Montag, 26. Januar 2009

Åre

Hejsan, hoppsan alle sammen!

Wir wollen euch natürlich nicht länger auf die Folter spannen, was unseren Ausflug nach Åre betrifft. Heute war den ganzen Tag allerdings so schönes Wetter, dass wir in der Bymarka Langlaufen waren... (das verdient eigentlich einen eigenen Blogeintrag)

Nun aber zu dem verlängerten Wochenende in Schweden. Gemeinsam mit Stephie und Torsten, die beide an der Charité in Berlin Medizin studieren und ebenfalls in Steinan wohnen, sind wir Donnerstag um 6 Uhr losgefahren. Es ging relativ gut zu fahren und wir waren schneller (2h20) als erwartet in Åre. Zwar gerade rechtzeitig, um den Sonnenaufgang über dem großen Åre-See mitzuerleben, aber viel zu früh für die ganzen Lifte, die erst um 9:30 Uhr in Betrieb gingen.
Die erste Fahrt war gleich mit dem WM-6er (einen WM 8-er Sessellift gibt es auch, Åre war ja bekanntlich Austragungsort der Alpinski-WM 2007), wo jeder Sessel nach einem Ski-Weltmeister der vergangenen Jahre benannt war. Ich hatte aber den Eindruck, dass ich fast die einzige war, der die Namen was gesagt haben (O-Ton Torsten: "Wer ist Hermann Maier?").

Es war ein wunderschöner Tag mit fast wolkenlosem Himmel und tollem Panorama über den Åre-See. Wenn ich geahnt hätte, dass die nächsten Tage einen Wetterumschwung mit sich bringen würde, dann hätte ich noch mehr fotografiert...
Obwohl die ganz lange Gondel vom Tal an den Gipfel noch nicht offen war, konnten wir mit anderen Liften auch ganz hinauf (allerdings liegt das ganze Gebiet relativ niedrig, der höchste Berg Åreskutan ist 1420 m hoch). Das Lifthaus war ganz mit Schnee verkleidet und sah recht lustig aus (siehe Foto). Es waren allgemein relativ wenig Leute auf den Pisten (ist im Moment auch noch richtige Nebensaison) und ich fand, dass es sehr gut zu fahren ging. Allerdings waren einige Stellen ziemlich vereist... Zachi hat sich auch recht schnell wieder ans Ski fahren gewöhnt, obwohl ihm der Unterschied zu den Langlaufskiern deutlicher aufgefallen ist als mir. Ich war einige Male allerdings sehr froh, dass ich das Ski fahren bereits als Kind gelernt habe, gewisse Dinge werden dann zum Glück "automatisiert"....
Unsere Unterkunft war ein kleines gemütliches Holzhäuschen in Åre-Bjørnen, quasi dem Kinderparadies von Åre. Es ist der Teil vom Skigebiet, der etwas außerhalb des Hauptgebietes gelegen ist, aber mit Verbindungsliften kam man gut ins andere Gebiet. Und das absolut Nette war, dass man quasi direkt mit den Skiern vom Haus losstarten konnte. Wir haben mit der Unterkunft wirklich Glück gehabt, da im Moment Nebensaison ist und wir so zu fünft (ein Freund von Torsten war noch mit) sehr günstig gehaust haben.
Am zweiten Tag war das Wetter nicht mehr ganz so toll und wir sind mit dem Skibus ans andere Ende des Åre-Gebiets gefahren, nach Tegefjäll und Duved. Dort waren auch sehr schöne Pisten (mit weniger Eis) und wenig Leute. Allerdings war es ziemlich kalt und es war eine glückliche Fügung, dass an einigen Liften Wärmehäuschen aufgestellt waren, wo man sich hineinsetzen konnte!
Am Abend haben wir immer lecker gekocht und es ist ganz praktisch, dass Schweden deutlich niedrigere Lebensmittelpreise hat als Norwegen. Viele Norweger fahren auch zum Einkaufen (v.a. Fleisch und Alkohol ist viel billiger!) über die Grenze.
Norwegisch und Schwedisch wird zwar teilweise unterschiedlich geschrieben, ausgesprochen hört es sich allerdings recht ähnlich an, sodass wir ziemlch viel verstanden haben und uns einmal sogar länger mit Schweden unterhalten haben. Das ging echt erstaunlich gut, wir haben Norwegisch gesprochen und die anderen Schwedisch und wir haben uns verstanden. Allerdings haben die Schweden sich auch extra bemüht und sehr langsam und besonders deutlich gesprochen. Aber immerhin....

Stephie und ich haben am Abend übrigens immer gestrickt, während die Herren Skat gespielt haben. Hab jetzt zum ersten Mal ein bisschen Ahnung, wie dieses Spiel funktionieren soll....
Am dritten Tag war es ziemlich bedeckt und nebelig - ein bisschen Schneefall war auch schon dabei- und wir sind im Björnen-Gebiet geblieben (obwohl man auch direkt mit Skiern ins Hauptgebiet fahren konnte), weil dort so gut wie keine Leute und die Pisten ganz toll präpariert waren (kein Eis und Tiefschnee an den Seite, wo man schön reinfahren kan).
Am Samstagnachmittag hat es dann zu schneien begonnen und damit hatten wir am letzten Tag (Sonntag) wirklich tollen Schnee. V.a. das Tiefschneefahren hat mir getaugt! Eine rote Piste ("Skogis") ging (unpräpariert) über das ganze Stück durch den Wald und Zachi hat es sehr gefallen, wobei eine Fast-Begegnung mit einem Baum nicht ausblieb, aber zum Glück ist nichts passiert...
Es hat den ganzen Tag über geschneit und die Sonne hat sich nicht mehr blicken lassen, dafür war der Schnee eben ganz toll. Und da der Sonntag ein An-/Abreisetag war (die Unterkünfte gehen immer von Sonntag bis Donnerstag und Donnerstag bis Sonntag), war für ein Wochenende erstaunlich wenig los.
Die Heimfahrt ging auch wieder problemlos, da in Norwegen so gut wie kein Neuschnee lag und die Straßen ganz freigeräumt waren. Damit war ein schönes Wochenende zu Ende. Und da wir natürlich auch noch in Schweden eingekauft haben, bleiben uns auch ein paar kulinarische Erinerungen in den nächsten Tagen.

Ha det bra!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Was ihr die ganze Zeit so anstellt. Ich träum hier nur von Urlaub. Danke für eure schönen Berichte, so haben wir hier wenigstens für ein paar Minuten ein bisschen Urlaubs-Feeling. Den Schnupfen-Virus kultiviere ich noch ein wenig weiter, er wird allmählich immer toller, ist wohl schon ganz resistent gegen mich.

Florian Ederer hat gesagt…

Sehr schoen! Ich bin gerade in Vancouver, wo man sogar von den Hochhaeusern in der Innenstadt direkt die umliegenden Schigebiete sieht. Ja, und Whistler ist gleich um die Ecke.