Freitag, 27. Februar 2009

Bunter Nidarosdom

Hallo!

Die letzten Tage waren (und sind immer noch) ziemlich ereignisreich, die ganze Wohnung plus Küche und Bad wurde geputzt (und ist jetzt viel schöner als im Sommer, wo wir eingezogen sind), die Räder erfolgreich verkauft, geräumt, ausgemistet, gepackt...

Jetzt -wo gerade vorhin die Putzkontrolle da war und nichts zu beanstanden hatte- haben wir noch ein bisschen Zeit, ehe wir am Abend ins Kino gehen. Heute findet die Premiere des Films "Appelsinpiken" (das Orangenmädchen, von Jostein Gaarder) statt, zu dem wir mit ein paar Freunden gehen werden. Das wird sicher ein schöner Abschluss! Trotzdem fallen mir Abschiede immer ein bisschen schwer.
Morgen flieg ich nach Österreich zurück, wo am Montag das neue Semester beginnt und für Zachi fängt das Abenteuer Svalbard am Sonntag an. Da das Gebiet von Norwegen verwaltet wird, ist der Blogname auch noch nicht überholt und es wird weiterhin Neuigkeiten aus dem Norden geben.

Als letzten Eindruck von Trondheim wollten wir euch ein paar Bilder vom Nidarosdom zeigen, der am Mittwoch den ganzen Abend anders als gewohnt aussah.

Ha det bra!

Donnerstag, 26. Februar 2009

Hurtigruten

God dag, alle sammen!

Über die Fahrt mit dem Hurtigruten-Schiff "MS Midnatsol" lässt sich tatsächlich einiges berichten und vor allem gibt es ein paar Bilder zum anschauen. Für die Rückreise von Tromsø nach Trondheim hatten wir uns nämlich keinen weiteren Billigflug mit Norwegian gebucht, sondern die teurere, langsammere, aber auch erlebnisreichere Variante mit der früheren Postschifflinie Norwegens gewählt. Heute dienen die Schiffe der Hurtigruten-Flotte neben ihrer ursprünglichen Aufgabe allerdings hauptsächlich als Touristenattraktion. Das ganze geht dann in Richtung Kreuzfahrt, nur eben mit vielen angelaufenen Häfen. Auf der nebenstehenden Karte (Quelle: wikipedia) ist die Route der Hurtigruten-Schiffe von Bergen nach Kirkenes eingezeichnet, die in 11 Tagen einmal vollendet wird (hin und zurück). Glücklicherweise gibt es (zumindest im Winterfahrplan) Preisabschlag für Studenten, sodass wir nur die Hälfte zahlen mussten. Und man muss ja auch nicht die ganze Tour machen... Mir jedenfalls haben die zwei Tage (drei Nächte) genügt. Mit an Bord waren nämlich hauptsächlich Pensionisten (wer hat jetzt gerade auch frei außer Pensionisten und den faulen Studenten?), wovon der Großteil deutschsprachig war. Manche Leute können sich einfach nicht leise unterhalten...

Aber zu den schönen Seiten, die natürlich bei weitem überwogen haben. Da alle man für alle Schiffe der Hurtigrute den gleichen Preis zahlt, haben wir uns ein Datum ausgesucht, an dem das neueste Schiff, die "MS Midnatsol" von 2003, die von uns gewünschte Strecke fuhr. Dadurch kommt man dann in den Genuss von so dekadenten Einrichtungen wie einer Sauna mit Glasfront zum Meer und zwei Whirlpools an Deck. Beides haben wir natürlich ausgiebig genutzt. (Die andere Variante, die ich auch toll gefunden hätte, wäre die "MS Nordstjernen" von 1956 gewesen. Dieses Schiff hat schon aufgrund seiner Bauform sicher noch einen ganz anderen Flair. Aber Teresa mag größere Schiffe, die nicht so sehr schwanken, lieber... ;)

Ausgelaufen aus dem Hafen von Tromsø sind wir also um 01:30 Uhr nachts, wobei wir davon in unserer Kabine fast nichts mitbekommen haben. Die Nacht war angenehm und am nächsten Morgen haben wir uns nach einem Spaziergang an Deck (das Schiff lag gerade in Harstad am Kai) in das schiffseigene Restaurant begeben. Wir haben uns nämlich die Annehmlichkeit gegönnt, zweimal das Frühstück an Bord zu uns zu nehmen. Das ist auch wirklich empfehlenswert, da es dort eine große Auswahl an Essen und Trinken gibt, sodass man sich vollessen und die restlichen Mahlzeiten getrost auslassen kann.

Weiterhin haben wir im Laufe des Tages Risøyhamn, Sortland und Stokmarknes angelaufen. In Stokmarknes entstand 1893 die Idee einer Schiffsroute entlang der norwegischen Küste. Daher gibt es dort heute das Hurtigruten-Museum mit alten Schiffseinrichtungen, Geschichtlichem, Modellschiffen und der trockengelegten alten "MS Finnmarken". Nach Stokmarknes fährt die Hurtigrute durch den Raftsund, der Vesterålen und Lofoten trennt. Diese Meeresstraße kannten wir schon von unserem stürmischen Herbstbesuch auf den Lofoten. Diesmal konnten wir allerdings den Trollfjord besser in Augenschein nehmen, da unser Schiff extra einen kleinen Umweg zum Eingang des Meeresarmes fuhr, sodass wir hineinschauen konnten. Im Sommer fahren die Hurtigruten-Schiffe sogar in den Fjord hinein; dies ist aufgrund der Lawinengefahr von den umliegenden Hängen im Winter aber zu gefährlich. Glück hatten wir, dass wir diese Attraktion gerade noch bei Tageslicht erreichten. Viel früher im Jahr sollte man diese Strecke also nicht fahren, da man sonst gar nichts vom Trollfjord sieht. Die restlichen Häfen des Tages waren Svolvær und Stamsund auf den Lofoten.

Nachdem wir Bodø (und Ørnes) in der Nacht passiert hatten, standen wir morgens wieder rechtzeitig an Deck, um die nordgehende "MS Nordlys" zu begrüßen. Genauso wie bei einem anzulaufenden Hafen wird dies mit dem kräftigen Schiffs"horn" gefeiert. Bald darauf überquerten wir den Polarkreis in südlicher Richtung. Extra für die Hurtigruten-Gäste wurde an dieser Stelle auf einer kleinen Insel ein Globus aufgestellt.
Von Bord für eine kleine "Stadt"erkundung gingen wir erst wieder in Sandnessjøen. Wir waren ganz froh, dass wir im Herbst bei der Rückfahrt von den Lofoten keinen zeitraubenden und kostspieligen (Brücken und Fähren!) Umweg in diesen Ort gemacht haben - genauso wie in Brønnøysund. Zu sehen gibt es in diesen "Städten" nämlich nicht viel.

Viel interessanter ist die Küste, die man vom Schiff aus eben am besten sieht. Nach Sandnessjøen passiert man die "Sieben Schwestern", eine Bergkette mit sieben Gipfeln zwischen 902 und 1106 Metern Höhe. Wie der später zu besichtigende Torghatten fiel diese Formation auch schon früheren Generationen auf und es gibt verschiedene Sagen zu ihrer Entstehung. Anfangs waren wir schon enttäuscht, da die gesamte Küste von Wolken verhüllt war. Wit hatten dann aber doch Glück und konnten wenigstens im Rückblick das meiste sehen.
Am Torghatten fährt man nach Brønnøysund vorbei. Der Torghatten ist ein gewaltiger Berg auf einer der Küste vorgelagerten Insel, der von einem Loch (160 m tief, 35 m hoch und 15 m breit) durchbohrt ist. Auch hier hatten wir Glück, dass es gerade noch hell war, sodass wir durch das Loch hindurch Himmel sehen konnten. An diesem Abend passierten wir noch Rørvik, den letzten Hafen vor Trondheim.
In dieser Nacht war die See wohl etwas rauher. Jedenfalls schwankte die Kabine doch erheblich und die auf dem Tisch befindlichen Gegenstände rutschten herunter. Da Teresa zu diesem Zeitpunkt schon schlief und nichts bemerkte, wurde niemandem schlecht ;) und wir konnten am nächsten Morgen gut ausgeschlafen in Trondheim von Bord gehen.

Auch wenn das Wetter nicht gerade das beste war, hatten wir also Glück und konnten (mal abgesehen vom Nordlicht, das ich nun eben in Spitzbergen jagen muss) alle "Naturwunder" beobachten, die wir sehen wollten.

Viele Grüße

Heulende Huskys

Das darf euch natürlich auch nicht vorenthalten werden: Bellende Huskys, die vor lauter Vorfreude (?) Luftsprünge machen.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Tromsø

Hallo!

Wir sind wieder gut zurück von unserer Reise nach Nordnorwegen und mittlerweile sind wir schwer mit Packen, Räumen und Aussortieren beschäftigt. Unglaublich, was sich in ein paar Monaten so alles ansammelt!
Trotzdem muss Zeit sein, euch von den letzten Tagen zu berichten. Voilà!

Tromsø rühmt sich, nicht nur die nördlichste Universität der Welt zu haben, sondern auch den nördlichsten botanischen Garten, die nördlichste Bierbrauerei, die nördlichste Glasbläserei, etc... Egal was es ist, die Chance, dass es in Tromsø am nördlichsten ist, ist ziemlich groß. Die Stadt liegt fast 350 km Luftlinie nördlich des Polarkreises (fast 70° nördliche Breite). Dank des Golfstroms herrscht aber recht mildes Klima, viel kälter als -10° wird es wohl selten im Winter.
Die Stadt liegt auf einer Insel und ist mit Brücken (bzw. unterirdischen Tunneln) mit weiteren Inseln und dem Festland verbunden. Leider konnten wir nicht auf den "Storsteinen", quasi den Hausberg, von dem man einen tollen Überblick über die tolle Lage der Stadt bekommt. Es war schon ziemlich viel Schnee und das Wetter war auch nicht so berauschend (Schneeregen), weshalb wir von einer Besteigung Abstand genommen haben.
Dafür haben wir uns die Stadt selbst angeschaut, wobei wir die Bezeichnung "Paris des Nordens" doch etwas übertrieben fanden. Nett waren die Eismeerkathedrale mit den Glasfenstern und das Polaria-Museeum, das von außen wie gestrandete Eisschollen ausschaut.

Ein Highlight hat uns Maria verschafft, eine Studienkollegin aus Graz, die ihr Auslandsemester in Tromsø verbringt und uns netterweise beherbergt hat. Sie arbeitet nämlich auf einer Husky-Farm, die Hundeschlittenfahrten anbietet. Und das ist natürlich die Attraktion für die vielen Touristen, die tagtäglich mit dem Hurtigrutenschiff in Tromsø anlegen. Maria meinte, wir dürften uns einfach am Hafen nach der Ankunft in deren Bus setzen und mit zur Farm fahren. Haben wir auch gemacht, allerdings wurden diesmal - früher wohl nicht - die Leute abgezählt und das ganze hat zu Verwirrung geführt. Schlussendlich durften wir aber doch (gratis) zur Farm mitkommen. Dort standen jeweils zwei Hundehütten nebeneinander und die Hunde hatten ganz lustige Namen (z.B. hatte Janis neben Joplin eine Hütte). Maria hat uns erzählt, dass ein Wurf immer nach einem Thema benannt wird (z.B. nach Fluglinien, nach Städten, nach Polarforschern, nach Zahlen,...), damit man später Inzucht vermeiden kann.
Während die Touristen eine kurze Fahrt mit dem Schlitten (samt heulenden Huskys) unternahmen, sind wir mit Ante spazieren gegangen. Ante ist Marias Hund, der einen Herzfehler hat und deswegen nicht als Schlittenhund taugt, den sie aber quasi adoptiert hat und nach Österreich mitbringen wird. Er war total folgsam, es reichte ein einfaches "Ante, kom!" und der Hund war wieder da. Sehr erstaunlich, v.a. weil Maria meinte, dass er die letzten Monate eigentlich nur an der Kette war und keinerlei Ausbildung hatte. Auf jeden Fall war es ein netter Spaziergang. Gemeinsam mit den deutschten Touristen durften wir auch noch mit ins Samenzelt zum wärmenden Feuer, wo Maria über die Samen erzählt hat.
Die Samen, die in Norwegen mittlerweile auch ein eigenes Parlament bekommen haben, sind hier im Norden natürlich viel präsenter als in Trondheim. Auch in der Bibliothek von Tromsø (ein hübscher Glasbau, den wir natürlich auch von innen besucht haben) steht alles zweisprachig da. Wobei Samisch für uns aber nahezu unverständlich ist, da es zur gleichen Sprachgruppe wie Finnisch zählt.
Nach zwei Tagen Tromsø haben wir uns spätnachts auf den Weg zur Hurtigrute begeben. Wir wollten den letzten Bus in die Stadt nehmen. Der war allerdings so voll, dass der Busfahrer einfach weiterfuhr und nicht stehen geblieben ist. Das habe ich auch noch nie erlebt. Zum Glück waren auch noch andere Norweger da, die sich gleich ein Taxi gerufen haben (kommt dort wohl öfter vor, dass der Bus nicht stehen bleibt). Wir durften mit und das tollste war, dass wir eingeladen wurden. Somit konnten wir unser Schiff in der Zeit erreichen.
Jetzt darf Zachi übernehmen, denn auch über die Hurtigrutenfahrt lässt sich etwas erzählen.

Ha det bra!

Mittwoch, 18. Februar 2009

Strahlendes Weiß

Hei!

"Strahlendes Weiß" - mit diesem Schlagwort ließe sich der Eindruck unserer Umwelt auch heute noch beschreiben, wenn es nicht seit gestern wieder bedeckt wäre. Zu allem Überfluss sind die Temperaturen heute tatsächlich über 0 Grad gestiegen, sodass der Niederschlag als Regen fiel, nachdem es seit langer Zeit immer nur geschneit hatte. Aber dieser Blogeintrag trägt seinen Titel dennoch zurecht, denn sowohl Sonntag als auch Montag waren wunderschöne Tage mit blauem Himmel in der weißen Glitzerwelt.

Nachdem Anja pünktlich auf den Flybussen Richtung Flughafen Værnes gebracht war, entschieden wir uns, gemeinsam mit Torsten das tolle Wetter für einen Ausflug zum Granåsen zu nutzen, um dort langzulaufen. Dort wurde am Parkplatz allerdings schon wieder abkassiert, da auf der Weltcup-Loipe wohl ein Rennen stattfand. Deshalb sind wir nach kurzen Schwierigkeiten beim Wenden im Tiefschnee weitergefahren und letztendlich am Haukvatnet losgelaufen. Recht bald trafen wir auf eine sehr breite, frisch planierte Loipe. Dabei mussten wir unweigerlich an Anja und ihre Skatingski denken, für die das wohl paradiesische Verhältnisse gewesen wären. Nach einiger Zeit wurde uns dann aber klar, dass die Loipe nicht für uns gedacht war - dann nämlich, als wir von einem Pulk flitzender Jugendlicher überholt wurden. Wir liefen dann noch bis vor den Zielbereich und sahen den jungen Biathleten eine Weile beim Schießen zu. Zum Ausklang dieser nicht besonders langen Runde spazierten wir mit unseren Ski dann noch auf dem zugefrorenen und eingeschneiten Haukvatnet herum und genossen die Sonne.
Am Sonntagabend war ich dann ein weiteres Mal mit Torsten in der Sporthalle in Dragvoll klettern. Netterweise durfte ich Torstens Zweitgurt nutzen und auch seine Kletterschuhe immer wieder ausleihen. Die Routen gingen schon etwas besser beim ersten Mal, aber die Arme spürte ich natürlich deutlich am Montag.
Spät am Abend fuhren Teresa und ich noch zur Skistua und spazierten auf den Gråkallen, um den Himmel nach Polarlichtern abzusuchen. Die Aurora-Vorhersage ging nämlich immerhin von moderater Aktivität aus, sodass wir am nördlichen Horizont in Trondheim durchaus etwas hätten sehen können. Zum einen war der Himmel dann aber nur über dem Festland wolkenlos - über dem Fjord lag Dunst - und zum anderen stören das Licht der im Osten gelegenen Großstadt und die Scheinwerfer der Militärstation auf dem Gråkallen die perfekten Beobachtungsmöglichkeiten. Daher sahen wir "nur" einen wunderbar klaren Sternenhimmel - und froren...

Das hat uns aber nicht davon abgehalten, am nächsten Tag in der Bymarka gleich noch eine größere Runde mit unseren Ski zu drehen. Die Sonne war einfach zu verlockend und bei dieser Landschaft lohnt es sich auch total. Es waren zwar auch recht viele Norweger unterwegs (volle Parkplätze), aber das lag wohl daran, dass nun hier Winterferien sind. Wir fuhren gezwungenermaßen wieder bis zur Skistua, wo wir endlich einen Parkplatz fanden. Dort schnallten wir die Ski an und fuhren den steileren (zu sehr für uns) der Stichwege zum Vintervatnet hinunter. Von dort aus liefen wir gemeinsam mit ziemlich vielen Norwegern zur Elgsethytta. Erst ab da wurde der "Verkehr" weniger, da wir nicht den gleichen Weg zurück wählten, sondern noch eine Runde um den Kvistingen unterhalb des Storheia (siehe Sommer) drehten. Hier wurden auch die Wege etwas kleiner, blieben aber gespurt und die Ausblicke waren wunderschön. Auf einem Weg, den Teresa schon von ihrer kleinen Irrfahrt vor einiger Zeit kannte, ging es dann zurück zum Auto. Eine tolle Tour!
Am Abend luden wir Simon und Torsten zum feinen Fondue-Essen ein.

Gestern und heute war ich auf der Uni (ja, sowas kommt auch noch vor!), um Vorlesungen zu besuchen und Übungsblätter zu bearbeiten. Außerdem gibt es immer mal wieder etwas Schnee zu schippen (jetzt ja leider eher Nass-Papp) und wir versuchen, unsere Fahrräder an den Mann bzw. die Frau zu bringen, bevor wir abreisen. Über das Wochenende werden wir nämlich nicht hier sein, da wir uns zum Abschluss noch Tromsø und die Hurtigruten anschauen wollen.

Hjertelig hilsen

Dienstag, 17. Februar 2009

Anjas Besuch

Hei hei!
Draußen schneit es (wieder einmal) wie wild und da bietet es sich an, euch mit einem Blogeintrag zu vergewissern, dass wir unsere Zeit zu nutzen wissen. ;)

Die letzten eineinhalb Wochen waren netterweise von Besuch geprägt. Am gleichen Tag, an dem Alex und Michi wieder nach Schottland geflogen sind, kam Anja, die zur Zeit in Zürich studiert, in Trondheim an. Sie hatte ihre Langlaufschi mit und das führte uns im Laufe der Woche sowohl in die Bymarka als auch in die Strindamarka. Allerdings haben wir bei diesen Ausflügen gelernt, dass gute Verhältnisse für "klassischen Stil" nicht unbedingt auch gute Bedinungen für "Skater" bedeuten (arme Anja). Trotzdem war die Tour (v.a. zur Estenstadhytte, wo wir auch schon im Herbst waren --> auch diesmal gab es die obligatorische Zimtschnecke ;) sehr schön in dem frisch verschneiten Wald.


Auch Trondheim wurde besichtigt und wir hatten Glück: Es gab sowohl Sonne als auch einen schönen Blick auf den Fjord. Einen netten Eindruck von der Stadt bekommt man nämlich von der Festung Kristiansten aus, die natürlich nicht ganz so ein Panorama bietet wie der Fernsehturm, dafür ist alles ein bisschen näher dran.

Der Abschluss der Woche sollte eine Hüttentour in der Nähe von Røros sein. Aber erstens kommt alles anders, zweitens als man denkt. Und ab einem gewissen Zeitpunkt hätte man die Tour auch nach "Murphys Gesetz" nennen können („Whatever can go wrong, will go wrong.“ ). Wobei es wirklich nur am Schluss zu einer Verkettung (! im wahrsten Sinne des Wortes) von unplanmäßigen Zwischenfällen kam.
Nun will ich aber chronologisch damit beginnen, dass wir uns Freitag in Richtung Røros aufgemacht haben. Die Autofahrt in das 150 km südöstlich von Trondheim gelegene Städtchen verlief in 2 h ziemlich ereignislos. Kein Elch ist uns vor's Auto gesprungen und weit und breit nur Einöde und Schnee. Røros liegt ziemlich nah an der Grenze zu Schweden und ist durch zweierlei Dinge bekannt. Einerseits ist die Kommune bekannt für das raue Klima, das mit einem Kälterekord bei -50°C zu den kältestesten Stellen des Landes gehören kann. (Anmerkung: Trondheim hat es mit seiner Küstenlage und dem Golfstrom deutlich gemäßigter.)
Bei uns war es aber glücklicherweise nicht ganz so kalt. Es hat anfangs relativ dicht geschneit und am Ende zeigte sich sogar die Sonne (es ist immer wieder überraschend, wie schnell das Wetter in Norwegen wechseln kann).
Der zweite Grund (und das ist der, warum wir Røros sehen wollten) ist die Tatsache, dass Røros als ehemalige Bergarbeitersiedlung (es wurde bis ins 20. Jhd. Kupfer abgebaut) auf der "World Heritage List" der UNESCO steht. Die ganze Stadt besteht aus kleinen bunten Holzhäuschen und ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, auch Filme (u.a. Szenen aus Pippi Langstrumpf) wurden hier gedreht. Am tollsten fand ich aber die Tatsache, dass fast alle Leute (von Kinder angefangen bis zu älteren Damen, die ihre Einkäufe erledigt haben) mit Schlitten durch die Stadt gefahren sind.

Am Nachmittag wollten wir dann zu einer NTNUI-Hütte (der Sportverein von der NTNU vermietet Hütten), wo wir ca. eine halbe Stunde von Røros einen Parkplatz erreichen sollten, von dem aus man dann in einer weiteren Stunde die Hütte finden konnte. In der Beschreibung hieß es schon, dass sie "vanskelig" (= schwierig) zu finden sei. Wir hatten allerdings Karte und GPS-Gerät von Simon, der mit 3 anderen Kollegen nachkommen sollte. Sicherlich hätten wir die Hütte gefunden, allerdings hatten wir nicht mit dem gerechnet, was zuvor kommen sollte.

Wir waren noch einige Kilometer vom Parkplatz entfernt, an dem die Wanderung losgehen sollte, als wir vor einem nicht geräumten und steil bergauf gehenden Waldweg standen. Es war schnell klar, dass wir ohne Schneeketten mit unseren Alljahresreifen nicht hinaufkommen werden. Wir hatten auch Schneeketten, die allerdings ein etwas älteres Baujahr waren. Die erste war von Anja und Zachi mit Gebrauchsanweisung mehr oder weniger schnell montiert und auch die zweite ließ sich montieren. Dann fuhren wir los, doch nach 10 m hatte sich die zweite Kette gelöst. Sie wurde wieder montiert und nach weiteren 10 m war die erste Kette komplett vom Reifen gelöst. Diese Kette sollte uns auch die nächsten 1,5 h (auf denen wir ca. 200m den Berg hinaufgefahren sind) beschäftigen. Immer wieder löste sie sich und am Ende passierte es, dass ein Glied, wo man sie einhaken sollte, nicht mehr da war. Damit war die Aktion "Schneekettenaufziehen" beendet. Doch Zachi wollte es ein letztes Mal versuchen und fuhr ein Stück des Weges hinunter, um Anlauf zu nehmen. Er verschwand hinter der Kurve und kam wenig später zu Fuß zurück. Das Auto stand angelehnt an einen Schneehügel am Straßenrand. Was war passiert? Beim Umdrehen ist er gegen einen Schneewall gefahren, der unter sich eine Vertiefung verbarg. Alles Ausbuddeln und Matten hinter den Reifen legen half nichts, denn das Auto saß auf. Da auch die anderen Kollegen noch ein Stück entfernt waren, entschlossen wir uns, zum nächsten Hof zu gehen und zu fragen, ob uns nicht jemand herausziehen konnten. Abschleppseil war zum Glück eines im Auto.
Am nächsten Haus fand Zachi eine ältere Dame vor, die auch gerne mit uns mitkam. Ihr Mazda (obwohl mit Spikes) konnte das Auto leider nicht "befreien". Wie durch einen Wink des Schicksals kam aber gerade in diesem Moment ein anderer Norweger des Weges, dem wir die Straße versperrten. Sein Geländejeep mit 4-Radantrieb hatte da schon mehr Chance auf eine Bergung des Opel-Astras. Unser Seil hielt auch gut und das Auto ließ sich herausziehen.
Allerdings fanden wir nach diesen Aktionen, dass die Abenteuer für diesen Tag genug waren, und so entschlossen wir uns dazu heimzufahren. Bis zum Parkplatz wären es noch einige Kilometer gewesen und danach ging es ja auch noch ein ganzes Stück bis zur Hütte. Zudem war es dann schon stockfinster als die anderen mit dem Leihwagen kamen. Auch sie haben den Hügel nicht geschafft, ließen aber das Auto stehen und wanderten los. Aber sie wollten ja auch das ganze WoE bleiben und nicht nur - wie wir - eine Nacht.
Unsere Entscheidung war am Ende eigentlich ganz richtig, denn ohne Skier (unser Wintersportler-Gast wollte nicht), wäre es laut Simon nach dem Parkplatz auch gar nicht mehr weitergegangen. Wir haben uns dann auf die längere Heimfahrt gemacht und uns am nächsten Tag mit Trondheims Marka begnügt und Anjas Original-Schweizer-Raclette Käse genossen.
Vielen Dank für den netten Besuch!

So, das wurde jetzt doch noch ein langer Bericht. Hoffe, es liest ihn auch jemand!

Montag, 9. Februar 2009

Trip nach Ålesund

Hallo aus dem mittlerweile wieder tiefst verschneiten Trondheim!

Die "reisenden Engel" aus Schottland (Zitat) haben uns nicht nur wieder den erhofften Neuschnee gebracht, sondern auch einen tollen Trip nach Ålesund bewirkt. Obwohl es nicht so wahnsinnig viele Kilometer (ca. 300 km von Trondheim) waren, saßen wir relativ viel im Auto.
Nichtsdestotrotz sind wir um viele schöne Eindrücke reicher und wir finden, dass wir unserem Besuch richtig gut was bieten und Norwegen etwas herzeigen konnten.

Nachdem Zachi Alex und Michi am Donnerstag, wo ich mehr oder weniger den ganzen Tag beim Kardiologiepraktikum auf der Uni war, zu Fuß durch die Stadt geführt hat, waren die beiden einem Ausflug auf fahrendem Untersatz nicht abgeneigt (Zitat Alex: "Ich hab auch nichts dagegen, die ganze Zeit nur im Auto zu sitzen und die Landschaft anzuschauen."). Und da auch wir schon immer mal in die (laut einer Umfrage unter Norwegern) schönste Stadt in Norwegen wollten, war das Ziel schnell klar. Es sollte in die Küstenstädte Kristiansund, Molde und Ålesund gehen.
Am Freitag Morgen ging es los und das Wetter hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Etwas Zeit verloren wir dadurch, dass die E39 streckenweise gesperrt war, sodass wir die RV65 als Umfahrung wählen mussten, was eben doch ein Stückchen mehr ist. Bis nach Molde gab es immer wieder wunderschöne Fjordarme zu bewundern, die teilweise ganz zugefroren waren; darüber zogen sich sehr majestätisch weiße Berggipfel.
Beeindruckend war auch die Brücke kurz vor Kristiansund (in der Stadt selbst haben wir erst bei der Rückfahrt vorbeigeschaut). Die Gjemnessundbrua ist mit 1257 m die längste Hängebrücke in Norwegen, ihre Hauptspannweite beträgt 623 m (Quelle: wikipedia).

Ein toller Anblick sollte uns in Molde erwarten, denn auf der gegenüberliegenden Seite von Molde, über dem Moldefjord gelegen, hat man Ausblick auf 222 Spitzen der Berge (laut Reiseführer). Der Fotoapparat kann das leider nicht einmal annähernd ablichten.
Molde wird aufgrund der üppigen Vegetation, die man auf 62° nördlicher Breite nicht vermuten würde, auch die Stadt der Rosen genannt (davon hat man im Winter allerdings wenig gesehen, wir glauben also dem Reiseführer).
Eigentlich wollten wir auf den Hausberg "Varden" hinauf, allerdings hätte es bis zum Aussichtspunkt doch noch einer kleineren Wanderung bedurft, da der Fahrweg gesperrt war. So viel Zeit hatten wir leider nicht. Deshalb haben wir uns zur Schisprunschanze von Molde begeben, dort gejausnet und gleichzeitig in der Sonne einen tollen Ausblick auf das Panorama genossen.

Nach einer weiteren Fährüberfahrt (es war zwar ziemlich kalt, dafür war der Ausblick ganz toll, man sieht, wie die einzelnen Fjordarme vom Moldefjord weggehen, und überall sind weiße schneebedeckte Berge) waren wir auf der Straße, die ca. 1 h später in Ålesund geendet hat. Der einzige Campingplatz, der auch im Winter geöffnet hat, hatte zum Glück auch ein Zimmer mit Küche für uns frei, und mit dem Wissen, bereits eine Unterkunft zu haben, konnten wir vom Hausberg "Aksla" einen schönen Sonnenuntergang über dem Städtchen bestaunen. Ålesund liegt langgezogen an der Spitze einer Landzunge, und hat Verbindungen zu einigen Inseln, die mit Unterwassertunneln miteinander verbunden sind. Diese sind teilweise sehr tief (150 m unter dem Meeresspiegel) bei gleichzeitig nur ca. 3 km Länge.
Eine Besonderheit ist die Architektur, Ålesund wird auch "Stadt des Jugendstils" genannt. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1904, bei dem fast alle Holzhäuser abgebrannt sind, wurde der Bau mit Holz gesetzlich verboten und nach dem modernen Stil der damiligen Zeit wieder aufgebaut. So ist Ålesund heute die einzige Stadt in Norwegen, die nur aus Stein gebaut ist . Es finden sich relativ viele schön verzierte Häuschen und in den Auslagen gibt es immer wieder mal richtig authentische Dekorationen im Stil des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Am Samstag haben wir bei strahlendem Sonnenstein noch einmal Ålesund genossen und sind dann gegen Mittag wieder Richtung Kristiansund aufgebrochen. Dafür haben wir den etwas längeren Weg über den "Atlanterhavsveien" (RV64) gewählt - ein Weg, der sich nicht nur an Fjorden, sondern zum ersten Mal auch am offen Meer entlangzieht. (Dies ist auf der obigen Karte nicht eingezeichnet.) Das Wetter war dort leider nicht mehr ganz so gut, was aber die Rauigkeit des nördlichen Atlantik etwas authentischer dargestellt hat. ;) Die Hauptkonstruktion des Atlanterhavsveien ist ein 8274 m langes Straßenstück, auf dem 8 Brücken zwischen kleinen Inseln und Schären einen Meeresarm überspannen (Quelle: wikipedia). Diese Straße wurde von den Norwegern 2005 zur "Konstruktion des Jahrhunderts" gewählt.
Bevor es auf die Fähre nach Kristiansund ging, haben wir uns noch eine alte Stabkirche von außen angeschaut. Auf die Fähre mussten wir leider relativ lange warten. Der Betrieb ist am WoE ziemlich eingeschränkt und der Tunnel, der die eine Insel mit der anderen verbindet, wird erst im Sommer 2009 fertig gestellt.
Da es schon fast finster war, haben wir in Kristiansund nicht mehr viel angeschaut. Der Reiseführer vermerkt zur Stadt auch nur, dass es eines der wenigen Beispiele ist, wo der Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg architektonisch geglückt ist.
Danach ging es in einem Unterwassertunnel wieder weg von der Insel, auf der Kristiansund gelegen ist. Bis 1992 war es die einzige Stadt in Norwegen, die nur per Fähre zu erreichen war. Offensichtlich ist der Tunnel samt Gjemnessundbrücke (das gesamte Bauprojekt heißt "Krisfast") nocht nicht refinanziert, sonst wäre die Mautstelle wieder entfernt worden wie in Norwegen üblich. Überhaupt haben wir auf dieser Fahrt zum ersten Mal richtig zu spüren bekommen, was die vielen Fjorde, die sich tief ins Land einschneiden, für das Verkehrswesen bedeuten - und recht viel Maut und Fährgebühren bezahlt.
Die verbleibenden 190 km nach Trondheim haben sich dann ziemlich gezogen (weniger für uns als für Zachi, der die ganze Zeit am Steuer saß. Ich muss ehrlich sagen, dass ich bei diesen Verhältnissen niemals so gut gefahren wäre wie er....) V.a. die entgegenkommenden Autos, die ihr Abblendlicht (bzw. auch ihre Zusatzlichter, die überall montiert sind), erst ganz spät -wenn überhaupt- ausschalten und zu dieser Jahreszeit die glatten Straßen, stören ziemlich. Aber wir sind wieder gut in Trondheim angekommen und haben wunderbares Käsefondue genossen.

Richtig viel Schnee kam erst am Sonntag, wo wir unseren Gästen einen Ausflug zum Pizza-Turm nicht vorenthalten konten. Der Ausblick auf Trondheim war zwar etwas im Nebel versteckt, später wurde es dann aber doch klar, sodass man in der Dunkelheit (bzw. der Beleuchtung der Stadt, die schon ziemlich hell ist) u.a. die Highlights von Trondheim, den Fjord, die Bymarka und den Nidarosdom, erahnen konnte.
Der Weg nach Hause war schneereich und das Plastiksackerlrutschen über den Berg, sowie die Schneerauferei waren sehr lustig. Vielen Dank an Alex und Michi für den Besuch!

Donnerstag, 5. Februar 2009

Besuch aus Edinburgh

Cheers!

Gestern Nacht hat der KLM-Flug aus Amsterdam uns Besuch aus Schottland mitgebracht. Und was passierte? Rechtzeitig zum Abend fing es nach über 20 Tagen ohne jeglichen Niederschlag (Rekord seit Winter 1946/47!) an zu schneien. Ich bin dann trotzdem mit dem Auto zum Flugplatz gefahren und es hat auch alles gut geklappt. Der Flieger war sogar ne halbe Stunde zu früh da. Teresa war währenddessen bei der "girls party"...

Heute habe ich Alex und Michi auf einer "kleinen Runde" (Michis Füße sagen anscheinend was anderes) Trondheim gezeigt. Anschließend haben wir uns eine Firmenpräsentation angehört - schließlich sollen die Besucher auch authentisches Norwegisch hören - und Pizza gegessen. Nun sind wir an der Planung der nächsten Tage.

Greetings

Montag, 2. Februar 2009

Storfossen und viel Eis

Hei!

Auch am gestrigen Sonntag war das Wetter noch einmal kalt (-9°C tagsüber) und wunderschön mit blauem Himmel. Das haben wir für eine "Expedition" zu einem Wasserfall namens Storfossen (= großer Wasserfall) genutzt. Dieser liegt einige Kilometer südlich von Hommelvik, einem Ort auf dem Weg von Trondheim zum Flughafen Værnes. Mit von der Partie waren dieses Mal Torsten und seine Mitbewohnerin aus Berlin, die gerade auf Besuch ist.

Der Plan für den Ausflug entstand eigentlich nur, weil ich gehört hatte, dass dort ein recht netter Wasserfall liegen sollte. Dementsprechend wussten wir nicht genau, wie man die richtige Stelle erreicht. Nach einer noch recht angenehmen Hinfahrt mit dem Auto sind wir auf beiden Seiten des Flusses jeweils entlanggelaufen, bis wir zu einem Wasserfall kamen. Am östlichen Ufer führte die kleine Nebenstraße, die überweite Strecken nur aus blankem Eis bestand, nur weit oberhalb des Flusses entlang. Dafür hatten wir am westlichen Ufer mit Wanderwegen mehr Glück. Den Storfossen direkt erreicht haben wir allerdings auch hier nicht, da der Tiefschnee das Fortkommen für die Berlinerin zu anstrengend machte.
Schön war es aber allemal, da der Wasserfall (oder Eisfall?) auch von oben einen netten Anblick bot. An beiden Seiten gab es natürlich richtig viel Eis. Auch neben der Straße waren viele, z.T. auch eher karamelfarbige Eisskulpturen zu bewundern.

Für den Heimweg wählten wir die Strecke am nördlichen Ufer des Jonsvatn (siehe früherer Blogeintrag) entlang. Für mich als Fahrer war das nicht ganz so entspannend, aber in jedem Fall eine Erfahrung. Dieser Weg ist nämlich auch eine von den Nebenstraßen, die vollständig mit schönstem Eis bedeckt sind. Zeitweise dachte ich, jetzt müssten wir dann doch noch unsere Schneeketten ausprobieren, um manche Hänge hinaufzukommen. Soweit kam es dann mit Anlaufnehmen glücklicherweise nicht.
Für diese Unannehmlichkeiten wurden wir am Jonsvatn aber großzügig entschädigt. Der 14,26 km² große See war komplett zugefroren und wir sahen vereinzelt Norweger mit Schlittschuhen und Langlaufstöcken. Natürlich sind wir auch aufs Eis und sind bis zur nächsten Insel gegangen/-schlittert. Das Eis war in den meisten Bereichen so klar und durchsichtig, dass man in Ufernähe den Grund deutlich erkennen konnte. Wir ließen es uns auch nicht nehmen, mit Torstens Thermosflasche Curling zu spielen, auf dem Rücken liegend Eiswettrutschen und ähnliche Späße durchzuführen. Die Stimmung mit dem Sonnenuntergang war unvergleichlich.
Historischer Zusatz: Laut wikipedia benutzten die Deutschen den zugefrorenen See 1940 als Flugplatz. Bei der Eisschmelze im Frühjahr standen dann noch mindestens drei Flugzeuge auf dem See und versanken. Zwei davon wurden 2005 gehoben. Das restliche Altmetall liegt wohl noch immer auf dem Grund von Trondheims Trinkwasserreservoir.

Hjertelig hilsen