Sonntag, 30. November 2008

I dag er årets beste dag!

Hallo ihr Lieben!!

in der letzten Zeit war es ein bisschen ruhig hier im Blog, was vor allem daran lag, dass morgen die Examenswoche beginnt und alle mit Lernen beschäftigt sind. Der Schnee liegt zum Glück immer noch vor dem Fenster und mittlerweile ist es auch wieder so kalt, dass alles schön vereist ist (v.a. die Gehsteige, was die hohe Rate an Schenkelhalsbrüchen in Norwegen erklärt....)

Vielen vielen Dank an euch alle für die lieben Glückwünsche und auch Packerl... ich hab mich unglaublich gefreut!
Gestern waren wir bei einer Wohnungseinweihungsfeier eingeladen und da es dann schon nach Mitternacht war, wurde auch gleich auf meinen Geburtstag angestoßen.
Heute früh (es war noch stockfinster vor unserem Fenster) bekam ich auch einen Anruf aus Österreich, wo die Helligkeit nicht ganz so geizig ist wie hier (aber keine Sorge, wir verfallen noch nicht in Winterdepressionen, zumal wir die "schlimmste" Zeit auch gar nicht miterleben werden.... da sind wir schon wieder daheim :)

Und dann gab es ein leckeres WG-Frühstück und es war total nett, dass sich alle so viel Zeit genommen haben! Zuza und Benoît (unsere polnisch-französischen Mitbewohner) haben einen Kuchen gebacken und ich hab alle 23 Kerzen auf einmal geschafft!! Da muss mein Wunsch dann ja in Erfüllung gehen...

Jetzt werden wir noch versuchen, ein bisschen zu lernen, bevor dann am frühen Abend noch ein paar liebe Leute kommen und wir gemeinsam feiern. Schließlich hat man nur einmal im Jahr Geburtstag!

Euch einen wunderschönen Adventsonntag und TUSEN TAKK für eure Glückwünsche!!

Montag, 24. November 2008

Langrenn i Bymarka

Hallo zusammen!

Heute gibts dann doch Schneefotos (in den nächsten Tagen vielleicht noch mehr), die Teresa gestern nicht bieten konnte. Für nach dem Frühstück hatten wir mit Vivienne und Norbert, unseren deutschen Wohnungskollegen, ausgemacht, zum Langlaufen in die Bymarka zu fahren. Bevor wir aber ans andere Ende von Trondheim fahren konnten, mussten wir erstmal das Auto einsatzfähig machen. Und das beschränkte sich heute nicht nur auf Scheiben freikratzen, sondern wir mussten außerdem die Türen mit Heißwasser behandeln, um überhaupt irgendeine aufzukriegen. Dabei hat Teresa erkannt, warum manche Leute, die viel Auto fahren, den Winter nicht so mögen.

Die Temperaturen waren auch den restlichen Vormittag über recht kalt, aber dafür gab es keinen Niederschlag. Wir haben das Auto ziemlich am Rand der Bymarka stehen lassen, um nicht weiter hoch auf eisigen Straßen fahren zu müssen. Dadurch durften wir anfangs immer bergauf laufen. Ich muss sagen, es geht immer besser, auch wenn die Norweger an manchen Steilstellen einfach so hochlaufen, wo wir immer wegrutschen. Wahrscheinlich haben gut präparierte Wachsski doch was für sich! Außerdem fahren sie mit ihren Langlaufski teilweise ganz schön wild die Waldwege runter. Wir dachten am Anfang eher, dass der abschüssige Rückweg ziemlich schwer wird. Die Steigungen waren dann aber am Ende eher lustig und es hat großen Spaß gemacht.
Eine Skitour, wie mancher Leser sich vielleicht wünscht, war das natürlich nicht gerade, eher ein Langlauf-Spaziergang. Aber wir lernen dazu. Ich für meinen Teil kann ja auch gar keine Skitouren gehen, sondern versuche 3 Jahre nach meinen ersten Skischritten viel mehr, etwas sicherer zu werden.

Zurück in unserem Heim haben wir den restlichen Tag mit Lernen verbracht. Ich habe diese Woche weitestgehend keine Vorlesungen mehr, um auf die Examen in der nächsten (anstrengenden) Woche lernen zu können. Zwischen den einzelnen Klausuren wird für die Vorbereitung ja eh keine Zeit bleiben.
Außerdem haben wir gerade auch mein neu erworbenes Gebraucht-Fahrrad mit "piggdekk" (Spikereifen) ausgerüstet, damit ich morgen gut in die Uni komme.

Viele Schneegrüße

Sonntag, 23. November 2008

Pepperkake

Hei hei!

Nachdem uns von den bisherigen Langlaufaktivitäten (gestern waren wir etwas weiter in der Strindamarka, allerdings sind uns die Steilstücke sowohl bergauf als auch bergab noch nicht ganz geheuer) noch einige "Andenken" (=Muskelkater) geblieben sind, hat sich heute das Alternativprogramm Lernen und Pfefferkuchen/Kekse backen ergeben. Unsere Mitbewohner hatten da ganz schönen Ergeiz und haben unterschiedlichste Teige vorbereitet. Unser Part war, dass wir die Ausstechformen beigesteuert und beim Ausstechen auch ganz ordentlich genascht haben... Das war sehr fein :)
Am Nachmittag haben wir einen Schneespaziergang nach Dragvoll gemacht und es war richtig schön durch den Schnee zu stapfen. Bin richtig froh, dass ich meine Schneestiefel doch mitgenommen hab, obwohl es damals im Juli beim Packen sehr seltsam war, den meisten Platz im Koffer für Wintersachen zu brauchen. Es war heute wieder ganz schön kalt, nachdem es gestern sogar so warm war, dass es auf den schönen Schnee geregnet hat. Sooo eine Frechheit! Aber zum Glück geht die Temperaturprognose in den nächsten Tagen tendenziell nach unten.
Besonder schöne Schneebilder gibt es noch nicht, aber nicht zuletzt durch den Wintereinbruch "im Süden" müssen wir euch nicht mehr demonstrieren, wie eine verschneite Landschaft ausschaut.
Wir konnten in Dragvoll im Übrigen zwar ins Unigebäude (mit unserer Studentenkarte plus Pincode), allerdings waren die Klaviere in den Hörsälen für uns nicht zugängig. Das war schade. Aber der Winterspaziergang hat sich auf alle Fälle gelohnt. Nordlicht gab es leider keines, dafür aber eine Sternschnuppe am Himmel. Auch nett...
So, jetzt werde ich mit der Maschenprobe von Zachis Pullover beginnen.

Euch eine gute neue Woche!

PS: auch auf diesem Weg noch einem vielen vielen herzlichen Dank für die Packerl, die wir am Samstag sowohl im Postkasten als auch bei der Post vorfanden! Bis auf das "Fresspaket", das schon geöffnet wurde, werden die anderen bislang noch unter meinem Bett gehortet und erst in einer Woche hervorgeholt. Ich freu mich schon sehr!

Freitag, 21. November 2008

Langrenn

Hallo aus dem mittlerweile tiefst verschneiten Trondheim!

Ich beginne gleich mit der Neuigkeit des Tages: wir haben uns nach längerem Überlegen und Suchen Langlaufski zugelegt [@Peter: das Geld, das man sich am Busticket spart, kann man da ja gleich wieder anderswertig anlegen]. Schlussendlich wurden es dann doch Schuppenski.
Natürlich sind wir heute Abend sofort raus (man kann direkt vor der Haustür die Ski anschnallen) in die Strindamarka, und die Dunkelheit war dank Flutlicht und unseren Kopflampen zum Glück kein Hindernisgrund. Der einzige Haken (neben unserer fehlenden Technik... ich war beispielsweise das letzte Mal als Kind langlaufen und hab mir leider nicht viel davon gemerkt...) war, dass die Strindamarka ja ziemlich bergauf und bergab geht. Aber die Stellen, die flach waren, haben schon richtig Spaß gemacht. Wir haben uns vorgenommen, jetzt regelmäßig weiter zu üben und dann wird das hoffentlich auch mit der Techik besser. Zum Glück konnten uns unsere Wohnungskollegen etwas weiterhelfen, die haben ja auch ihre Langlaufskier nach Norwegen mitgenommen und sind da etwas erfahrener.

Ansonsten gibt es noch zu erwähnen, dass gestern wieder eine Extrem-Wetterwarnung für Trondheim gab und wir hatten auch tatsächlich einen ziemlichen Schneesturm hier. Aber wenn man im Holzhäuschen sitzt und heiße Schokolade trinkt, kann man ihn auch genießen :)
Die (Auto)Fahrverhältnisse auf der Straße sind leider nicht so toll, man muss wirklich sehr sehr vorsichtig fahren (und das überlasse ich auch immer gerne dem Zachi...).
Dafür kann ich berichten, dass die Spikereifen sehr gut greifen und das es schon gut war, auf die Norweger zu hören. Meine Studienkollegen meinten, dass die beste Investition hier Spikereifen sind, die hier im übrigen "piggdekk" heißen. Ohne solche kann man im Winter wirklich nicht Rad fahren und mit Winter ist hier die Zeit bis Mitte April zu bezeichnen. Böse Zungen behaupten, es gebe hier sowieso nur 2 Jahreszeiten (Winter und Sommer)... wir werden sehen und berichten.

Also dann, viele Grüße und ich hoffe, dass wir morgen ein paar schöne Schneefotos herzeigen können!

Mittwoch, 19. November 2008

Fjord Instruments

Hei!

Bevor ich heute vielleicht wenigstens ein bisschen früher ins Bett gehe, um mein Schlafdefizit auszubessern, will ich noch kurz was über meinen gestrigen Besuch in Bergen schreiben. Warum war ich schon wieder dort? So nah ist es nun wirklich nicht. Aber unser "Seismic Waves"-Kurs hatte das Glück, von der Firma "Fjord Instruments" eingeladen zu werden. Dieser Betrieb gehört zu Schlumberger und stellt in Knarvik nahe Bergen Streamer (für marine Seismik) her.

Die Organisatoren hatten unseren Hinflug für 6.30 Uhr ab Lufthavn Trondheim-Værnes und unseren Rückflug mit Ankunft um 23.30 Uhr ebendort gebucht. Daher durften wir wieder sehr früh aufstehen und aus dem Flugzeug hat man leider auch nichts als schwarz gesehen. In Bergen-Flesland wurden wir von einem Bus abgeholt und nach Knarvik gebracht. Nach der erstaunlich ausführlichen Sicherheitseinführung (wahrscheinlich wollten sie zeigen, wie groß Sicherheit bei ihnen geschrieben wird) haben wir einige Vorträge gehört (mehr und minder interessant) und Essen in der Betriebskantine bekommen. Am Nachmittag durften wir die Fertigungshallen besichtigen, was sehr interessant war.

Um 16 Uhr wurden wir ins Zentrum von Bergen gefahren und durften in demselben "Peppes Pizza" Restaurant speisen, wo Teresa und ich schon vor zweieinhalb Wochen waren. Nach dem feinen Essen hatten wir sogar noch Zeit, ein bisschen durch die Stadt zu schlendern, was wir in einer bunt gemischten Erasmus-Norweger-Gruppe auch getan haben. Der Heimflug war trotz Müdigkeit auch ganz in Ordnung. Auf der Heimfahrt vom Flughafen waren die Straßen allerdings etwas verschneit, sodass wir sehr vorsichtig waren.

Über Nacht hat es dann noch mehr geschneit und heute Morgen war alles weiß. Eine unserer Wohnungskolleginnen wollte (und ist wohl auch) dementsprechend mit den Ski in die Uni fahren. Hoffentlich haben die dabei nicht so sehr gelitten. Während Teresa den Bus genommen hat, bin ich wieder mit dem Fahrrad herumgerutscht. Und diesmal wirklich, da einfach zu viel Schnee und Matsch für Reifen ohne Profil lag. Auf dem Heimweg musste ich dann über weite Strecken schieben.

Für Teresa haben wir am Abend Spike-Reifen gekauft. Dadurch lässt sich dann hoffentlich die Buskarte vermeiden. Allerdings mussten wir dazu relativ lange suchen, da die günstigen Modelle derzeit alle ausverkauft sind. Nach dem erfolgreichen Kauf haben ich/wir die Reifen dann auch gleich noch montiert. Die Bremsen waren natürlich auch wieder nachzustellen. Damit sollte morgen dann ein guter Uniweg gesichert sein.

Vennlig hilsen

Dienstag, 18. November 2008

Sie ist nicht mehr (lange) da

Hallo aus dem verschneiten und dunklen Trondheim!
Naja, um diese Uhrzeit (kurz vor Mitternacht) darf es ja auch schon finster sein. Allerdings finde ich es nicht ganz so berauschend, dass die liebe Sonne sich (wenn sie sich zeigt) schon um ca 15h wieder verzieht. Andererseits bekommt man dann auch schöne Sonnenuntergänge zu sehen, und das, ohne lang aufbleiben zu müssen :)

Das Foto wurde gestern um exakt 15h15 aufgenommen, im Bild sieht man auch die tolle Hochspanungsleitung und das Hochhaus von Risvollan, das auch vom Flugzeug aus gut sichbar war und unter anderem unsere Bibliothekszweigstelle, das Ärztezentrum und meinen Wollladen beherbergt.

Während Zachi heute in Bergen war (er wird sicher einiges selbst zu berichten haben), durfte ich auf dem Weg zum Sprachkurs (und vor allem beim Weg zurück) einen richtigen Schneesturm miterleben. Die Betonung liegt in dem Fall vor allem bei Sturm. Da gefällt mir Sturm (plus Maroni) bei uns daheim besser, aber diese Zeit ist wohl auch schon vorbei.

Vor kurzem durfte ich bereits ein erstes Riesengeburtstagpaket (vielen, vielen Dank nochmal auf diesem Weg an die Absender!!) bei der Post abholen und jetzt steigt die Vorfreude auf die Geburtstags-, Advents- und Weihnachtszeit stündlich an!!

In den letzten Tagen habe ich auch ziemlich viel Nephrologie gelernt, da hab ich am 8.12. Prüfung, in Urologie haben wir leider noch keinen Prüfungstermin, weil der Professor jetzt in Krankenstand und eigentlich auch schon in Pension ist.... etwas kompliziert, aber wir haben schon eine Alternativlösung in die Wege geleitet, sodass auch das hoffentlich noch vor Weihnachten klappt. Dann kann ich mir in der Folge das Modul "Metabolismus und Elimination" (wie das Grazer Medizincurriculum zu den beiden Fächern sagt) anrechnen lassen!!

So, jetzt werde ich mich auch auf den Weg ins Bett machen, morgen beginnt mein Praktikum in Pädiatrie auf der Neugeborenenstation, da freu ich mich schon.

Bis demnächst!

Sonntag, 16. November 2008

Er ist da

Hei alle sammen!

Nach meiner Vermutung über den Benzinpreis darf ich gleich zu Beginn zu Protokoll geben, dass der Liter Diesel und auch der Liter Normalbenzin nun unter 10 NOK kosten. Das wird sich wahrscheinlich gleich morgen wieder ändern (wie an jedem Wochenbeginn), aber immerhin.

Nun einige Worte über unser Wochenende. Der gestrige Tag ist schnell erzählt. Wir sind unserer Hausputzverpflichtung nachgekommen, die alle drei Wochen ansteht, und haben viel Wäsche gewaschen. Dabei habe ich mir ungeschickterweise ziemlich arg den Rücken am Waschbecken angestoßen, sodass es jetzt noch weh tut.
Für den Abend haben wir Kristina, Stephi und Torsten (und andere, die nicht konnten...) eingeladen, um Film(e) zu schauen. Dazu haben wir am Nachmittag in der Bibliothek "Kristin Lavransdatter" ausgeliehen. Das ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Sigrid Undset, die einen der drei norwegischen Literatur-Nobelpreise eingeheimst hat. Den Film mit der epischen Länge von 3 Stunden fanden wir allerdings nicht so prickelnd. Es ist eben ein Mittelalterfilm. Aber selbst die weiblichen Zuschauer konnten den Verkleidungen nichts abgewinnen. Nach diesem Film und feinen Zimt-Muffins von Kristina haben wir dann lieber nichts mehr geschaut, da alle zu müde waren. Ich hätte ja noch einen weiteren norwegischen Film mit dem wunderschönen Namen "Mongoland" anzubieten gehabt...

Heute haben wir das Ausschlafen genossen und aus dem Fenster dem in kurzen Intervallen wechselnden Wetter zugeschaut. In einer der sonnigen Phasen beschlossen wir dann laufen zu gehen. Aber kaum waren wir 100 m vom Haus entfernt, gabs auch schon dichtes Schneegestöber. Wir sind dann trotzdem weitergelaufen und haben eine kleine Runde durch die Strindamarka gedreht. Später gabs dann feines Essen, das an die Küche zu Hause erinnerte. Wir haben Sauerkraut mit Leberwurst und Kartoffelpüree gemacht.
Seit wir wieder drin waren, hat es draußen wohl noch etwas mehr geschneit und vor allem ist auch die Temperatur runtergegangen, sodass auch was liegen bleiben konnte. Jedenfalls lag eine richtig schöne Schneeschicht, als wir um acht Uhr ins Orgelkonzert fahren wollten. Wir sind dann trotzdem gefahren und haben vorsichtig die Schlittenfahreigenschaften der norwegischen Straßen ausprobiert. Mit Räumen und Streuen haben es die Norweger nämlich nicht so...
Das Konzert war wieder in der Vår Frue Kirke. Ein Orgelprofessor aus Oslo hat Werke deutscher romantischer Komponisten gespielt: Brahms, Schumanns 6 BACH-Fugen und von Ritter die Sonate Nr. 3. Das Konzert hat uns sehr gut gefallen.

Und nun sind wir gespannt, wie sich die vorweihnachtliche Schneepracht (und das Radfahren auf der selbigen) weiterentwickelt.

Beste hilsen

Freitag, 14. November 2008

Exxon-Präsentation und Interview

Hei!

Nun ist die zweite Novemberwoche auch vorüber. Für mich war einiges an Uni und wieder Sprachkurs. Und schönes Klavierspielen jeweils nach dem Sprachkurs in Dragvoll. Die Schubert-Fantasie ist wunderschön und vielleicht schaffen wir es ja bis Dezember, sie angemessen aufzuführen.
Ansonsten waren Fabienne und ich heute mit unserem Promax-Projekt sehr erfolgreich und haben den Text zu Ende geschrieben. Man könnte die Daten natürlich noch viel weiter bearbeiten, um ein besseres Abbild des Untergrunds zu erzeugen, aber wir finden, das bisherige reicht aus. Schließlich haben wir schon genug Fehlermeldungen erzeugt. Und 20 Seiten für die Dokumentation sind ebenfalls genug.
Achja, mein Aufsatz über "Approaching the Vagabonds of the Solar System" wurde letztes Wochenende auch fertig. Zu meinem Unverständnis wird der aber (im Gegensatz zum Promax Projekt) nicht in die Endnote des betreffenden Fachs eingehen. Nach einer Beschreibung der verschiedenen Himmelkörper in Erdnähe, die kleiner als Planeten sind, folgten Missionen zu diesen und zum Schluss einige denkbare Möglichkeiten der planetaren Verteidigung, falls ein Asteroideneinschlag bevorstünde.
Am Mittwochabend war außerdem wieder eine Firmenpräsentation in der PetGeo-Fakultät. Diesmal hatte sich der weltgrößte Konzert Exxon Mobil angekündigt. Die Präsentation war dementsprechend professionell. Und Pizza gabs auch wieder. Am nächsten Tag habe ich dann ein Screening Interview für einen Sommerjob mitgemacht. Es kann ja nicht schaden, die Situation zu kennen und etwas zu üben. Wir haben unser Gespräch dann auf Norwegisch geführt, was aber ganz gut ging, sodass er Interviewende am Ende ganz erstaunt war, dass ich die Sprache erst seit Frühjahr erlerne. Das hört man doch gerne. Und ein bisschen Sprachpraxis kann ja nicht schaden.
Achja, zum Thema Öl fällt mir ein: Der Benzinpreis hier ist derzeit so niedrig, wie wir es noch nicht gesehen haben. Mit den 10,19 NOK von heute könnte es sogar sein, dass wir bald einen einstelligen Betrag auf der Anzeigentafel lesen dürfen. Wie sieht das zur Zeit in Mitteleuropa aus?

Für das Wochenende haben wir nicht viel geplant. Es soll leider auch eher regnen. Nachdem die Straßen gestern sehr glatt waren, ist es heute aber wieder geradezu warm. Die Sonne allerdings steht auch um die Mittagszeit nur knapp über dem Horizont, wobei dieser natürlich nicht bei 0° (wie z.B. am Meer) liegt, sondern aus einem bewaldeten Hügel besteht. Trotzdem beunruhigend! Aber den Tiefpunkt am 21. Dezember werden wir ja gar nicht miterleben. ;)

Viele Grüße

Dienstag, 11. November 2008

Zimtschnecken statt Martinigänsen

Hallo ihr lieben Leser!

Keine Sorge, wir sind hier oben im Norden noch nicht komplett eingeschneit und die Sonne geht auch noch jeden Tag auf (allerdings auch jeden Tag wieder ein ganzes Stück früher unter).
Der Grund für unser Stillschweigen auf diesem Blog war eher, dass es einerseits nicht so sonderlich Aufregendes zu berichten gab und wir andererseits trotzdem ganz schön viel zu tun hatten und auch noch immer haben...
Das Wetter ist zur Zeit ganz ok, es ist wieder wärmer geworden und hat über Tags Plusgrade, was das Fahrradfahren wesentlich angenehmer macht. Mittlerweile haben schon einige andere von unseren Kollegen von mehr oder weniger bösen Fahrradstürzen zu berichten gewusst, unser Mitbewohner hat sich leider wohl auch seinen Laptop dabei angeschlagen. Tja, die Alternativmöglichkeiten zu Radschlittern sind wohl Busticket oder Spikereifen. Hat jemand mit letzteren eigentlich Erfahrung?
Heute war wieder Norwegischkurs und ich wollte eigentlich zum Martinstag Gänse aus Germteig backen, allerdings war mir das für 20 Leute dann doch zu viel Arbeit und ich habe mich mit Zimtschnecken versucht.
Nach dem Kurs haben Zachi und Sunna (eine deutsche Mitstudentin aus dem Norwegischkurs) in Dragvoll, wo in einigen Hörsälen Klaviere stehen, an Schuberts Fantasie in f-Moll (4-händig) weitergeübt. Ich dürfte glücklicherweise zuhören und hab nebenher ein bisschen weitergestrickt. Schön langsam geht es bereits immer besser mit den Norwegermustern. Allerdings wünscht sich Zachi (leider) keine Handschuhe, sondern (bescheiden wie er ist) hätte er gleich gerne einen Norwegerpulli. Mal schauen, ob ich mich daran auch schon wagen soll...

Also dann, wir müssen schauen, dass unser Brot in den Ofen kommt.
Euch einen schönen Abend und viele liebe Grüße aus Trondheim!

Freitag, 7. November 2008

Nidar-Schokoladenfabrik

Einen wunderschönen guten Abend!

Heute gibts (wie von einem normalen Unitag zu erwarten) nicht so viel zu berichten. Besondere Lust hatte ich auch nicht auf meinen "Seismic Data Processing" Kurs mit Promax, da wir letztes Mal (wieder) Probleme hatten, die wir alleine nicht lösen konnten. Für heute war angekündigt, dass der Betreuer mal wieder da sein würde, und wir dachten, er würde für Fragen zur Verfügung stehen. Allerdings war das nicht seine Meinung. Er hat viel lieber noch einen neuen Processingschritt eingeführt: Predictive und Spiking Deconvolution. (Wem das jetzt was sagt, der kann ja gleich zu ner Ölfirma gehen...) Und so durften wir das auch noch einfügen und kamen nicht wirklich weiter. Etwas frustrierend ist das schon manchmal.

Am Nachmittag waren wir dann mit Teresas Medizinkollegen im Fabrikverkauf der Nidar-Schokoladenfabrik Richtung Lade, wo man sich auch ganz gut durchnaschen kann. Außerdem haben wir "Lade City" besucht und kennen jetzt dann bald alle Einkaufszentren der Region (würde ich sagen).

Fürs Wochenende habe ich mir vorgenommen, den Aufsatz über Meteoriten für Romteknologi zu schreiben. Hoffentlich wird das was... Zur Zeit habe ich das Gefühl, dass alles etwas zu viel ist (was bei 45 ECTS ja auch nicht wirklich verwunderlich ist), besonders nachdem ich jetzt erfahren habe, dass ich in der ersten Dezemberwoche gleich 5 Prüfungen habe bzw. 19 h Examen, wenn man den darauffolgenden Montag noch mit dazuzählt. Aber dafür kann ich dann danach gleich schon heimfliegen. Ich freu mich schon.

Liebe Grüße

Mittwoch, 5. November 2008

Bergen (Teil 2)

Hei!

Nachdem ich den heutigen Fahrradsturz auf der spiegelglatten Straße -bis auf einige Abschürfungen- gut überlebt habe, darf ich nun weiter von unserem Bergentrip berichten.

Zachi hat ja die gestrige Ausführung damit beendet, dass es am Samstag Abend dann schlussendlich doch -wie es sich für Bergen gehört- zu regnen begonnen hat. Zum Glück war im großen Einkaufszentrum Galeriet, das sich über 6 Stockwerke mit Rolltreppen zieht, einiges zu erkunden und dann war Ulrike auch mit ihrer Probe fertig und wir haben gemeinsam bei ihr zu Hause gekocht. Sie wohnt in einem Studentenwohnheim direkt neben dem Unikrankenhaus (Haukeland sykehus heißt es in Bergen, in Trondheim ist es ja das St. Olav sykehus und Oslo hat wiederum das Rikshospital, wo die Medizinstudenten unterrichtet werden).
Am nächsten Tag (Sonntag) hat es von der Früh geregnet und deswegen hatten wir keine besondere Eile sondern haben erstmal ausgiebig gefrühstückt. Danach machten wir uns auf um das Stadtviertel "Bryggen" zu erkunden. Hier stehen die bekannten Holzhäuser (bzw. eine Häuserzeile, da sehr viel durch Großbrände zerstört wurde) der Hanseaten, die ja über einen recht langen Zeitraum das Leben Bergens mit ihrem Handel geprägt haben.
Wir haben uns dann auch noch den Rosenkranztårnet angeschaut, den man von unten nach oben über kleine Gänge und viele Zimmer durchwandern kann. Oben hat man dann einen netten Ausblick auf Bryggen und den Hafen, diesmal von der anderen Seite (also fast schon so, also ob man sich im Fjord befindet). Für das hanseatische Museeum waren wir dann aber leider schon zu spät und deswegen wollten wir ins Kunstmuseum gehen. Allerdings hatten wir auch dafür nur mehr 1 h Zeit, da in der Nebensaison (und die ist jetzt im Moment eindeutig, wie wir schon auf den Lofoten festgestellt haben, kommen aller Touristen wohl wirklich nur im Sommer) die Öffnungszeiten stark eingeschränkt sind. Und montags haben ja auch hier viele Museen zu.
Also sind wir recht schnell durch 2 von 3 Museen, die zusammengehören, gegangen, haben auch einige Munch-Bilder gesehen und viele von anderen norwegischen Künstlern, was ich auch einmal interessant fand. Aber die Zeit war doch recht knapp und irgendwann schaltet man einfach "ab".
Danach haben wir wiedermal ein "all you can eat" Pizza-Buffet genossen, was hier in Norwegen eine verhältnismäßig günstige Sache ist. Und um 19h30 war dann auch schon Ulrikes Konzert. Ihr Chor hat (passend zu Allerheiligen) das Mozart Requiem gesungen, was sehr schön war. Trotzdem bleibt mein Favorit "Ein deutsches Requiem" von Brahms, das wir mit dem Weizer Musikschulorchester schon mal gespielt haben.

Am Montag war dann unsere letzter richtiger Tag in Bergen und nachdem wir am ersten Tag ja schon den Stadtteil "Nordnes" (der wie eine Landzunge in den Fjord hineinreicht) erkundet haben, waren wir im Univiertel, haben das geophysikalische Institut (von außen) bewundert und auch das tolle Studentenhaus besichtigt, wo es u.a. Hallenbad und Sauna gibt. Das haben wir im Trondheimer Studentsamfundet leider nicht.
Das Stadtviertel war sehr reizvoll, einerseits gibt es den kleinen aber hübschen Nygårdspark, andererseits viele nette Holzhäuschen, vor allem in den älteren Teilen der Stadt. Alle schönen Bilder haben hier ja leider nicht Platz. Aber ihr bekommt eine hübsche Auswahl!

Zum Abschluss waren wir dann noch im "Akvariet" (Aquarium) der Stadt, mit einer netten Auswahl an Reptilien und Fischen und auch Pinguinen und Robben.
Am Abend haben wir noch einmal ganz fein mit Ulrike gekocht (Gemüsesuppe und dann Waffeln) und uns lange unterhalten. Wirklich schade, dass sie damals nach Bergen gegangen ist, wir haben uns schon beim Sprachkurs sehr sehr gut mit ihr verstanden. Allerdings ergab sich dadurch jetzt auch die Möglichkeit für diesen spontanen Kurzbesuch, was auch sehr nett war.
Der Flug zurück nach Trondheim ging schon um 6h40 und wir mussten daher bereits um 4h aufstehen und eine kleine Morgenwanderung zur Bushaltestelle des Flughafenbusse unternehmen. Es ging dann aber alles recht schnell und auf dem Heimflug konnten wir noch einen schönen Sonnenaufgang (ganz rot!) erleben, bevor es wieder in den Trondheimer (Uni)Alltag ging.

So, wir hoffen, dass ihr einen kleinen Eindruck von Bergen gewinnen konntet. Hiermit sei im Übrigen eine absolute Reiseempfehlung ausgesprochen! Und wer Gummistiefel braucht: noch nie habe ich so eine große Auswahl an Gummistiefel und Regenmänteln gesehen :) [Und nirgends kann man sie so gut gebrauchen, auch nicht in Wien und Mainz... Übrigens gabs dort so ziemlich alles aus "Regenstoff", auch Kleidchen.]

Einen schönen Abend, ha det!

Dienstag, 4. November 2008

Bergen (Teil 1)

Hallo zusammen!

An diesem Wochenende haben wir es also endlich geschafft, den Vorurteilen der Trønder gegenüber den Bergensern auf den Grund zu gehen. Und wie so oft dürfte an den Aussagen natürlich etwas Wahres dran sein, der Hauptgrund ist aber wahrscheinlich die Rivalität bzw. gar der Neid.

Bergen ist nun eben einmal mit 250 000 Einwohnern unbestreitbar die zweitgrößte Stadt Norwegens. Und man muss sagen, in Bergen fühlt man sich auch deutlich mehr in einer Großstadt als in Trondheim. Das könnte einerseits daran liegen, dass Bergen durch 7 relativ steil aufragende Berge eingeschlossen wird, sich also nicht weiter ausbreiten konnte und damit dicht gedrängter wirkt als Trondheim. Zum anderen hatte Bergen schon im Mittelalter u.a. auch über die Hanseaten viel Kontakt zur "großen weiten Welt" - wahrscheinlich mehr als zum Hinterland, wie auch der Spruch "Ich komme aus Bergen, nicht aus Norwegen" vermuten lässt.

Eine Sache, die hingegen in Trondheim größer ist, ist die NTNU, unsere Uni, auch wenn selbst diese Rangfolge zu Uneinigkeit führt. Außerdem ist Rosenborg Trondheim der norwegische Fußballrekordmeister (u.a. 1992-2004 und 2006), Brann Bergen hingegen der Meister des letzten Jahres (was unseren Sprachlehrer heute nicht daran gehindert hat, Brann als dårlig = schlecht zu bezeichnen).

Nun fehlt zu dieser Einführung in die Meinungslage eigentlich nur noch der allgegenwärtige Spruch, dass es in Bergen doch die ganze Zeit regnet. Ganz von der Hand zu weisen ist diese Behauptung allerdings nicht, da es in Bergen mit über 2500 mm Niederschlag und 250 Regentagen im Jahr mehr als dreimal so viel regnet wie in Karlsruhe oder Graz. Damit ist Bergen die regenreichste Großstadt Europas.

Das waren also unsere Vorkenntnisse, bevor wir am Samstagmorgen in den Norwegian-Flieger stiegen und die Reise, die mit dem Auto einen Tag und mit dem Zug 16 Stunden dauert, innerhalb von 50 Minuten hinter uns brachten. Samstag früh war es hier in Trondheim ja noch recht glatt, aber sonnig, sodass der Flug wirklich toll war. Außer dem Blick auf Trondheim selbst haben wir auf eine verschneite Winter- und Gebirgslandschaft bei Sonnenaufgang herabgeblickt. Dabei sind wir auch über das Trollheimen-Gebirge geflogen, wo wir den Snota (siehe frühere Berichte) gut erkennen konnten. Jetzt liegt dort schon um einiges mehr Schnee!

In Bergen haben wir dann den Flybussen genommen, der einen in einer halben Stunde vom Flughafen in die Stadt bringt. Anschließend sind wir mit einem weiteren Bus zu Ulrike gefahren, einer Freundin aus dem Sommer-Sprachkurs, die uns freundlicherweise Unterkunft gewährte. Sie hatte am Wochenende viele Proben für das Konzert am Sonntag, sodass wir die Stadt häufig alleine erkundet haben. Dabei sind wir eigentlich immer zu Fuß gegangen, wodurch wir einen recht guten Eindruck bekamen. Den ersten Überblick haben wir uns auf einem Spaziergang über den Fløyen (einer der 7 Berge) verschafft. Und es hat nicht geregnet, im Gegenteil: Sonne! Von da oben überschaut man die ganze Stadt und den Fjord und ist trotzdem nah genug dran, um Details zu erkennen, u.a. das alte hanseatische Stadtviertel Bryggen und die Festung.

Unten im Stadtzentrum sind wir am Samstag kurz über den Fischmarkt und bei Bryggen vorbei gegangen und haben uns die Halbinsel Nordnes mit hübschen kleinen Gässchen und Parks angeschaut, wo u.a. das Aquarium steht. Besonders geehrt durfte ich mich dann wegen eines Hauses und eines Cafes fühlen, die meinen Namen tragen (wo gibt's denn sowas?).

Am Abend hat es dann doch noch angefangen zu regnen, aber mehr davon im 2. Teil unseres Bergen-Berichts.

Hilsen

Zurück aus Bergen

Hei!

wir sind heute schon um kurz nach 4h in der Früh aufgestanden, um den Flieger von Bergen nach Trondheim zu nehmen. Wir hatten einen wunderschönen Besuch bei Ulrike und haben eine nicht minder reizvolle Stadt kennen gelernt. Einen kleinen Vorgeschmack gibt dieses kurze Video von einem der 7 Berge Bergens, dem Fløyen.
Jetzt geht es den ganzen Tag weiter mit Uni und ein genauer Bericht folgt in Bälde, frühestens jedoch heute abend.

Viele Grüße,