Nachdem ich den heutigen Fahrradsturz auf der spiegelglatten Straße -bis auf einige Abschürfungen- gut überlebt habe, darf ich nun weiter von unserem Bergentrip berichten.
Zachi hat ja die gestrige Ausführung damit beendet, dass es am
Samstag Abend dann schlussendlich doch -wie es sich für Bergen gehört- zu regnen begonnen hat. Zum Glück war im großen Einkaufszentrum Galeriet, das sich über 6 Stockwerke mit Rolltreppen zieht, einiges zu erkunden und dann war Ulrike auch mit ihrer Probe fertig und wir haben gemeinsam bei ihr zu Hause gekocht. Sie wohnt in einem Studentenwohnheim direkt neben dem Unikrankenhaus (Haukeland sykehus heißt es in Bergen, in Trondheim ist es ja das St. Olav sykehus und Oslo hat wiederum das Rikshospital, wo die Medizinstudenten unterrichtet werden).Am nächsten Tag (Sonntag) hat es von der Früh geregnet und deswegen hatten wir keine besondere Eile sondern haben erstmal ausgiebig gefrühstückt. Danach machten wir uns auf um das Stadtviertel "Bryggen" zu erkunden. Hier stehen die bekannten Holzhäuser (bzw. eine Häuserzeile, da sehr viel durch Großbrände zerstört wurde) der Hanseaten, die ja über einen recht langen Zeitraum das Leben Bergens mit ihrem
Wir haben uns dann auch noch den Rosenkranztårnet angeschaut, den man von unten nach oben über kleine Gänge und viele Zimmer durchwandern kann. Oben hat man dann einen netten Ausblick auf Bryggen und den Hafen, diesmal von der anderen Seite (also fast schon so, also ob man sich im Fjord befindet). Für das hanseatische Museeum waren wir dann aber leider schon zu spät und deswegen wollten wir ins Kunstmuseum gehen. Allerdings hatten wir auch dafür nur mehr 1 h Zeit, da in der Nebensaison (und die ist jetzt im Moment eindeutig, wie wir schon auf den Lofoten festgestellt haben, kommen aller Touristen wohl wirklich nur im Sommer) die
Öffnungszeiten stark eingeschränkt sind. Und montags haben ja auch hier viele Museen zu.Also sind wir recht schnell durch 2 von 3 Museen, die zusammengehören, gegangen, haben auch einige Munch-Bilder gesehen und viele von anderen norwegischen Künstlern, was ich auch einmal interessant fand. Aber die Zeit war doch recht knapp und irgendwann schaltet man einfach "ab".
Danach haben wir wiedermal ein "all you can eat" Pizza-Buffet genossen, was hier in Norwegen eine verhältnismäßig günstige Sache ist. Und um 19h30 war dann auch schon Ulrikes Konzert. Ihr Chor hat (passend zu Allerheiligen) das Mozart Requiem gesungen, was sehr schön war. Trotzdem bleibt mein Favorit "Ein deutsches Requiem" von Brahms, das wir mit dem Weizer Musikschulorchester schon mal gespielt haben.
Am Montag war dann unsere letzter richtiger Tag in Bergen und nachdem wir am ersten Tag ja schon den Stadtteil "Nordnes" (der wie eine Landzunge in den Fjord hineinreicht) erkundet haben, waren wir im Univiertel, haben das geophysikalische Institut (von außen) bewundert und
auch das tolle Studentenhaus besichtigt, wo es u.a. Hallenbad und Sauna gibt. Das haben wir im Trondheimer Studentsamfundet leider nicht.Das Stadtviertel war sehr reizvoll, einerseits gibt es den kleinen aber hübschen Nygårdspark, andererseits viele nette Holzhäuschen, vor allem in den älteren Teilen der Stadt. Alle schönen Bilder haben hier ja leider nicht Platz. Aber ihr bekommt eine hübsche Auswahl!
Zum Abschluss waren wir dann noch im "Akvariet" (Aquarium) der Stadt, mit einer netten Auswahl an Reptilien und Fischen und auch Pinguinen und Robben.
Am Abend haben wir noch einmal ganz fein mit Ulrike gekocht (Gemüsesuppe und dann Waffeln) und uns lange unterhalten. Wirklich schade, dass sie damals nach Bergen gegangen ist, wir haben uns schon beim Sprachkurs sehr sehr gut mit ihr verstanden. Allerdings ergab sich dadurch jetzt auch die Möglichkeit für diesen spontanen Kurzbesuch, was auch sehr nett war.
So, wir hoffen, dass ihr einen kleinen Eindruck von Bergen gewinnen konntet. Hiermit sei im Übrigen eine absolute Reiseempfehlung ausgesprochen! Und wer Gummistiefel braucht: noch nie habe ich so eine große Auswahl an Gummistiefel und Regenmänteln gesehen :) [Und nirgends kann man sie so gut gebrauchen, auch nicht in Wien und Mainz... Übrigens gabs dort so ziemlich alles aus "Regenstoff", auch Kleidchen.]
Einen schönen Abend, ha det!
3 Kommentare:
*gg* ist ja eigentlich ganz praktisch sowas! wieviel zeit ich mit schuhe putzen vertu...
Fantastisch was ihr so unternehmt!
Liebe Grüße in den Norden
M.A.
sowohl das schaufenster als auch die aussicht auf nicht-schuhe-putzen-müssen lassen mich wirklich überlegen, ob ich am nächsten dienstag zur beklohnung fürs examen ein paar trendige gummistiefel kaufe...
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