Samstag, 10. Januar 2009

Anfangsabenteuer

Hallo zusammen!

Nun will ich doch endlich berichten, wie die Geschichte an meinem Ankunftsabend weiterging. Es wurde nämlich tatsächlich noch ganz "lustig". Anderthalb Stunden bevor Teresa ankommen sollte, bin ich zum Auto rausgegangen, um es auszugraben und zu testen. Immerhin war es von mehr als einem halben Meter Schnee eingeschlossen.
Nachdem ich eine halbe Stunde lang geschaufelt hatte, war das Auto halb frei und ich konnte wenigstens zur Hintertür hineinschlüpfen. Beim Drehen des Schlüssels im Zündschloss war außer einem ganz leichten Röcheln nichts zu hören. Dennoch musste das Auto doch in Gang gebracht werden, da wegen Teresas Verspätung kein Bus mehr fuhr und sie sonst mit ihrem Gepäck im Schnee schwer heimgekommen wäre.
Daraufhin hat mir Torsten aus dem Haus gegenüber geholfen und wir haben das Auto vollständig freigeschaufelt. Dann wollten wir es auf eine Straße transportieren, um es mit Anschieben anzulassen. Es stellte sich jedoch als sehr schwierig heraus, das Auto von seinem Parkplatz wegzuschieben, da es leicht bergauf ging und besonders weil der Boden natürlich glatt war und wir keinen Halt fanden. In dieser misslichen Lage traf uns dann Steffi an, die gerade heimkam. Auch sie half uns noch und so schafften wir es immerhin, das Auto auf die Straße zu befördern, sodass es diese ganz versperrte.
Das Anschieben hat natürlich nicht geklappt, da die Geschwindigkeit zu niedrig war. Dann musste ein Norweger mit seinem Volvo (eines von drei Auto an diesem Abend) in den Tiefschnee des Gehwegs ausweichen, um an uns vorbeizukommen. Er fragte netterweise, ob wir Hilfe bräuchten. Mit Hilfe seines Starterkabels gelang es uns nach einigem Funkensprühen das Auto in Gang zu bringen und ich konnte sicher den Berg hinabschlittern.

Obwohl ich mit Teresa dann noch eine ganze Weile umhergefahren bin, um die Batterie wieder zu laden, hat das Anlassen gestern wieder nicht geklappt. Ich hatte mich nämlich bereit erklärt, einem Mitstudenten beim Umzug von Moholt in ein zentrumsnäheres, sehr nettes Holzhaus zu helfen. Netterweise half mir deshalb Benoît (unser französischer Mitbewohner) mit Starthilfe aus. Vielleicht ist der Motor ja diesmal lang genug gelaufen, um die Batterie genügend zu laden...
Dank an alle hilfsbereiten Leute!

Ansonsten muss ich sagen, ist es hier wirklich zu warm. Die Schneemassen haben sich schon deutlich verringert und die Straßen sind - bis auf einige Eisplatten - frei. Vorgestern war ich, während Teresa in der Uni war, auch schon draußen in der Strindamarka. Das einzig Positive an dem Regenwetter war, dass keine Norweger unterwegs waren, denen ich den Weg versperren könnte. Und ich kam überall hoch und runter, da der Schnee so pappig war!
Heute sieht das Wetter etwas besser aus und es ist auch wieder etwas kälter. Außerdem habe ich gerade mein erstes Fahrrad (das grüne mit der gerissenen Kette) verkauft. Sieht also ganz gut aus.

Hilsen

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Das mit dem Auto war ja wirklich abenteuerlich!
Grüße
M.A.