Hei!"Strahlendes Weiß" - mit diesem Schlagwort ließe sich der Eindruck unserer Umwelt auch heute noch beschreiben, wenn es nicht seit gestern wieder bedeckt wäre. Zu allem Überfluss sind die Temperaturen heute tatsächlich über 0 Grad gestiegen, sodass der Niederschlag als Regen fiel, nachdem es seit langer Zeit immer nur geschneit hatte. Aber dieser Blogeintrag trägt seinen Titel dennoch zurecht, denn sowohl Sonntag als auch Montag waren wunderschöne Tage mit blauem Himmel in der weißen Glitzerwelt.
Nachdem Anja pünktlich auf den Flybussen Richtung Flughafen Værnes gebracht war, entschieden wir uns, gemeinsam mit Torsten das tolle Wetter für einen Ausflug zum Granåsen zu nutzen, um dort langzulaufen. Dort wurde am Parkplatz allerdings schon wieder abkassiert, da auf der Weltcup-Loipe wohl ein Rennen stattfand. Deshalb sind wir nach kurzen Schwierigkeiten beim Wenden im Tiefschnee weitergefahren und letztendlich am Haukvatnet losgelaufen. Recht bald trafen wir auf eine sehr breite, frisch planierte Loipe. Dabei mussten wir unweigerlich an Anja und ihre Skatingski denken, für die das wohl paradiesische Verhältnisse gewesen wären. Nach einiger Zeit wurde uns dann aber klar, dass die Loipe nicht für uns gedacht war - dann
nämlich, als wir von einem Pulk flitzender Jugendlicher überholt wurden. Wir liefen dann noch bis vor den Zielbereich und sahen den jungen Biathleten eine Weile beim Schießen zu. Zum Ausklang dieser nicht besonders langen Runde spazierten wir mit unseren Ski dann noch auf dem zugefrorenen und eingeschneiten Haukvatnet herum und genossen die Sonne.Am Sonntagabend war ich dann ein weiteres Mal mit Torsten in der Sporthalle in Dragvoll klettern. Netterweise durfte ich
Torstens Zweitgurt nutzen und auch seine Kletterschuhe immer wieder ausleihen. Die Routen gingen schon etwas besser beim ersten Mal, aber die Arme spürte ich natürlich deutlich am Montag.Spät am Abend fuhren Teresa und ich noch zur Skistua und spazierten auf den Gråkallen, um den Himmel nach Polarlichtern abzusuchen. Die Aurora-Vorhersage ging nämlich immerhin von moderater Aktivität aus, sodass wir am nördlichen Horizont in Trondheim durchaus etwas hätten sehen können. Zum einen war der Himmel dann aber nur über dem Festland wolkenlos - über dem Fjord lag Dunst - und zum anderen stören das Licht der im Osten gelegenen
Großstadt und die Scheinwerfer der Militärstation auf dem Gråkallen die perfekten Beobachtungsmöglichkeiten. Daher sahen wir "nur" einen wunderbar klaren Sternenhimmel - und froren...Das hat uns aber nicht davon abgehalten, am nächsten Tag in der Bymarka gleich noch eine größere Runde mit unseren Ski zu drehen. Die Sonne war einfach zu verlockend und bei dieser
Landschaft lohnt es sich auch total. Es waren zwar auch recht viele Norweger unterwegs (volle Parkplätze), aber das lag wohl daran, dass nun hier Winterferien sind. Wir fuhren gezwungenermaßen wieder bis zur Skistua, wo wir endlich einen Parkplatz fanden. Dort schnallten wir die Ski an und fuhren den steileren (zu sehr für uns) der Stichwege zum Vintervatnet hinunter. Von dort aus liefen wir gemeinsam mit ziemlich vielen Norwegern zur Elgsethytta. Erst ab da wurde der "Verkehr" weniger, da wir nicht den gleichen
Weg zurück wählten, sondern noch eine Runde um den Kvistingen unterhalb des Storheia (siehe Sommer) drehten. Hier wurden auch die Wege etwas kleiner, blieben aber gespurt und die Ausblicke waren wunderschön. Auf einem Weg, den Teresa schon von ihrer kleinen Irrfahrt vor einiger Zeit kannte, ging es dann zurück zum Auto. Eine tolle Tour!Am Abend luden wir Simon und Torsten zum feinen Fondue-Essen ein.
Gestern und heute war ich auf der Uni (ja, sowas kommt auch noch vor!), um Vorlesungen zu besuchen und Übungsblätter zu bearbeiten. Außerdem gibt es immer mal wieder etwas Schnee zu schippen (jetzt ja leider eher Nass-Papp) und wir versuchen, unsere Fahrräder an den Mann bzw. die Frau zu bringen, bevor wir abreisen. Über das Wochenende werden wir nämlich nicht hier sein, da wir uns zum Abschluss noch Tromsø und die Hurtigruten anschauen wollen.
Hjertelig hilsen
6 Kommentare:
So viel Schnee haben wir inzwischen auch und das üble Wetter von gestern hat sich heute in strahlenden Sonnenschein verwandelt, so dass wir durchaus mit euch im Norden konkurrieren können.
Sind die Koffer für den letzten großen Trip schon gepackt?
Wir wünschen euch dazu schönes Wetter, dass ihr was von der Schifffahrt habt.
Liebe Grüße M.A. (22:30 kommt D.)
Bist du dir da bei der Schneemenge wirklich sicher...?
Gruß nach R.
Mein Opa hat immer gesagt:
Lieber Gott lass Frühling werden möglichst noch vor Weihnachten...
Irgendwie hatte er Recht :)
VG
Sven
Hei Sven,
das ist doch nicht dein Ernst. Schlägt dir das Praktikum schon so aufs Gemüt.
Auch wir hatten 3 wunderschöne Schneetage- allerdings in südlicheren Gefilden, das vom Schlechtwetter verschont blieb. Brixen (Bressanone) hat sich (großteils) von seiner Sonnenseite gezeigt. Andrea und ich haben (gerne und freiwillig) aufs Schifahren verzichtet und gingen 3 Tage lang Schneeschuhwandern: auf Gipfel über 2400 Meter.
Getsern sind wir wieder zu Hause gelandet und haben den mitgebrachten Käse mit Oma+Opa+Clemes+Max verkostet- Gretes Empfehlung war wunderbar (Für alle Käseliebhaber auch die Adresse: DEGUST- Käsekunst in Brixen Eisacktalstr.1 ganz in der Nähe von Kloster Neustift!)
Eine schöne Abschlusswoche wünscht
Herbert
Das granasige Schattenbild inspiriert sehr zur Portraitphotographie.
P u D
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