Samstag, 31. Januar 2009

Ladestien

Hei alle sammen!

Nachdem Teresa in der Bymarka zuletzt etwas auf Abwegen war, sind wir gestern gleich nochmal an dieselbe Stelle gefahren und haben uns im Langlaufen geübt. Die Loipen dort sind einfach etwas besser für Anfänger wie uns geeignet. Außerdem ist das Wetter zur Zeit zwar recht kalt, aber eben sehr schön und der Sonnenschein will genutzt werden. (Schon gleich zweimal, wenn zu Hause putzen und Wäsche waschen wartet. ;) Und die Loipen werden recht häufig neu gespurt und sind dadurch in einem guten Zustand. Gestern blieb Teresa dann auch tatsächlich wie verabredet auf dem Plateau...


Auch heute ging die Sonne für Steinan wieder kurz nach elf und ohne Wolken auf. Daher haben wir uns zusammen mit Stephi zu einem längeren Spaziergang auf der Lade-Halbinsel entschieden. Der Weg an der Küste entlang ist Teil des Ladestien, der an mehreren Kulturgütern vorbeiführt. Von unserer Einstiegsstelle aus hatte man außerdem einen recht guten Blick auf das Forschungszentrum von Statoil in Rotvoll. Da hat sich der norwegische Ölkonzern 1993 wirklich einen recht hübschen Bau mit schöner Aussicht über den Fjord genehmigt. Natürlich war der Pfad über weite Strecken vereist - teils glatt, teils gewellt wie in Beulen, teils klar, teils trüb. Dadurch brauchten wir für die Strecke um die Halbinsel etwas länger, was aber zumindest im sonnigen Teil niemanden störte. Vielleicht kaufe ich mir aber irgendwann doch noch Spikes zum Drunterziehen für die Schuhe - obwohl, das ist ja "uncool und nur was für ältere Leute" (Meinung mancher Norweger, andere sehen das ganz anders).

Der Ladestien und die Aussicht über den Fjord und später auch Richtung Bymarka und Vassfjellet waren jedenfalls sehr nett. Im Hintergrund des obersten Bildes mit Teresa ist die Insel Munkholmen (siehe Blogeintrag im Sommer) zu sehen. Am Ende entschieden wir uns dann, auch den Hügel "Ladehammer" zu besteigen und wurden mit einem sonnigen Blick über die Stadt belohnt. Sobald wir wieder aus der Sonne waren, wurde es dann doch recht kalt, sodass wir auf dem kürzesten Weg zum Auto zurückkehrten.
Im Sommer dürften die vielen netten Buchten, an denen der Weg vorbeiführt natürlich noch um einiges reizvoller sein, da sie sich auch vorzüglich zum Baden eignen würden.

Ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße

Donnerstag, 29. Januar 2009

Verirrt in der Bymarka

Hallo!

Montag und Dienstag in dieser Woche war wunderschönes Wetterund wir haben die Gelegenheit zum Langlaufen in der Bymarka, im Naherholungsgebiet der Trondheimer, genutzt. Hier gibt es die tollsten Loipen in der Umgebung und nicht alle sind so extrem steil bergauf und bergab. Auf einem Plateau direkt in der Nähe des Vintervatnet gibt es sogar richtig flache Loipen, wo man seine Runden ziehen kann und einem die Sonne direkt ins Gesicht scheint. Das kam in den letzten Wochen hier im Norden ja eher selten vor. Doch mittlerweile zeigt sich die Sonne auch wieder ganz passabel lang, jeden Tag wird es mehr Licht!

Am Dienstag war Torsten mit und ich dachte mir, ich lasse die beiden mal vorlaufen und gehe es mit meinem Muskelkater vom Vortag etwas gemütlicher an. Nach einiger Zeit wollte ich aber doch ein bisschen zum Vintervatnet fahren, weil da auch eine schöne Flache Loipe ging... Und weil's so schön war, bin ich auch noch ein bisschen weiter gefahren und irgedwann kam ich auf die gelb markierte Loipe, die vom Vintervatnet wegführt. Ich wusst nur leider nicht, dass es sich nicht um einen Rundweg handelt (Karte hatte ich natürlich keine mit) und nach einer guten Stunde war ich mir irgendwie sicher, dass ich falsch sein muss. Einen Norweger hab ich dann irgendwann getroffen und der lachte, als ich ihn nach "dem besten Weg" zurück zum Vintervatnet fragte. Jetzt, da ich die Karte gesehen hab, weiß ich warum er sich wohl darüber amüsiert hat. Er meinte, wenn ich den kürzsesten Weg haben will, soll ich genau da laufen, wo ich hergekommen bin. Das war mir dann aber zu dumm, zumal ich ja die ganze Zeit brav bergauf gelaufen bin.... Plötzlich hab ich dann auf der Lichtung den (vermeintlich richtigen) See gesehen (in Wahrheit war's aber der Skjelbreia, wo wir im Sommer schon mal waren - siehe Storheia Eintrag im August) und dachte mir, ich zweige schnell durch den Wald ab. Hab die Ski abgeschnallt und bin quer durch den Wald nach unten gerannt. Das war keine besonders glorreiche Idee, weil ziemlich viel Schnee lag und außer Tierspuren keine sonstigen Wege zu erkennen waren. Aber irgendwann gab es auch Skispuren und denen bin ich dann bis zur nächsten Loipe gefolgt und stand glücklich vor dem See, weil ich mir dachte, jetzt bin ich bald wieder da. Dachte ich mir. Da kam dann der nächste Norweger, den ich gefragt habe, in welche Richtung es zum Parkplatz geht. Er schaut mich mit großen Augen an, wie der Parkplatz heißt. Wusste ich natürlich nicht. Dann dämmerte es mir, dass ich vielleicht falsch bin und hab ihn gefragt, ob es sich bei diesem See denn nicht um den Vintervatnet handelt. Er hat sich wahrscheinlich gedacht, ich hab sie nicht mehr alle, aber war dann so nett, mir den Weg zurück zu erklären. Er meinte, es ginge 15 min bergauf. Dann schaute er mich an, machte eine kurze Pause und meinte naja du brauchst vielleicht, 20 min und dann flitze er davon (bergauf). Nach 10 min traf ich einen anderen Norweger und versicherte mich, dass ich auf dem richtigen Weg zur Skistua (Studentenhütte nahe dem Gråkallen) und dem Vintervatnet sei. Auf meine Frage, wie lang es noch dauern würde, meinte er: naja, so eine halbe Stunde dauert es schon, ist ja ziemlich steil.... ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht hab, aber es war ganz schön anstrengend, zumal ich meistens wirklich (mit den Skiern in der Hand) gelaufen bin. Schließlich wusste ich, dass Torsten und Zachi auf mich warten würden.
Als ich dann oben beim Vintervatnet war, war ich ganz schön fertig und hab mir vorgenommen, nie mehr ohne Karte und schon gar nicht allein in die Bymarka zu gehen. Denn verschneit und im Wald schaut für mich alles ziemlich ähnlich aus...

Ha det bra!

Montag, 26. Januar 2009

Åre

Hejsan, hoppsan alle sammen!

Wir wollen euch natürlich nicht länger auf die Folter spannen, was unseren Ausflug nach Åre betrifft. Heute war den ganzen Tag allerdings so schönes Wetter, dass wir in der Bymarka Langlaufen waren... (das verdient eigentlich einen eigenen Blogeintrag)

Nun aber zu dem verlängerten Wochenende in Schweden. Gemeinsam mit Stephie und Torsten, die beide an der Charité in Berlin Medizin studieren und ebenfalls in Steinan wohnen, sind wir Donnerstag um 6 Uhr losgefahren. Es ging relativ gut zu fahren und wir waren schneller (2h20) als erwartet in Åre. Zwar gerade rechtzeitig, um den Sonnenaufgang über dem großen Åre-See mitzuerleben, aber viel zu früh für die ganzen Lifte, die erst um 9:30 Uhr in Betrieb gingen.
Die erste Fahrt war gleich mit dem WM-6er (einen WM 8-er Sessellift gibt es auch, Åre war ja bekanntlich Austragungsort der Alpinski-WM 2007), wo jeder Sessel nach einem Ski-Weltmeister der vergangenen Jahre benannt war. Ich hatte aber den Eindruck, dass ich fast die einzige war, der die Namen was gesagt haben (O-Ton Torsten: "Wer ist Hermann Maier?").

Es war ein wunderschöner Tag mit fast wolkenlosem Himmel und tollem Panorama über den Åre-See. Wenn ich geahnt hätte, dass die nächsten Tage einen Wetterumschwung mit sich bringen würde, dann hätte ich noch mehr fotografiert...
Obwohl die ganz lange Gondel vom Tal an den Gipfel noch nicht offen war, konnten wir mit anderen Liften auch ganz hinauf (allerdings liegt das ganze Gebiet relativ niedrig, der höchste Berg Åreskutan ist 1420 m hoch). Das Lifthaus war ganz mit Schnee verkleidet und sah recht lustig aus (siehe Foto). Es waren allgemein relativ wenig Leute auf den Pisten (ist im Moment auch noch richtige Nebensaison) und ich fand, dass es sehr gut zu fahren ging. Allerdings waren einige Stellen ziemlich vereist... Zachi hat sich auch recht schnell wieder ans Ski fahren gewöhnt, obwohl ihm der Unterschied zu den Langlaufskiern deutlicher aufgefallen ist als mir. Ich war einige Male allerdings sehr froh, dass ich das Ski fahren bereits als Kind gelernt habe, gewisse Dinge werden dann zum Glück "automatisiert"....
Unsere Unterkunft war ein kleines gemütliches Holzhäuschen in Åre-Bjørnen, quasi dem Kinderparadies von Åre. Es ist der Teil vom Skigebiet, der etwas außerhalb des Hauptgebietes gelegen ist, aber mit Verbindungsliften kam man gut ins andere Gebiet. Und das absolut Nette war, dass man quasi direkt mit den Skiern vom Haus losstarten konnte. Wir haben mit der Unterkunft wirklich Glück gehabt, da im Moment Nebensaison ist und wir so zu fünft (ein Freund von Torsten war noch mit) sehr günstig gehaust haben.
Am zweiten Tag war das Wetter nicht mehr ganz so toll und wir sind mit dem Skibus ans andere Ende des Åre-Gebiets gefahren, nach Tegefjäll und Duved. Dort waren auch sehr schöne Pisten (mit weniger Eis) und wenig Leute. Allerdings war es ziemlich kalt und es war eine glückliche Fügung, dass an einigen Liften Wärmehäuschen aufgestellt waren, wo man sich hineinsetzen konnte!
Am Abend haben wir immer lecker gekocht und es ist ganz praktisch, dass Schweden deutlich niedrigere Lebensmittelpreise hat als Norwegen. Viele Norweger fahren auch zum Einkaufen (v.a. Fleisch und Alkohol ist viel billiger!) über die Grenze.
Norwegisch und Schwedisch wird zwar teilweise unterschiedlich geschrieben, ausgesprochen hört es sich allerdings recht ähnlich an, sodass wir ziemlch viel verstanden haben und uns einmal sogar länger mit Schweden unterhalten haben. Das ging echt erstaunlich gut, wir haben Norwegisch gesprochen und die anderen Schwedisch und wir haben uns verstanden. Allerdings haben die Schweden sich auch extra bemüht und sehr langsam und besonders deutlich gesprochen. Aber immerhin....

Stephie und ich haben am Abend übrigens immer gestrickt, während die Herren Skat gespielt haben. Hab jetzt zum ersten Mal ein bisschen Ahnung, wie dieses Spiel funktionieren soll....
Am dritten Tag war es ziemlich bedeckt und nebelig - ein bisschen Schneefall war auch schon dabei- und wir sind im Björnen-Gebiet geblieben (obwohl man auch direkt mit Skiern ins Hauptgebiet fahren konnte), weil dort so gut wie keine Leute und die Pisten ganz toll präpariert waren (kein Eis und Tiefschnee an den Seite, wo man schön reinfahren kan).
Am Samstagnachmittag hat es dann zu schneien begonnen und damit hatten wir am letzten Tag (Sonntag) wirklich tollen Schnee. V.a. das Tiefschneefahren hat mir getaugt! Eine rote Piste ("Skogis") ging (unpräpariert) über das ganze Stück durch den Wald und Zachi hat es sehr gefallen, wobei eine Fast-Begegnung mit einem Baum nicht ausblieb, aber zum Glück ist nichts passiert...
Es hat den ganzen Tag über geschneit und die Sonne hat sich nicht mehr blicken lassen, dafür war der Schnee eben ganz toll. Und da der Sonntag ein An-/Abreisetag war (die Unterkünfte gehen immer von Sonntag bis Donnerstag und Donnerstag bis Sonntag), war für ein Wochenende erstaunlich wenig los.
Die Heimfahrt ging auch wieder problemlos, da in Norwegen so gut wie kein Neuschnee lag und die Straßen ganz freigeräumt waren. Damit war ein schönes Wochenende zu Ende. Und da wir natürlich auch noch in Schweden eingekauft haben, bleiben uns auch ein paar kulinarische Erinerungen in den nächsten Tagen.

Ha det bra!

Mittwoch, 21. Januar 2009

Kurse

Hei!

Bevor ich gleich wieder in die Uni fahre, will ich nun doch mal etwas über die verschiedenen Vorlesungen schreiben, die ich mir bislang angeschaut habe. In diesem Semester sind es weniger von der Petroleums-Fakultät und mehr in der Physik.
Der Kurs, den ich mir unbedingt anhören wollte und der heute morgen um 8 auch schon zum dritten Mal stattgefunden hat, ist Geophysical Signal Analysis. Hier gibt es ein Skript, das bislang sehr komplett aussieht. Dennoch hat es sich bislang gelohnt in die Vorlesung zu gehen, da die Inhalte gut erläutert werden. Die Hälfte der Übungen wird mit Matlab zu lösen sein.
In der Physik habe ich mir außerdem Astrophysics, Medical Physics und Atmospheric Physics angeschaut. Alle scheinen von den Inhalten her recht interessant zu sein. Aber nur bei Atmospheric Physics stimmt für mich auch die Art des Vortrags. Leider findet natürlich genau dieses Fach zweimal um 8 Uhr morgens statt. (Ja, auch bei uns wird es langsam heller. Aber um 8 Uhr ist es noch ne Weile richtig duster.)
Außerdem habe ich im Marintek Senter eine Vorlesung in Oceanography besucht. Vom Themenbereich her gefällt mir diese mit Luft- und Wasserströmungen und Gleichgewichten auch sehr gut. Die Darbietung war für mich aber nicht ganz überzeugend. Ich fände es in einigen Fällen besser, wenn die Dozenten Norwegisch reden würden. Es würde sich sicher positiv auf den Vortrag auswirken, wenn sich der Redner in der Sprache wohlfühlt. Ein kleiner Nachteil der Oceanography-Vorlesung ist der Ort. Das Marintek Senter ist oben auf dem Berg in Tyholt und es macht - besonders derzeit - keinen besonderen Spaß, zwischen den Vorlesungen weit zu radeln.

Ansonsten planen wir gerade unsere letzten Wochen in Trondheim. Wahrscheinlich werde ich nach meinen 5 Wochen auf Svalbard im März dann auch wieder gen Süden aufbrechen. Diese Situation impliziert natürlich, dass ich (und Teresa sowieso) die meisten Kurse nicht fertig machen und mit einer Prüfung abschließen kann. Daher gehe ich hauptsächlich in die Veranstaltungen, die mich wirklich interessieren. Außerdem werden wir im Februar doch noch Besuch bekommen, worauf wir uns sehr freuen.
Teresa hat mittwochs ihren Pflicht-Tag und ist den ganzen Tag im Krankenhaus. Zum Glück geht es ihr wieder besser.
Nun freuen wir uns auf 4 hoffentlich tolle Skitage in Schweden.

Sonnige Schneegrüße aus der Stadt am Fjord

Samstag, 17. Januar 2009

Granåsen und BBQ

Hallo zusammen!

Heute hat es in Trondheim - wie auch schon gestern - ziemlich gestürmt. Die Temperaturen sind nicht mehr ganz so kalt wie vor zwei Tagen. Aber mit dem Wind friert man dann doch ganz schnell. Dennoch gab es heute in unserem Studentendorf ein Grillen im Schnee. Da es dort kostenlos Würste gab, konnte ich mir das nicht entgehen lassen. Norweger eben!
Teresa ist leider krank und liegt seit zwei Tagen mit Fieber im Bett. Das Praktikum auf der Lungenheilkunde hat wohl nicht so gut getan.

Aus den oben genannten Gründen war es vielleicht auch eine gute Idee, heute nicht in der Bymarka im Schnee zu zelten. Ein paar Leute hätten mich/uns nämlich gerne mitgenommen. Aber nachdem auch mein in die Schweiz ausgewanderter Bergspezialist meinte, ich solle zwei Schlafsäcke und zwei Isomatten mitnehmen, hatte ich keine so große Lust mehr, mit all dem Gepäck Ski zu fahren.
Anstattdessen war ich wie schon länger vorgesehen mit Torsten, Sören und Elisabeth langlaufen. Wir sind nach Granåsen gefahren (dort wo die Ski-Sprungschanze steht) und haben die gut gespurten Weltcup-Loipen genutzt. Teilweise sind da drei Spuren nebeneinander und die Verhältnisse waren - vielleicht abgesehen vom Wind - richtig gut. Außerdem hat man einen ähnlich guten Blick auf Trondheim wie von der Bymarka aus. Schade, dass Teresa nicht dabei sein konnte! Aber bis zum Skifahren in Åre (Schweden) nächste Woche ist sie hoffetnlich wieder gesund.

Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 15. Januar 2009

Endlich kalt

Hallo!

Nun hat sich die Großwetterlage wieder "normalisiert". Zu Hause gibts den milden Winter und hier ist es plötzlich wieder ganz schön kalt. Als ich heute Morgen um acht Uhr zur Uni geradelt bin, dachte ich zuerst, das würde sich nur so kalt anfühlen, weil es in letzter Zeit so "warm" war. Es war dann aber tatsächlich nett kalt. Das Auto zeigte um 15:30 Uhr -14,5 °C an. Leider dauerte es auch entsprechend lange, dasselbe freizukratzen und startbereit zu machen. Schließlich muss ich es von Zeit zu Zeit immer mal "ausführen", damit es nicht ganz einfriert. Heute wäre es beinahe wieder nicht angesprungen.
Nun werden wir noch den zweiten Teil des lustigen norwegischen Films "Elling" ansehen. Daher mehr - auch von meinen Kursen an der Uni - ein andermal.

Grüße

Sonntag, 11. Januar 2009

Norwegerpullover

noch ein kleiner Nachweihnachtseintrag, den ich mit Stolz herzeigen darf: mein Erstlingswerk wurde pünktlich vor Weihnachten fertig!
Danke an dieser Stelle auch an mein Fotomodell....

Glatteis

God kveld, alle sammen!

Bevor wir das gemütliche Wochenende in Bälde mit einem weiteren Filmeabend ausklingen lassen werden, will auch ich wieder einmal einen Beitrag zu diesem Blog leisten. Ich möchte euch nämlich nicht verschweigen, dass Zachis Aussage "die Straßen sind - bis auf einige Eisplatten - frei" noch durch den Satz: "die Gehsteige und alle sonstigen Wege sind -bis auf einige wenigen gestreuten Stellen- vollkommen vereist" ergänzt werden muss.
Uns hat es beide auf dem Weg zurück nach dem Langlaufen einige Male auf den Boden gesetzt und zur Zeit ist das einzige wirklich sichere Transportmittel das Fahrrad mit Spikereifen! Allein der Weg zum Bus ist schon abenteuerlich und bedarf höchster Gleichgewichtsakrobatik.
Leider hat es nämlich in den letzten Tagen ziemlich getaut, es ist zwar schon noch alles weiß, aber der Schnee wurde recht hart, v.a. wenn es dann über Nacht wieder hinfriert. Zum Langlaufen geht es aber an den meisten Stellen -wo die Loipe erneuert wurde- sehr gut. Gott sei Dank! Aber bei strömendem Regen macht es halt nicht wirklich so viel Spaß, wie Zachi letztens festellen musste. Deswegen würden wir gerne ein paar Grad von euren Minustemperaturen ausborgen.

Morgen beginnt für uns beide übrigens das neue Semester (welches hier "Frühlingssemester" genannt wird, was auch Sinn macht, da es Anfang Mai wieder vorbei ist. Die Klausurenphase dauert allerdings schon bis Anfang Juni). Ich werde in das Semester des Jahrganges unter mir wechseln, das unter dem Thema "Chirurgie und Innere Medizin" steht, während meine Kollegen des letzen Semesters sich gleich 5 Wochen mit Psychatrie und dann mit Orthopädie und anderen Fächern beschäftigen, für die ich mich nicht ganz so begeistern kann. Es trifft sich also gut, dass ich zwischen den Semestern wählen konnte.
Zachi hat sich einen hübschen Stundenplan mit bunten Farben gemacht und wird sicherlich herausfinden, was ihm zusagt. Bislang gibt es viele Überschneidungen und nachdem er es in diesem Semester etwas ruhiger angehen will, muss er wohl noch einige Kurse streichen. Er wird euch auf dem Laufenden halten.

Eine schöne neue Woche und viele Grüße aus dem mit Abstand wärmeren Norden als bei euch!

Samstag, 10. Januar 2009

Anfangsabenteuer

Hallo zusammen!

Nun will ich doch endlich berichten, wie die Geschichte an meinem Ankunftsabend weiterging. Es wurde nämlich tatsächlich noch ganz "lustig". Anderthalb Stunden bevor Teresa ankommen sollte, bin ich zum Auto rausgegangen, um es auszugraben und zu testen. Immerhin war es von mehr als einem halben Meter Schnee eingeschlossen.
Nachdem ich eine halbe Stunde lang geschaufelt hatte, war das Auto halb frei und ich konnte wenigstens zur Hintertür hineinschlüpfen. Beim Drehen des Schlüssels im Zündschloss war außer einem ganz leichten Röcheln nichts zu hören. Dennoch musste das Auto doch in Gang gebracht werden, da wegen Teresas Verspätung kein Bus mehr fuhr und sie sonst mit ihrem Gepäck im Schnee schwer heimgekommen wäre.
Daraufhin hat mir Torsten aus dem Haus gegenüber geholfen und wir haben das Auto vollständig freigeschaufelt. Dann wollten wir es auf eine Straße transportieren, um es mit Anschieben anzulassen. Es stellte sich jedoch als sehr schwierig heraus, das Auto von seinem Parkplatz wegzuschieben, da es leicht bergauf ging und besonders weil der Boden natürlich glatt war und wir keinen Halt fanden. In dieser misslichen Lage traf uns dann Steffi an, die gerade heimkam. Auch sie half uns noch und so schafften wir es immerhin, das Auto auf die Straße zu befördern, sodass es diese ganz versperrte.
Das Anschieben hat natürlich nicht geklappt, da die Geschwindigkeit zu niedrig war. Dann musste ein Norweger mit seinem Volvo (eines von drei Auto an diesem Abend) in den Tiefschnee des Gehwegs ausweichen, um an uns vorbeizukommen. Er fragte netterweise, ob wir Hilfe bräuchten. Mit Hilfe seines Starterkabels gelang es uns nach einigem Funkensprühen das Auto in Gang zu bringen und ich konnte sicher den Berg hinabschlittern.

Obwohl ich mit Teresa dann noch eine ganze Weile umhergefahren bin, um die Batterie wieder zu laden, hat das Anlassen gestern wieder nicht geklappt. Ich hatte mich nämlich bereit erklärt, einem Mitstudenten beim Umzug von Moholt in ein zentrumsnäheres, sehr nettes Holzhaus zu helfen. Netterweise half mir deshalb Benoît (unser französischer Mitbewohner) mit Starthilfe aus. Vielleicht ist der Motor ja diesmal lang genug gelaufen, um die Batterie genügend zu laden...
Dank an alle hilfsbereiten Leute!

Ansonsten muss ich sagen, ist es hier wirklich zu warm. Die Schneemassen haben sich schon deutlich verringert und die Straßen sind - bis auf einige Eisplatten - frei. Vorgestern war ich, während Teresa in der Uni war, auch schon draußen in der Strindamarka. Das einzig Positive an dem Regenwetter war, dass keine Norweger unterwegs waren, denen ich den Weg versperren könnte. Und ich kam überall hoch und runter, da der Schnee so pappig war!
Heute sieht das Wetter etwas besser aus und es ist auch wieder etwas kälter. Außerdem habe ich gerade mein erstes Fahrrad (das grüne mit der gerissenen Kette) verkauft. Sieht also ganz gut aus.

Hilsen

Mittwoch, 7. Januar 2009

Zurück im Schnee

Halli hallo!

Nun bin zumindest schon mal ich zurück im hohen Norden und darf mit diesem Eintrag unseren 100. Blog-Post feiern. Teresa wird (hoffentlich) in drei Stunden nachkommen.

Nachdem es bei uns in der Nähe der Rheinebene ja so gut wie keinen Schnee hatte, sieht die Landschaft hier schon ganz anders aus. Eigentlich ist alles weiß und vor unserem Fenster hängen lange Eiszapfen (verzeiht das schlechte Nachtbild, aber es ist eben dunkel und der Meisterfotograf noch nicht zu Hause ;), sodass man das Fenster nur einen Spalt weit öffnen kann, ohne sie zu zerstören. Unser Auto ist auch schön eingeschneit und nachher werde ich mal noch testen, ob man es ausgraben und eventuell sogar anlassen kann. Das wäre zumindest für Teresas Heimweg vorteilhaft.

Meine "Heimreise" hat gut geklappt. Alle Flüge hatten zwar etwas Verspätung, aber nie zu sehr. Und ich hatte ja auch genügend Umsteigezeit. Gleich in Frankfurt habe ich auch einen mir noch aus Trondheim bekannten Österreicher erspäht, mit dem ich dann auf dem Weg reden konnte. In Oslo muss man lustigerweise auschecken und sein Gepäck abholen, um durch den Zoll zu gehen, und danach wieder einchecken. Das hat für einige Leute zu Zeitproblemen geführt. Aber offensichtlich will die Verwaltung die "domestic flights" auch wirklich im Inland halten, sodass in Trondheim kein Zoll mehr nötig ist.

Nun werde ich erstmal noch was einkaufen gehen und essen! Das Zimmer heizt sich auch so langsam auf... und dann ists wieder sehr gemütlich hier.

Viele Jubiläumsgrüße

Freitag, 2. Januar 2009

Godt nyttår

Hei!

Nach einem schönen und besinnlichen Weihnachtsfest und einem gelungenen Rutsch wünschen wir auch euch allen ein gutes neues Jahr.

Bis bald