Montag, 2. Februar 2009

Storfossen und viel Eis

Hei!

Auch am gestrigen Sonntag war das Wetter noch einmal kalt (-9°C tagsüber) und wunderschön mit blauem Himmel. Das haben wir für eine "Expedition" zu einem Wasserfall namens Storfossen (= großer Wasserfall) genutzt. Dieser liegt einige Kilometer südlich von Hommelvik, einem Ort auf dem Weg von Trondheim zum Flughafen Værnes. Mit von der Partie waren dieses Mal Torsten und seine Mitbewohnerin aus Berlin, die gerade auf Besuch ist.

Der Plan für den Ausflug entstand eigentlich nur, weil ich gehört hatte, dass dort ein recht netter Wasserfall liegen sollte. Dementsprechend wussten wir nicht genau, wie man die richtige Stelle erreicht. Nach einer noch recht angenehmen Hinfahrt mit dem Auto sind wir auf beiden Seiten des Flusses jeweils entlanggelaufen, bis wir zu einem Wasserfall kamen. Am östlichen Ufer führte die kleine Nebenstraße, die überweite Strecken nur aus blankem Eis bestand, nur weit oberhalb des Flusses entlang. Dafür hatten wir am westlichen Ufer mit Wanderwegen mehr Glück. Den Storfossen direkt erreicht haben wir allerdings auch hier nicht, da der Tiefschnee das Fortkommen für die Berlinerin zu anstrengend machte.
Schön war es aber allemal, da der Wasserfall (oder Eisfall?) auch von oben einen netten Anblick bot. An beiden Seiten gab es natürlich richtig viel Eis. Auch neben der Straße waren viele, z.T. auch eher karamelfarbige Eisskulpturen zu bewundern.

Für den Heimweg wählten wir die Strecke am nördlichen Ufer des Jonsvatn (siehe früherer Blogeintrag) entlang. Für mich als Fahrer war das nicht ganz so entspannend, aber in jedem Fall eine Erfahrung. Dieser Weg ist nämlich auch eine von den Nebenstraßen, die vollständig mit schönstem Eis bedeckt sind. Zeitweise dachte ich, jetzt müssten wir dann doch noch unsere Schneeketten ausprobieren, um manche Hänge hinaufzukommen. Soweit kam es dann mit Anlaufnehmen glücklicherweise nicht.
Für diese Unannehmlichkeiten wurden wir am Jonsvatn aber großzügig entschädigt. Der 14,26 km² große See war komplett zugefroren und wir sahen vereinzelt Norweger mit Schlittschuhen und Langlaufstöcken. Natürlich sind wir auch aufs Eis und sind bis zur nächsten Insel gegangen/-schlittert. Das Eis war in den meisten Bereichen so klar und durchsichtig, dass man in Ufernähe den Grund deutlich erkennen konnte. Wir ließen es uns auch nicht nehmen, mit Torstens Thermosflasche Curling zu spielen, auf dem Rücken liegend Eiswettrutschen und ähnliche Späße durchzuführen. Die Stimmung mit dem Sonnenuntergang war unvergleichlich.
Historischer Zusatz: Laut wikipedia benutzten die Deutschen den zugefrorenen See 1940 als Flugplatz. Bei der Eisschmelze im Frühjahr standen dann noch mindestens drei Flugzeuge auf dem See und versanken. Zwei davon wurden 2005 gehoben. Das restliche Altmetall liegt wohl noch immer auf dem Grund von Trondheims Trinkwasserreservoir.

Hjertelig hilsen

3 Kommentare:

luisa hat gesagt…

wow - super schöne Bilder! :-) Freut mich, dass es euch immer noch gut geht da oben im Norden!

Anja hat gesagt…

Mhhh, Eisklettern!!! Ich komme :-)

Anonym hat gesagt…

einfach nur toll :)
hoff dieses wochendene war auch schön für euch ;)
ha det bra
may