Samstag, 17. Januar 2009

Granåsen und BBQ

Hallo zusammen!

Heute hat es in Trondheim - wie auch schon gestern - ziemlich gestürmt. Die Temperaturen sind nicht mehr ganz so kalt wie vor zwei Tagen. Aber mit dem Wind friert man dann doch ganz schnell. Dennoch gab es heute in unserem Studentendorf ein Grillen im Schnee. Da es dort kostenlos Würste gab, konnte ich mir das nicht entgehen lassen. Norweger eben!
Teresa ist leider krank und liegt seit zwei Tagen mit Fieber im Bett. Das Praktikum auf der Lungenheilkunde hat wohl nicht so gut getan.

Aus den oben genannten Gründen war es vielleicht auch eine gute Idee, heute nicht in der Bymarka im Schnee zu zelten. Ein paar Leute hätten mich/uns nämlich gerne mitgenommen. Aber nachdem auch mein in die Schweiz ausgewanderter Bergspezialist meinte, ich solle zwei Schlafsäcke und zwei Isomatten mitnehmen, hatte ich keine so große Lust mehr, mit all dem Gepäck Ski zu fahren.
Anstattdessen war ich wie schon länger vorgesehen mit Torsten, Sören und Elisabeth langlaufen. Wir sind nach Granåsen gefahren (dort wo die Ski-Sprungschanze steht) und haben die gut gespurten Weltcup-Loipen genutzt. Teilweise sind da drei Spuren nebeneinander und die Verhältnisse waren - vielleicht abgesehen vom Wind - richtig gut. Außerdem hat man einen ähnlich guten Blick auf Trondheim wie von der Bymarka aus. Schade, dass Teresa nicht dabei sein konnte! Aber bis zum Skifahren in Åre (Schweden) nächste Woche ist sie hoffetnlich wieder gesund.

Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 15. Januar 2009

Endlich kalt

Hallo!

Nun hat sich die Großwetterlage wieder "normalisiert". Zu Hause gibts den milden Winter und hier ist es plötzlich wieder ganz schön kalt. Als ich heute Morgen um acht Uhr zur Uni geradelt bin, dachte ich zuerst, das würde sich nur so kalt anfühlen, weil es in letzter Zeit so "warm" war. Es war dann aber tatsächlich nett kalt. Das Auto zeigte um 15:30 Uhr -14,5 °C an. Leider dauerte es auch entsprechend lange, dasselbe freizukratzen und startbereit zu machen. Schließlich muss ich es von Zeit zu Zeit immer mal "ausführen", damit es nicht ganz einfriert. Heute wäre es beinahe wieder nicht angesprungen.
Nun werden wir noch den zweiten Teil des lustigen norwegischen Films "Elling" ansehen. Daher mehr - auch von meinen Kursen an der Uni - ein andermal.

Grüße

Sonntag, 11. Januar 2009

Norwegerpullover

noch ein kleiner Nachweihnachtseintrag, den ich mit Stolz herzeigen darf: mein Erstlingswerk wurde pünktlich vor Weihnachten fertig!
Danke an dieser Stelle auch an mein Fotomodell....

Glatteis

God kveld, alle sammen!

Bevor wir das gemütliche Wochenende in Bälde mit einem weiteren Filmeabend ausklingen lassen werden, will auch ich wieder einmal einen Beitrag zu diesem Blog leisten. Ich möchte euch nämlich nicht verschweigen, dass Zachis Aussage "die Straßen sind - bis auf einige Eisplatten - frei" noch durch den Satz: "die Gehsteige und alle sonstigen Wege sind -bis auf einige wenigen gestreuten Stellen- vollkommen vereist" ergänzt werden muss.
Uns hat es beide auf dem Weg zurück nach dem Langlaufen einige Male auf den Boden gesetzt und zur Zeit ist das einzige wirklich sichere Transportmittel das Fahrrad mit Spikereifen! Allein der Weg zum Bus ist schon abenteuerlich und bedarf höchster Gleichgewichtsakrobatik.
Leider hat es nämlich in den letzten Tagen ziemlich getaut, es ist zwar schon noch alles weiß, aber der Schnee wurde recht hart, v.a. wenn es dann über Nacht wieder hinfriert. Zum Langlaufen geht es aber an den meisten Stellen -wo die Loipe erneuert wurde- sehr gut. Gott sei Dank! Aber bei strömendem Regen macht es halt nicht wirklich so viel Spaß, wie Zachi letztens festellen musste. Deswegen würden wir gerne ein paar Grad von euren Minustemperaturen ausborgen.

Morgen beginnt für uns beide übrigens das neue Semester (welches hier "Frühlingssemester" genannt wird, was auch Sinn macht, da es Anfang Mai wieder vorbei ist. Die Klausurenphase dauert allerdings schon bis Anfang Juni). Ich werde in das Semester des Jahrganges unter mir wechseln, das unter dem Thema "Chirurgie und Innere Medizin" steht, während meine Kollegen des letzen Semesters sich gleich 5 Wochen mit Psychatrie und dann mit Orthopädie und anderen Fächern beschäftigen, für die ich mich nicht ganz so begeistern kann. Es trifft sich also gut, dass ich zwischen den Semestern wählen konnte.
Zachi hat sich einen hübschen Stundenplan mit bunten Farben gemacht und wird sicherlich herausfinden, was ihm zusagt. Bislang gibt es viele Überschneidungen und nachdem er es in diesem Semester etwas ruhiger angehen will, muss er wohl noch einige Kurse streichen. Er wird euch auf dem Laufenden halten.

Eine schöne neue Woche und viele Grüße aus dem mit Abstand wärmeren Norden als bei euch!

Samstag, 10. Januar 2009

Anfangsabenteuer

Hallo zusammen!

Nun will ich doch endlich berichten, wie die Geschichte an meinem Ankunftsabend weiterging. Es wurde nämlich tatsächlich noch ganz "lustig". Anderthalb Stunden bevor Teresa ankommen sollte, bin ich zum Auto rausgegangen, um es auszugraben und zu testen. Immerhin war es von mehr als einem halben Meter Schnee eingeschlossen.
Nachdem ich eine halbe Stunde lang geschaufelt hatte, war das Auto halb frei und ich konnte wenigstens zur Hintertür hineinschlüpfen. Beim Drehen des Schlüssels im Zündschloss war außer einem ganz leichten Röcheln nichts zu hören. Dennoch musste das Auto doch in Gang gebracht werden, da wegen Teresas Verspätung kein Bus mehr fuhr und sie sonst mit ihrem Gepäck im Schnee schwer heimgekommen wäre.
Daraufhin hat mir Torsten aus dem Haus gegenüber geholfen und wir haben das Auto vollständig freigeschaufelt. Dann wollten wir es auf eine Straße transportieren, um es mit Anschieben anzulassen. Es stellte sich jedoch als sehr schwierig heraus, das Auto von seinem Parkplatz wegzuschieben, da es leicht bergauf ging und besonders weil der Boden natürlich glatt war und wir keinen Halt fanden. In dieser misslichen Lage traf uns dann Steffi an, die gerade heimkam. Auch sie half uns noch und so schafften wir es immerhin, das Auto auf die Straße zu befördern, sodass es diese ganz versperrte.
Das Anschieben hat natürlich nicht geklappt, da die Geschwindigkeit zu niedrig war. Dann musste ein Norweger mit seinem Volvo (eines von drei Auto an diesem Abend) in den Tiefschnee des Gehwegs ausweichen, um an uns vorbeizukommen. Er fragte netterweise, ob wir Hilfe bräuchten. Mit Hilfe seines Starterkabels gelang es uns nach einigem Funkensprühen das Auto in Gang zu bringen und ich konnte sicher den Berg hinabschlittern.

Obwohl ich mit Teresa dann noch eine ganze Weile umhergefahren bin, um die Batterie wieder zu laden, hat das Anlassen gestern wieder nicht geklappt. Ich hatte mich nämlich bereit erklärt, einem Mitstudenten beim Umzug von Moholt in ein zentrumsnäheres, sehr nettes Holzhaus zu helfen. Netterweise half mir deshalb Benoît (unser französischer Mitbewohner) mit Starthilfe aus. Vielleicht ist der Motor ja diesmal lang genug gelaufen, um die Batterie genügend zu laden...
Dank an alle hilfsbereiten Leute!

Ansonsten muss ich sagen, ist es hier wirklich zu warm. Die Schneemassen haben sich schon deutlich verringert und die Straßen sind - bis auf einige Eisplatten - frei. Vorgestern war ich, während Teresa in der Uni war, auch schon draußen in der Strindamarka. Das einzig Positive an dem Regenwetter war, dass keine Norweger unterwegs waren, denen ich den Weg versperren könnte. Und ich kam überall hoch und runter, da der Schnee so pappig war!
Heute sieht das Wetter etwas besser aus und es ist auch wieder etwas kälter. Außerdem habe ich gerade mein erstes Fahrrad (das grüne mit der gerissenen Kette) verkauft. Sieht also ganz gut aus.

Hilsen

Mittwoch, 7. Januar 2009

Zurück im Schnee

Halli hallo!

Nun bin zumindest schon mal ich zurück im hohen Norden und darf mit diesem Eintrag unseren 100. Blog-Post feiern. Teresa wird (hoffentlich) in drei Stunden nachkommen.

Nachdem es bei uns in der Nähe der Rheinebene ja so gut wie keinen Schnee hatte, sieht die Landschaft hier schon ganz anders aus. Eigentlich ist alles weiß und vor unserem Fenster hängen lange Eiszapfen (verzeiht das schlechte Nachtbild, aber es ist eben dunkel und der Meisterfotograf noch nicht zu Hause ;), sodass man das Fenster nur einen Spalt weit öffnen kann, ohne sie zu zerstören. Unser Auto ist auch schön eingeschneit und nachher werde ich mal noch testen, ob man es ausgraben und eventuell sogar anlassen kann. Das wäre zumindest für Teresas Heimweg vorteilhaft.

Meine "Heimreise" hat gut geklappt. Alle Flüge hatten zwar etwas Verspätung, aber nie zu sehr. Und ich hatte ja auch genügend Umsteigezeit. Gleich in Frankfurt habe ich auch einen mir noch aus Trondheim bekannten Österreicher erspäht, mit dem ich dann auf dem Weg reden konnte. In Oslo muss man lustigerweise auschecken und sein Gepäck abholen, um durch den Zoll zu gehen, und danach wieder einchecken. Das hat für einige Leute zu Zeitproblemen geführt. Aber offensichtlich will die Verwaltung die "domestic flights" auch wirklich im Inland halten, sodass in Trondheim kein Zoll mehr nötig ist.

Nun werde ich erstmal noch was einkaufen gehen und essen! Das Zimmer heizt sich auch so langsam auf... und dann ists wieder sehr gemütlich hier.

Viele Jubiläumsgrüße

Freitag, 2. Januar 2009

Godt nyttår

Hei!

Nach einem schönen und besinnlichen Weihnachtsfest und einem gelungenen Rutsch wünschen wir auch euch allen ein gutes neues Jahr.

Bis bald