so im März.

Bis zum Gipfel durften wir aber erst noch etwas gegen sehr starken Wind kämpfen, der später leider auch die Wolken von der Küste hertreiben sollte. Besonders bei der kurzen Gletscherüberquerung unterhalb des Gipfels waren die aufgewirbelten und hergepeitschten Eiskristalle nicht gerade angenehm. Aber das Panorama oben war einfach überwältigend. Wir konnten so ziemlich alle Berge sehen, die in (Süd- und Mittel-)Norwegen bedeutend sind: Natürlich das gesamte Trollheimen, außerdem bis Sylan, Snøhetta, Jotunheimen und zum Küstengebirge.
Aber nicht nur der Gipfel des Snota selbst, der nach zwei Seiten senkrecht abfällt, sondern auch der Weg dorthin macht die Wanderung so toll. Und unter diesen Bedingungen eben anstrengend. Die häufiger begangene Variante startet deshalb auch an der Trollheimshytta, sodass man nicht so weit gehen muss. Aber wir wollten ja nicht übernachten.

Zum Abstieg wählten wir die gleiche Route, da wir hier die Bedingungen kannten. Etwas schneller als der Aufstieg ging das natürlich schon, aber nicht zu sehr, da die Beine dann doch müde wurden. Ungefähr am Svartvatn haben wir dann noch einmal einige Rentiere zu Gesicht bekommen, diesmal sogar länger und von noch näher. Was die für große Glubschaugen haben... Eines der größeren war wohl auch neugierig und kam noch etwas näher, um uns zu beobachten, bevor die Herde weiterzog.

Nachdem das Wetter die ganze Zeit lang sonnig und schön gewesen war, drohte uns den restlichen Abschied lang der aufziehende Regen. Viel unangenehmer als das Nieseln waren aber die schon erwähnten Matschlöcher. So wurde das letzte Stück sehr lang...
Am Auto kamen wir dann kurz nach 18 Uhr an, als es schon wieder dämmerte, sodass wir also den ganzen Tag mit relativ kurzen Pausen unterwegs waren. Nach der Heimfahrt und einem kurzen Vesper fielen wir hundemüde ins Bett.

Am heutigen Sonntag zeigte sich, dass die Tagestour eine gute Idee gewesen war: Es regnet(e). Aber mit Flüge suchen und mögliche Varianten für den "Heimatbesuch" durchspielen kann man seine Zeit auch gut verbringen... Drinnen ist es ja gemütlich.
Nachher werden wir dann noch mit einigen meiner Studienkollegen den "Pizza-Tower" besuchen (Tyholt tårnet mit all-you-can-eat Pizza), den fleißige Blogleser ja schon kennen.

Einen schönen Sonntagabend!

Samstag, 11. Oktober 2008

tur retur

Hei!

wir sind wieder zurück von einer ganz tollen Bergtour. Wir haben uns schlussendlich für den Snota im Trollheimengebirge entschieden und hatten bestes Bergwetter, viel Schnee, eine unglaubliche Fernsicht über ganz viele Gipfel (bis zu Jotunheimen, mit den allerhöchsten Bergen Norwegens), Rentiere (!) und viel Moor.
Schön, dass bei euch allen so tolles Wetter ist! Und vielen Dank für die Kommentare, das freut uns auch immer.

viele liebe Grüße und einen schönen Abend an euch alle... wir sind ziemlich müde, deswegen folgt ein genauer Bericht -mit Fotos und PanoramaVideo- morgen (juhuu Sonntag :) .

Freitag, 10. Oktober 2008

das Wochenende naht...

Hallo!

Der gestrige Tag war ja recht ereignisreich und da ich heute Vormittag nur 2 Psychatrie-Vorlesungen gehabt hätte, hab ich sie kurzerhand gespritzt und angefangen, mich ein bisschen in Nephrologie einzulesen. In diesem Fach muss ich ja in diesem Semester eine Prüfung machen (und in Urologie). Die Norwegen haben ihre große Gesamtprüfung erst am Ende des Studienjahres, also Anfang Juni. Da ich aber die meisten Fächer in Graz schon habe und zudem im nächsten Semester ja ins 3. Studienjahr der Norweger wechseln (jetzt bin ich im 4. Jahr) will, um noch einmal die ganze Innere Medizin (= innere Organe) zu machen, könnte ich die Gesamtprüfung gar nicht machen.
Deshalb passt das ganz gut so, mit den zwei mündlichen Prüfungen.
Meinen ersten Handschuh habe ich auch fertig gestrickt (den linken), nach der Anleitung von einer Studienkollegin. In den letzten Tagen ist an der Uni das totale Strickfieber ausgebrochen. Die Norwegerinnen sitzen in der Vorlesung und stricken. :)
So tolle Norwegermuster kann ich allerdings noch nicht. Doch wer weiß, bis zum Ende des Winters gibt es noch viele Vorlesungen. Bei uns hab ich das aber auch noch nie gesehen, dass man sich strickenderweise in die Vorlesung setzt.... würd vielleicht auch etwas unhöflich wirken, ich weiß nicht.

Wie auch immer... nachdem morgen die Wettervorhersage gut zu sein scheint (leider nicht am Sonntag), wollen wir eine Bergtour machen. Viel Gelegenheit gibt es ja leider nicht mehr, da bereits bis 1200m Schnee liegt. Und so ein Traumwetter wie zur Zeit in Österreich gibt es auch nicht. Aber man kann ja nicht alles haben und wir sind auch sehr zufrieden.

Euch allen ein erholsames Wochenende!

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Trollmannens læregutt

Hallo zusammen!

Wie aus der Überschrift zu entnehmen, waren wir gerade im Konzert. Unsere Norskkurs-Kollegin Verona konnte uns wieder kurzfristig billige Karten besorgen. Das ist echt toll! Gespielt wurde betreffender "Trollmannens læregutt", zu deutsch "Der Zauberlehrling" von Paul Dukas. Dieses v.a. aus Disney's "Fantasia" mit Mickey Mouse als Protagonist bekannte Werk kam gleich zu Anfang. Danach spielte Radovan Vlatkovic Mozarts Hornkonzert Nr. 4. Sehr angenehm und schön zum Anhören, aber eben nicht besonders aufregend (was die Güte des Stücks und das tolle Spiel keinesfalls schmälern soll!). Interessanter war aber die Zugabe, bei der er ein Horn-Solo von Messiaen (Jubiläum) vortrug. Nach der Pause hörten wir Prokofjevs 5. Sinfonie. Am besten Gefallen hat uns (wen wundert's) "Trollmannens læregutt"(http://www.youtube.com/watch?v=DkkJm6vcgbE), aber auch den 2. Satz der Prokofjev-Sinfonie fand ich toll.

Ansonsten ist heute meine Fahrradkette gerissen, als ich zum Sprachkurs nach Dragvoll fahren wollte. Und dabei wollte ich doch nur den supersteilen Rutschweg hinter unserem Haus hochfahren, den wir die Fahrräder bislang immer hochgeschoben haben. So was Dummes! Für morgen darf ich dann Teresas Fahrrad benutzen und danach... mal sehen. Vielleicht ein minderwertiges, das einer unserer Mitbewohner früher benutzt hat.

Heute Morgen in der Uni haben wir ziemlich lange Daten formatiert, um sie in ein Mapping-Programm eintragen zu können. Letzten Donnerstag sind wir bei Regen in drei Gruppen mit einem PPM (Protonen-Präzessions-Magnetometer... nicht Spin!) über die Wiese vor dem SINTEF-Gebäude gelaufen und haben auf einem selbstgesteckten Gitternetz die lokalen Variationen des Erdmagnetfeldes vermessen. Dabei kamen ziemlich große Anomalien (bis 6000 nT) raus, was bei den in der Nähe befindlichen Metallobjekten aber auch kein Wunder ist. Nächstes Mal dürfen wir uns dann an die Interpretation unser hübschen bunten Karte machen.

Bevor ich es vergesse: Getankt haben wir gerade auch. Aber natürlich erst, als der Kilometerzähler über der 800 km-Marke war. Das ist neuer Rekord für unser Auto und entspricht einem Verbrauch von unter 5,5 l/100 km. Das letzte Mal Tanken war in Bodø. In Deutschland wollte das Auto mit einer Füllung allerhöchstens 630 km fahren. Dafür ist die rigide Geschwindigkeitsbegrenzung der Norweger immerhin gut.

Einen schönen Abend!

Hat der alte Hexenmeister
sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
auch nach meinem Willen leben.
[...]
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.
[...]
(J. W. von Goethe)

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Praktikum und Siedelhilfe

Guten Abend!

vielen Dank für die vielen Kommentare, da tut sich ja richtig viel auf dem Blog....
Heute hatte ich am Vormittag Praktikum auf der Gebärklinik, wir mussten u.a. bei jeder Patientin den Bauch vermessen und haben dann unsere Ergebnisse verglichen :)
Mittags war dann Visite, was sehr interessant war, weil wir über jede Patientin lange sprechen konnte. Da war z.B. eine Frau, die schon drei Buben hat und jetzt Zwillinge erwartet (wieder Buben).

Am Nachmittag haben wir Kristina beim Umsiedeln von Berg nach Karinelund (das ist ein anderes Studentenwohnheim, gleich neben Moholt) geholfen. Und anschließend mussten wir beim Einkaufen das "2 für 1" Angebot nutzen, das es diese Woche für viele Artikel im Supermarkt ICA gibt. Somit kann man auch in Norwegen ab und zu viel für sein Geld haben...

So viel zu unserem Tag, der jetzt nicht soo sonderlich aufregend war. Morgen haben wir wieder lange Uni (den ganzen Tag bis 18h, da ja auch wieder Sprachkurs ist). Und vielleicht bekommen wir wieder Karten für das Sinfonie-Orchester.

Viele Grüße!

Dienstag, 7. Oktober 2008

Demolish Berg

God kveld!

Heute war für mich mal wieder einer der langen Dienstage. Um 8 Uhr die erste Vorlesung in der Uni, dann durchgehend beschäftigt bis 18 Uhr. Zwischendurch lediglich ein kleiner sportlicher Ausgleich, um vom Campus Gløshaugen/Lerkendal zu den Geisteswissenschaftlern nach Dragvoll zu kommen. Für den 8 Uhr Kurs war unser "richtiger" Professor von seinem Feldkurs "Pyrex" in den Pyrenäen zurück. Von daher hat es sich auch gelohnt, diese Vorlesung wieder zu besuchen. Zwischen ihm und seiner Vertretung (der allerdings selbst auch gerade Professor werden will) besteht ein himmelhoher Unterschied. Lustigerweise hat mir unser Professor nach der Vorlesung von seinem kleinen Zwischenstopp auf dem Heimweg erzählt: "Ich komme gestern aus München..." Tja, nun isses aus mit der Wies'n.

Danach war ich im International House, da ich meine Ankunft hier in Norwegen (etwas spät ;) noch offiziell für zu Hause bestätigen lassen muss. Außerdem müssen natürlich auch die für einen Austausch-Studenten obligatorischen Änderungen des Learning Agreements kundgetan und mit Karlsruhe abgeglichen werden.

Um die Mittagszeit ging es dann um "Seismic Data Processing". Fabienne, meine "Project work"-Partnerin, und ich hingen mit der Computerarbeit anfangs leider etwas hinterher, sodass wir keinen gescheiten Stack zusammenbrachten, den wir hätten migrieren können. Das konnte jedoch ausgeglichen werden, sodass wir am Ende auch ein schönes Abbild des Untergrundes hatten, an dem aber natürlich noch weiter gefeilt werden muss (Multiples noch mehr entfernen, Signal/Noise-Ratio verbessern). Und dabei sind die jetzigen Daten synthetisch! Für unser wirkliches Projekt bekommen wir dann reale Daten vom Gullfaks-Feld. Da wird die Bearbeitung und das Drehen an allen Parametern sicher noch viel wichtiger.

Am Nachmittag hatten wir dann nach einer Woche Pause wieder Sprachkurs. Dort haben wir auch Sunna wiedergetroffen. Sie ist von einer weniger netten Aktion unseres Studentenwohnheims-Eigentümers betroffen. Das Wohnheim Berg (perfekte Lage bei Gløshaugen, aber schon älter) wird demnächst abgerissen. Eigentlich sollte dies aber erst nach dem Semester geschehen. Nun werden einige Blocks aber doch schon bald abgerissen, sodass viele entgegen ihrem Vertrag und sehr kurzfristig umziehen müssen. Wer mehr wissen will, kann sich diesen von Sunna initiierten Bericht der Adressavisen anschauen:
http://www.adressa.no/tv/?id=7563&autoplay=1&page=0
In Berg werden nun auch "Demolish Berg Parties" gefeiert. Wenn schon, denn schon...
Zum Glück wohnen wir im unifernen, aber schönen Steinan.

Hilsen

Das große Gebäude im Hintergrund des Fotos ist übrigens das ziemlich moderne Realfagbygget auf dem Campus Gløshaugen, wo u.a. die Physik untergebracht ist.

Montag, 6. Oktober 2008

Bürokratie in Norwegen

Hallo!

Nachdem wir vor einigen Tagen unsere norwegische ID Nummer (die man hier einfach für alles braucht.... vom Arztbesuch angefangen bis zur Eröffnung eines Bankkontos) bekommen haben, wollten wir den Behördengang noch einmal auflisten.

1) Anfang August waren wir bei der Polizei um uns zu registrieren und um eine Aufenthaltsbestätigung anzusuchen... Tja, Norwegen ist (leider) nicht bei der EU.
Trotzdem gibt es ein eigenes Abkommen für EU-Bürger und deshalb ist dieser Akt einfach nur eine Frage der Zeit.

2) Anfang September kam dann der Brief der Polizei, die uns für ein Jahr die Aufenthaltsgenehmigung gibt (die allerdings leicht verlängert werden kann. wenn man dann 3 Jahre eine solche -vorläufige- Aufenhaltsgenehmigung hatte, kann man um ein endgültiges Bleiberecht ansuchen).

3) mit diesem Brief gingen wir zum Einwohnermeldeamt und haben um eine norwegische Identitätsnummer angesucht. Diese ist 11 stellig, (so ähnlich wie bei uns die Sozialversicherungsnummer, nur dass die ersten 6 Stellen das Geburtsdatum sind und dann eine 5 stellige Nummer kommt) und muss bei jeder erdenklichen Situation angegeben werden. Viele Dinge bekommt man ohne diese Nummer auch nicht.

4) vor kurzer Zeit kam diese Nummer auch an. Und mit ihr ein Brief, dass wir nun unseren persönlichen "fastlege" (= fester Hausarzt) wählen sollen. Im Internet gibt es eine Liste von allen Allgemeinmedizinern in Trondheim und daneben die Anzahl der Plätze, die noch frei waren.
Es war fast gar nichts mehr frei, aber wir haben uns noch die 2 letzten Plätze bei einem Arzt gleich neben der Bibliothek sichern können und hoffen, ihn in diesem Jahr NICHT in Anspruch zu nehmen....
Man darf nämlich im Falle einer Krankheit nur zu diesem seinem Arzt gehen, der einen dann ev. zum Facharzt überweist. (Notfälle dürfen so weit ich das verstanden hab aber auch ins Krankenhaus....)

5) schlussendlich haben wir mit dieser ID-Nummer heute ein Konto eröffnet. Eine zweite Karte haben wir aber noch nicht dazubekommen, da wir keine Norweger sind. Die können wir erst beantragen, wenn der Antrag gutgeheißen wurde.
Aber das Erstaunliche bislang: es war noch alles kostenlos, was ja mal ganz nett ist.

Toll ist auch das Angebot der Bibliothek, wo wir heute einige Filme und CDs ausgeborgt haben. Und wieder ein paar tolle Bücher. Schön langsam wird es hier immer dunkler und auch Regen haben wir in den letzten Tagen mehr als genug abbekommen. Dafür wird es in unserem Häuschen auch immer gemütlicher... Wolle zum Stricken für meine neuen Fäustlinge habe ich auch schon besorgt, jetzt kann der Winter also kommen :)

Gerade vorhin haben wir uns den norwegischen Film "Telegrafisten" angeschaut, der sich zum Glück auch norwegisch untertiteln ließ. Sonst hätten wir von der Handlung wahrscheinlich doch nicht alles mitbekommen (zumal da viele verschiedene Dialekte und außerdem Schwedisch und Dänisch geredet wurden) und so geht es ganz gut.

Liebe Grüße!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Hühnerbrüstchen

Salut!

Vom heutigen Sonntag gibt es leider keine Großtaten zu berichten. Aber das Wetter lud mit häufigen Regenschauern auch nicht gerade dazu ein. Dafür haben wir unsere Norwegisch-Aufgaben (Lückentexte und Synonyme) gemacht und in einer WG-Sitzung einen Putzplan beschlossen. Mal sehen, ob das an der Sauberkeit was ändert. Aber so schlimm ist das eh nicht, nur eben noch nicht ganz gleich verteilt.

Außerdem gabs heute was Gutes zu essen. Wir haben Hühnerbrust und Kartoffeln nach einem Rezept aus Teresas St. Martiner Kochbuch überbraten. Dieser Sonntags"braten" war sehr schmackhaft. :) Später war ich dann noch im Nieselregen laufen. Leider habe ich wieder keinen Elch gesehen...

Beste Grüße aus der Nordlicht-Zone
(nachdem mein 5-seitiger Norwegisch-Aufsatz über dieses Thema ging, will ich jetzt endlich mal eins sehen!)

Samstag, 4. Oktober 2008

Stolz und Vorurteil

Hallo!

Da ihr ja jetzt auch bestens über das Wetter Bescheid wisst, ist es wohl überflüssig zu schreiben, dass heute ein Regentag ist... Und wie könnte man ihn besser nutzen als mit.... richtig....putzen.
Leider haben sich die unterschiedlichen Auffassungen von Sauberkeit mit unseren französischen Mitbewohnern noch nicht geklärt. Heute haben wir wieder im Alleingang alles aufgewischt und "poliert", allerdings wird es jetzt mal einen zweiten Versuch einer WG-Sitzung geben. Das letzte Mal wurde unsere Nachricht einfach kommentarlos gelesen und weggelegt. Naja, soweit zu diesen Ärgerlichkeiten des Alltags...
Die letzten Tage an der Uni waren sehr interessant für mich, da ich Kreißsaal-Praktikum gehabt hab und auch bei einigen Geburten dabei sein durfte. Es war toll, dass mich die Hebammen viel machen ließen und dadurch war es sehr lehrreich. Alle Babys sind übrigens gut auf die Welt gekommen (nur bei einem Riesenbaby mit weit über 4kg ist die Schulter zuerst festgesteckt, aber hat sich nach einiger Intervention dann gelöst, zum Glück!)!Und bei einer Kaiserschnitt-Geburt durfte ich assistieren. Das heißt, dass man dann auch im sterilen OP-Gewand ist und direkt am Operationstisch steht und dadurch sehr viel sieht und lernt.

Gestern abend haben wir bei Kristina einen Mädelsabend gemacht und die ganzen 6 Folgen der BBC-Verfilmung "Pride and Prejudice" (= Stolz und Vorurteil) von Jane Austen angeschaut. Und das ganze mit norwegischen Untertiteln, was ganz lustig war, aber andererseits auch anstrengend, schließlich hört man Englisch, liest Norwegisch und denkt sich dann was das Ganze auf Deutsch heißen könnte. Es war ein sehr unterhaltsamer Abend.
Dazu gab es u.a. auch köstliche frisch gebackene Zimtschnecken... Hmh...total spitze! Das werde ich bald selbst einmal ausprobieren!

viele liebe Grüße an euch und ein erholsames Wochenende!

PS: apropos Vorurteil: wie schon erwähnt war es ein Mädelsabend und Zachi hat den Film natürlich nicht gesehen (er will, dass ich das hier extra betone) !

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Lofoten-Videos

Halli hallo!

Nachdem unser Internet heute Mittag deutlich weniger ausgelastet zu sein scheint (und ich auch nicht so müde bin wie gestern nach Mitternacht), will ich zum gestrigen Bericht noch zwei kleine Filmchen nachreichen, die beide zimlich direkt mit Wasser zu tun haben. Ihr könnt ja den Ton abstellen... ;)

1.) Auf der Überfahrt von Moskenes (äußerste der großen Lofoten-Inseln) nach Bodø auf der Rückreise. Ich denke, das ist noch fast normaler Seegang da. Die Fähre ist (im Vergleich zur Wellenlänge) eben nicht so groß. Aber wenn man sich die Verkippung noch anderthalb- bis zweimal so stark vorstellt, kann man vielleicht den Grund für Teresas Seekrankheit erahnen.

2.) Saltstraumen. Die Informationen zu diesem mächtigsten Mahlstrom der Welt konntet ihr ja schon gestern lesen. Leider kann ich aber nicht sagen, ob wir vorbeikamen, als die Wasserbewegung gerade eher maximal oder weniger stark war. Zum Glück war es aber nicht der Zeitpunkt genau bei Ebbe oder genau bei Flut, wo sich gar nichts bewegt.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Lofoten

Guten Abend, liebe Freunde!

Heute war wieder ein anstrengender Tag, aber nachdem sich einige sicher über den Lofoten-Bericht freuen werden, le voilà!

Bevor wir am Donnerstag Richtung Norden aufbrechen konnten, hatten wir am Nachmittag – meiner Meinung nach überflüssigerweise - unser Probeexamen im Norwegischkurs. Das echte Examen wird Anfang Dezember stattfinden. Bis dahin sind es allerdings auch nur mehr 2 Monate, die Zeit vergeht hier so unglaublich schnell…

Naja, auf jeden Fall sind wir Donnerstagabend losgefahren mit dem Ziel einfach noch ein Stückchen weit nach Norden zu kommen. Nach ca. 3h auf der E6 haben wir das Auto an einem Parkplatz abgestellt und probiert, ob man mit umgeklappten Hintersitzen bequem darin schlafen kann. Meiner Meinung nach ist das Experiment (das wir bis zum Ende noch einige Mal wiederholt haben) gut gelungen. Was einerseits daran liegt, dass ich nicht ganz so groß bin, und zweitens, dass mein neuer Schlafsack so schön warm ist. Zachi war glaube ich nicht ganz so zufrieden. Allerdings hatten wir in den folgenden Tagen auch nie die Gelegenheit ein Zelt aufzustellen (Schuld daran war die ungünstige Kombination aus Sturm und Dauerregen)…

Am nächsten Tag sind wir das lange Stück bis zu den Lofoten gefahren. Eigentlich wollten wir in Bodø die Fähre nach Moskenes nehmen. Allerdings wäre die schon am Nachmittag gefahren (und in der Nebensaison setzt sie nur einmal täglich über) und da die zweite Möglichkeit, die Fähre von Skutvik nach Svolvær zu nehmen, wegen der Tageszeit auch nicht geklappt hat, haben wir uns für die dritte Variante entschieden und spätabends die Fähre von Bognes nach Lødingen genommen.

Bis dahin durften wir aber auf der wie eine Weltreise scheinenden Strecke (allein bis Bognes über 800 km meist bei Tempo 80) u.a. den Polarkreis bei 66°33’ nördlicher Breite passieren. Im Reiseführer stand, dass der Parkplatz vor dem Polarkreiszentrum immer maßlos überfüllt sei. Dass wir absolut die einzigen weit und breit waren (und das Zentrum geschlossen hatte), war nicht das erste Zeichen dafür, dass die touristische Saison wohl wirklich vorbei ist. Während der ganzen Tage haben wir einmal ein Auto aus Hamburg getroffen, zwei Schweden waren auch noch auf der Strecke. Ansonsten alles nur Norweger (oder zumindest norwegische Autos).

Als wir nach der Fährüberfahrt wieder anlegten (genaugenommen waren wir da noch nicht auf den Lofoten, sondern auf einer Insel davor, die mit einer Brücke mit den Lofoteninseln verbunden ist), haben wir uns wieder einen netten Parkplatz zum Übernachten gesucht. Das ist am Abend in der Dunkelheit gar nicht so einfach. Erstens weil man nichts sieht und zweitens weil es wenig Parkplätze gibt, wo man länger als 4h stehen bleiben darf.

Am nächsten Morgen wurden wir wieder einmal vom Regen geweckt…und bevor wir einen längeren Stopp in Svolvær auf der Insel Austvågoy einlegten, fuhren wir nach Digermulen. Das ist ein kleiner Ort auf Hinnøya, der bereits Kaiser Wilhelm II. gefallen hat. Auf der anderen Seite des Meeresarmes liegt der bekannte Trollfjord. Das Wetter war aber ziemlich durchwachsen, so dass unser Plan, eine Wanderung zu machen, verregnet wurde.

Wir fuhren einige Orte auf der Insel Vestvågoy ab. Das Panorama mit den steilen Bergen, die abrupt ins Meer abfallen, war einfach unglaublich. Zwischendrin hat die Natur ein paar herrliche weiße Sandstrände eingestreut. Mit türkisblauem Meer und den steilen Bergen kommt es einem irgendwie auch so unwirklich vor. Nur das Wetter (echtes Lofotenwetter!) hat uns glücklicherweise daran erinnert, dass wir in Norwegen waren. Neben dem Sturmwind hat es tatsächlich so viel geregnet, dass die Straße und wohl auch die Keller der benachbarten Häuser eines Örtchens voll überschwemmt waren und wir quasi "furten" mussten.

Vor dem Nusfjord – laut einigen Reiseführern der schönsten Ort der Lofoten - haben wir übernachtet. Am nächsten Tag haben wir uns trotz Regenguss die Ortbesichtigung und einen Spaziergang am Fjord nicht nehmen lassen, ganz nach dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung“! (Meine Studienkollegen hatten Recht: eine Regenhose ist in Norwegen eine gute Investition…)

Nach einigen Stunden und Sandstränden, steilen Bergen, unglaublichen Aussichtspunkten u.v.m. waren wir Sonntag Abend beinahe am Ende der Insel angekommen. Im Ort Å (gesprochen „Oh“), dessen Buchstabe an letzter Stelle im norwegischen Alphabet steht, endet die E 10 (= die Straße, die durch die Lofoten führt). Dort gibt es u.a. ein Stockfisch-Museum, das um diese Jahreszeit leider (wie alle anderen Attraktionen außer der Natur selbst) geschlossen hatte. Aber die Stockfische hingen schön aufgereiht zum Trocknen an der frischen Luft. (Wer hat Interesse, einen zu verspeisen?)

Im Ort davor, in Reine auf der Insel Moskenes, haben wir den Reinebringen bestiegen. Das ist ein Berg, auf den man ungefähr eine Stunde einfach nur unglaublich steil bergauf geht. Als Belohnung haben wir dafür einen atemberaubenden Panoramablick bekommen, den wir euch nicht vorenthalten können. Was sich auf den Bildern leider nicht darstellen lässt, sind die Windböen (zu Hause eher Orkanböen) auf dem Grat, die wir etwas unangenehm fanden, zumal es auf der anderen Seite des Berges steil hinab ging.









Nach einer letzen Nacht im Auto, haben wir am nächsten Morgen in aller Früh die einzige Fähre des Tages von Moskenes zurück nach Bodø genommen. Mir bleibt die fast vierstündige Überfahrt wohl nicht ganz so gut in Erinnerung, da ich das erste Mal das zweifelhafte Vergnügen hatte, mit der Seekrankheit bekannt zu werden und richtig "sjøsyk" war. Zachi hat das doch beträchtliche Geschaukel glücklicherweise nichts ausgemacht.

Obwohl wir es eigentlich nicht vorhatten, sind wir danach an einem Tag die ganze Strecke von Bodø nach Trondheim zurückgefahren. In der Nähe von Bodø haben wir dem Saltsraumen, dem stärksten Gezeitenstrom der Welt, einen Besuch abgestattet. Hier strömen imWechsel von Ebbe und Flut fast 400 Millionen km³ Wasser durch einen 150 m langen und 2,5 km langen Kanal vom offenen Meer in den Fjord. Die Wassermassen erreichen dabei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h und es bilden sich gewaltige Strudel.

Der Polarkreis im Saltfjell war bei unserem Rückweg im Gegensatz zum Hinweg plötzlich verschneit. So langsam geht es dem Winter entgegen. Das wurde auch bei unserer Fahrt deutlich. Während über weite Strecken v.a. im Süden noch herbstliche Wälder das Bild dominierten, wurde der Anblick schon eher winterlich sobald man etwas höher ins Fjell kam.

Einen längeren Zwischenstopp gab es nochmal in Mosjøen, das ziemlich in der Mitte der Strecke nach Trondheim liegt. Ab da wollten wir eigentlich immer bald einmal stehen bleiben und übernachten. Aber die treibende Kraft, gleich nach Hause zu fahren, war die Vorfreude auf ein warmes Zimmer und ein weiches Bett. Im Auto wurde ja auch immer alles feucht wegen unseres kondensierenden Atems. Da das Thermometer zu dem Zeitpunkt satte 2°C Außentemperatur angezeigte, fiel die Entscheidung dann doch nicht so schwer, gleich heimzufahren.

Damit war ein schöner Kurz- und Vielfahrer-(2000 km)Urlaub zu Ende gegangen. Von den unzähligen Fotos, die wir gemacht haben, gibt es hier fürs erste eine kleine Auswahl.

Viele liebe Grüße aus Trondheim!

PS vom Coautor und Bilderordner: Man sollte ja glauben, Österreicher und Schweizer seien (neben der badischen Firma Herrenknecht natürlich ;) fleißige Tunnelbohrer. Weit gefehlt! Was sich die Norweger beispielsweise die Anbindung eines Weilers an das Straßennetz kosten lassen, ist unglaublich. (Geld haben sie ja.) Überhaupt sind wir auf dieser Strecke durch so viele Tunnels gefahren wie noch nie. Am imposantesten waren aber die beiden, die jeweils eine Lofoteninsel mit der nächsten verbinden und dabei unter einem Fjord hindurchführen, der natürlich entsprechend tief ist...