Sonntag, 31. August 2008

Vassfjellet

Heute haben wir mal wieder unseren Luxus, ein Auto zur Verfügung zu haben, genutzt und sind mit Sarah aus Münster zum Vassfjell gefahren. Das ist ein 710 m hoher Berg ungefähr 20 km südlich von Trondheim, der die umliegenden bewaldeten Hügel überragt und im Winter der Abfahrtskiberg der Trondheimer ist. (Langlauf wird ja überall betrieben.) Wir sind also bis zum Parkplatz am Skilift gefahren und die weiteren 500 Höhenmeter bis zum Sendemast aufgestiegen. Das war glücklicherweise nicht so anstrengend wie die Tour letztes Wochenende, aber dennoch sehr schön. Nachdem es morgens etwas Nebel hatte, wurde es schnell sonnig und blieb so auch den ganzen Tag. Durchaus eine gute Angewohnheit des Wetters hier, immer am Wochenende schön zu werden! ;)

Außer uns waren noch recht viele Leute unterwegs, die eine Nummer vom "Volkswandern" zu irgendeinem Jubiläum trugen. Da wir aber auf dem Gipfelplateau querfeldein herumgegangen sind, waren wir schnell wieder alleine. Die Aussicht vom Vassfjell ist wunderbar. Rundum kann man blicken, bis zu den Trollheimenbergen und über Trondheim und den Fjord.

Nach unserer Rückkehr haben wir mal wieder Wäsche gewaschen, die morgen sicher gut trocknen wird in unserem verglasten Eingangsbereich, und fein gekocht. Außerdem haben wir uns als Brotbäcker versucht. Der Tipp unserer Mitbewohner, das Brot im Ofen immer wieder mit Wasser zu übergießen, hat sich für unseren Teig aber als nicht so praktisch erwiesen, sodass wir morgen erstmal testen müssen, was das Ergebnis dieses Versuchs war.

Sonnige Grüße aus dem Norden

Samstag, 30. August 2008

Einkaufstag und Schimmelproblem

Hei hei!
Heute hatten wir auch frei und es stand keine Wanderung am Programm. Aber keine Sorge, morgen geht es wieder auf einen Berg in der Nähe Trondheims :)
Stattdessen haben wir Ikea wieder einen Besuch abgestattet und eine Lampe für unser Schlafzimmer besorgt, wo es zur Zeit nur ein kleines Licht über dem Waschbecken gibt. Auch unser Bett hat jetzt ein gemeinsames Leintuch, was sich als sehr praktisch herausstellt.
Nach dem Motto "wer Hirn hat, schützt es" haben wir uns heute Fahrradhelme angeschafft, Zachi war zuerst skeptisch, aber ließ sich dann doch überzeugen. Außerdem haben wir uns -im Abverkauf- mit einigen Outdoorkleidern eingedeckt, eines der wirklich wenigen Dingen, die in Norwegen auffallend billiger sind als in Deutschland und Österreich sowieso. Meine neue Lieblingsfarbe ist petrol... ich kann euch ja gerne ein paar Fotos zeigen, aber das muss wohl mindestens bis morgen warten.
Eine weitere Sache, die mich wohl morgen auch beschäftigen wird, ist unser zweites Bad. Uns ist erst heute aufgefallen, dass in den Ecken und an den Fugen Schimmel ist. Hat mich natürlich sehr gefreut.... vor allem weil ich keine Ahnung hab, wie man den wegbekommt.
Habt ihr eine Rat für uns?
Vielen Dank für eure Hilfe.
Liebe Grüße aus Trondheim (jetzt ist es draußen bereits stockfinster)

Donnerstag, 28. August 2008

En fantastisk Symfoni

God kveld!
vielen Dank für eure Kommentare und Erzählungen! Es tut sich ja auch in Weiz einiges... Viele liebe Grüße an alle.
Hier in Trondheim wird es irgendwie schön langsam Herbst. Zumindest denke ich mir, dass der Sommer wohl eher vorbei ist. Heute hatten wir wieder einen Mix aus Sonnenschein und Regen, das Wetter kann hier unglaublich schnell wechseln.
Unglaublich finde ich auch, dass die Sonne jeden Tag fast 10 (!) Minuten früher untergeht als am Vortag. Aber ein bisschen Zeit wird es wohl trotzdem noch dauern, bis die Sonne im Dezember dann schon um 14h verschwindet.
Heute war wieder Sprachkurs und wir haben u.a. ein Diktat geschrieben, wie schon letzte Woche auch. Das liebt unser Lehrer wohl sehr, andererseits ist es auch eine gute Übung, weil es am Ende auch zum Examen kommt. Der Kurs ist diesmal sehr viel internationaler. Neben ein paar Austauschstudenten, sind viele Einwanderer im Kurs, die aus beruflichen oder privaten Gründen in Norwegen leben. (Iran, Vietnam, Palästina, Peru, Polen, Irland, Litauen, Spanien, Niederlande.... und eben neben mir einige Deutsche)
Durch glückliche Fügung ist auch ein Mitglied des Trondheimer Symphonieorchesters in unserem Sprachkurs. Verona aus Deutschland ist Bratschistin und konnte uns für das heutige Konzert zwei Karte für in Norwegen unglaubliche 3€ pro Stück besorgen.
So kamen wir in den Genuss von Rachmaninovs 3. Klavierkonzert und der "symphonie fantastique" oder in der norwegischen Übersetzung "en fantastisk symfoni".
Es war ein ganz ganz schöner Abend!
Das Konzert hat in den Olavs Hallen stattgefunden, wo wir damals vor 8 Jahren (im Rahmen des Europäischen Jugendmusikfestival, wo wir zufälligerweise beide waren) schon ein Konzert hatten. Wir haben mit Piacere damals in einem kleinen Saal gespielt, aber Zachi ist mit dem Offenburger Orchester in exakt dem gleichen Raum aufgetreten, wo wir heute das Konzert gehört haben.
Manchmal komme ich mir ein bisschen wie in einer Reise durch die eigene Vergangenheit vor. Die Schule, wo wir damals übernachtet haben, liegt nämlich ungefähr 500 m von unserem Häuschen in Steinan entfernt. Das ist doch ein lustiger Zufall, oder?
Liebe Grüße aus dem Norden!

PS: @ Christa: Hege hat mir übrigens geschrieben, dass sie im September in Trondheim sein wird!

Mittwoch, 27. August 2008

Kurse auswählen

Hallo zusammen!

Nach einem Tag Pause gibt's heute Abend wieder was zu lesen. So interessant wie unser anstrengend wunderschönes Wochenende ist es wochentags sowieso nicht. Aber dafür stressig! Derzeit bin ich nämlich noch immer in viel zu vielen Kursen, um sie mir "anzuschauen" und danach zu entscheiden, welche ich davon weitermachen möchte. Die Vorlesungen hier sind vom Aufbau auch anders als zu Hause gehalten. Es gabt zwar auch begleitende Übungen und zum Teil Laborübungen, aber mit den Vorlesungen geht hier immer auch ein "Pensum" einher. Dies ist eine Literaturliste, die man wirklich lesen muss. In Karlsruhe habe ich es ja eher so gehalten, dass man das Buch nimmt, das einem gerade zusagt, und auch nur dann, wenn man mit dem Vorlesungsmitschrieb nicht weiterkommt. Das ist hier anders. Außerdem muss man hier alle Bücher kaufen, da die Unibibliothek auch von den gängigen Lehrbüchern nur ganz wenige Exemplare bereithält. Ein eher teures Vergnügen!

Außerdem muss man sich für alle Kurse, in denen man am Ende auch ein "exam" machen will, bis zum 15. September verbindlich anmelden. Dann bekommt man auch Zugang zu "It's learning". Das ist die Internetplatform der NTNU, auf der man Nachrichten über Kurszeiten und Raumänderungen bekommt, aber auch Skripten und Übungsblätter. Eine wirklich praktische Einrichtung! Um die Informationen auch bald abrufen zu können, habe ich mich heute mal für einige Kurse angemeldet. Abmelden kann man sich dann immer noch, auch später. Bisher kann ich leider noch nicht so ganz abschätzen, was zeitlich drin ist und was nicht. Der Dienstag ist z.B. total vollgepackt, sodass wir gestern Abend nicht mal mehr Lust auf Orchester hatten. Ich war dann trotzdem dort und es hat Spaß gemacht - Musik halt.

Gerade eben hat unsere Wandergruppe vom Wochenende sich zum Essen und Bilderaustauschen getroffen. Jetzt könnt ihr also noch viel mehr Bilder anschauen. Allerdings ähneln sich die meisten doch erstaunlich... ;)

Viele Grüße von einem müden Radfahrer

PS: Von wegen Radfahren... nicht dass hier das Bild entsteht, hier sei alles nur eitel Sonnenschein: Gestern bin ich auf dem Weg zur Uni ganz schön nass geworden! Und jetzt fängt es gerade auch wieder an zu regnen. Aber ansonsten hatten wir bislang schon viel Glück.

Montag, 25. August 2008

Trollheimen-Tour

Hei Hei!

Während Zachi an seinem Norwegisch-Aufsatz schreiben muss, habe ich die Ehre euch ein bisschen etwas von unserem Wochenendtripp ins Trollheimen-Gebirge zu erzählen.
Gemeinsam mit 8 anderen (neben uns 4 Leute aus Deutschland, 3 Holländer und ein Italiener) sind wir am Freitag Nachmittag von Trondheim aus gestartet. Die Fahrt dauerte ca. 2,5 h, bis wir das Auto am Parkplatz abstellen und zur Vassendsetra-Hütte aufsteigen konnten.
Es ging gleich relativ steil hinauf und innerhalb weniger Minuten zeigte sich die unterschiedliche sportliche Leistungsfähigkeit der Gruppenmitglieder. Das wurde in den nächsten 2 Tagen noch deutlicher sichtbar, aber dazu an späterer Stelle mehr.
Die Wolken hingen recht tief und man konnte das gewaltige Panorama nur erahnen. Nach ca. 2 h Stunden Aufstieg waren wir am Abend an unserer ersten Unterkunft angekommen, der Vassendsetra-Hütte. Sie liegt malerisch gelegen am großen Gjevillvatnet. Da die Hütte unbewirtschaftet ist, rechneten wir mit einer spärlichen Notunterkunft, aber wir wurden eines besseren belehrt. Die Hütte hatte zwar weder elektrisches Licht noch fließendes Wasser, dafür aber eine geschmackvolle Innenausstattung, schöne Betten und ein gemütliches Wohnzimmer inkl. Schaukelstuhl und Vorhängen. Die Holländer bekochten uns mit Pasta und Fischsauce und die Atmosphäre mit Kerzen war auch sehr stimmungsvoll. (Mittlerweile wird es hier in Norwegen bereits gegen 22h dunkel, das war vor einem Monat noch ganz anderes.)
Zu späterer Stunde, als wir schon ins Bett wollten, schaute ein Norweger von der Nachbarhütte vorbei und wollte uns zu ihrem geselligen Zusammensein (und Besäufnis) am Lagerfeuer einladen. Er meinte, wir müssten unbedingt ein norwegisches Getränk (er nannte es "moonshine", es gibt aber auch ein norwegisches Wort dafür) probieren. Man nimmt eine Münze, legt sie ins Glas und schüttet etwas Kaffee drüber, sodass das Geldstück verschwunden ist. Dann verdünnt man den Kaffee so lange mit Aquavit (Kartoffelschnaps), bis die Münze wieder sichtbar ist. Tja, ihr könnt euch vorstellen, wie viel Schnaps man dafür braucht :)
Wir gingen aber nicht mit hinüber, sonder legten uns nieder.
In der Nacht allerdings kamen die sternhagelvollen Norweger (die auch am nächsten Tag noch sturzbetrunken waren) und schrien im Haus herum und sangen norwegische Trinklieder. Ich bin zum Glück nur einmal kurz aufgewacht, aber andere von unserer Gruppe konnten wohl keine wirkliche Nachtruhe finden.
Trotzdem mussten wir am Samstagmorgen früh raus. Der Himmel sah ziemlich bedeckt aus und die Wolken hingen tief über dem See. Doch das änderte sich schlagartig während dem Frühstück. Als wir losmarschierten, war dann fast keine Wolke mehr zu sehen und dieses geniale Wetter blieb uns auch den restlichen (und den folgenden) Tag erhalten.
Die Tour war ziemlich anstrengend, wir mussten über das Mellomfjellet einige Höhenmeter überwinden (sowohl in die eine, als auch am Schluss beim Abstieg in die andere Richtung), aber das Panorama war überwältigend. Seht selbst auf den Bildern!! (Wenn man sie anklickt, werden sie in voller Größe angezeigt!)
Der Abstieg zu unserer nächsten Unterkunft, der berühmten Trollheimshytta, war extrem schwer. Es ging in kürzester Zeit über 700 Höhenmeter hinunter. Einige von uns waren nicht unbedingt die trittsichersten, aber es kamen alle gut am Ziel an.
Wir konnten uns duschen und bekamen anschließend ein supergutes 3-Gängemenü. Das war im Übernachtungspreis mit Frühstück und Jausenpaket inkludiert. Für norwegische Verhältnisse war es richtig günstig und absolut empfehlenswert!!
Nach dem leichten Schlafdefizit der vergangenen Nacht haben diesmal alle sehr gut geschlafen und nach einem leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg zurück in Richtung Auto. Allerdings waren wir auch am Sonntag ca. 1o h (mit Pausen) unterwegs. Diesmal war die Route aber etwas leichter, wir wählten den Weg durch das Tal zurück. Trotzdem ging es teilweise am Bergrücken entlang, die größte Herausforderung war das Moor. Hier zeigte sich die Qualität guter Wanderschuhe! Wir sind teilweise wirklich knöcheltief eingesunken. Zwischendurch mussten die Holländer (inkl. Zachi) beweisen, dass sie uns richtig davonlaufen können. Netterweise hat auch niemand gewartet und es hat sich zwischen den Gruppen ein ziemlicher Abstand aufgetan. Wir hatten eine Kollegin aus Norddeutschland mit, die zum ersten Mal auf dem Berg war und einen immens schweren Rucksack zu tragen hatte (inkl. Schlafsack, der 3kg wog und Außentemperaturen vom -20°C aushalten sollte). Sie war schon ziemlich am Ende der Kräfte und zum Glück pausierten die Vorläufer dann auch endlich einmal. Wir "verteilten" das Gepäck und Zachi nahm den Schlafsack, mit dem ihm bis am Schluss eine besondere Innigkeit verbinden sollte. (Er hat in einige Male verflucht... v.a. als er beim Springen über das Moor ausgerutscht und mit dem gesamten Bein im Schlamm steckengeblieben ist.)
Es war dann schon 19 Uhr, als wir beim Auto waren und dann mussten wir wieder nach Trondheim zurückfahren. Deswegen war es gestern Abend recht spät und ihr dürft den Bericht heute lesen! Wir freuen uns auf eure Kommentare...



PS: Auf besonderen Wunsch meines lieben Cousins wird demnächst auch bald ein eigener Blogeintrag über Rosenborg Trondheim erscheinen, aber bislang fahre ich nur jeden Tag am Stadion vorbei und Zachis "Ölbohrer-Campus" liegt auch direkt daneben. Da das aber noch nicht für einen eigenen Eintrag reicht, müssen wir uns in Bälde ein Spiel anschauen und dann berichten!

Sonntag, 24. August 2008

Zurück aus dem Land der Trolle

Hei :)

Wir sind wieder zurück von unserer Tour im Trollheimen-Gebirge, das auch Land der Trolle genannt wird. Wir hatten traumhaftes Wetter und auch jede Menge tolle Erlebnisse. Ob wir den Trollen auch wirklich begegnet sind, wird an dieser Stelle gepostet. Genauere Details folgen allerdings erst morgen, da wir beide um 8h eine Vorlesung haben. Nicht dass man den Eindruck bekommt, wir würden hier nicht studieren.
Aber ihr dürft gespannt sein, wir haben wirklich viel zu berichten und schöne Fotos herzuzeigen.

Ha det bra!

Donnerstag, 21. August 2008

Wohnungsdetails

Einen wunderschönen guten Abend!

Teresa hat euch ja schon die Außenansicht und den Grundriss "unseres" Häusleins präsentiert. Um zu präzissieren, will ich noch ein bisschen dazu berichten.
Ich fange mal mit meiner Uni an. Heute Morgen hatte ich nämlich eine Stunde "Mineralogi og Petrografi" auf Norwegisch und "Seismic Data Acquisition and Interpretation" auf Englisch. Beide Kurse (v.a. letzterer) gefallen mit sehr gut - und überschneiden sich nicht mit unserem Sprachkurs, nach dem der Stundenplan nun ausgerichtet werden muss. Ich finde es interessant zu beobachten, dass es in den meisten Veranstaltungen hier kein Problem ist, einfach auf Englisch zu wechseln, wenn auch nur ein Auslandsstudent anwesend ist. Andere werden natürlich auch einfach auf Norwegisch gehalten und man muss schauen, wo man bleibt. Aber bei uns wäre das ja niemals vorstellbar!

Als ich dann heim kam, hatte Teresa ihr Zimmer schon ausgeräumt und alles ins Auto gepackt. Daher konnten wir gleich unsere Schlüssel von SIT (Verwaltung von Wohnungen u.v.m.) abholen. Glücklicherweise ging das alles ganz unkompliziert, sogar unsere beiden Deposits wurden einfach zusammengelegt und auf die neue Wohnung umgeschrieben.
Anschließend sind wir dann in die neue Wohnung gefahren. Sie liegt in Steinan und damit etwas weiter weg von Uni und Krankenhaus, aber auch nicht so auf dem Berg. Mal sehen, wie viel länger man mit dem Fahrrad wirklich fährt. Die Vorteile des kleinen Häuschen, von dem wir ein Drittel der einen Hälfte (die andere Hälfte ist symmetrisch aufgebaut) unser eigen nennen dürfen, sind jedenfalls unübersehbar. Wir haben mehr Platz, konnten uns zusammen einrichten und sind, wie von Teresa beschrieben, nah am Wald in ruhiger Lage. Und wir zahlen weniger Miete als für zwei Einzelzimmer. Die anderen beiden Paare, mit denen wir uns Küche, Bad und Klo teilen, kannten wir schon von vorher, wie wir erstaunt festgestellt haben. Die einen kommen aus Dresden, die anderen aus Grenoble (Franzose und Polin). Sie sind alle sehr nett.
Ich habe meine Sachen dann am Mittag zu unserer neuen Bleibe gebracht, als Teresa ins Krankenhaus musste. Um 15 Uhr war dann Sprachkurs, zu dem ich es gerade so geschafft habe. Teresa kann donnerstags leider nicht immer ganz pünktlich sein.

Nun verbringen wir einen schönen Abend und fühlen uns wohl. :) Morgen gehts dann nach der Uni nach Oppdal, wo wir mit acht anderen Leuten aus unserem Intensiv-Sprachkurs ein Wanderwochenende geplant haben.

Viele Grüße aus Steinan

PS: Wir haben nun auch eine Matratze und einigen Platz für begeisterte Norwegenreisende...

Unsere neue Wohnung



ein Foto plus Grundriss.... (von der Seite sit.no)

zwar etwas außerhalb der Stadt, dafür gleich am Wald/ See bzw. im Winter an der Langlaufloipe mit Flutlicht... :)

Uns gefällt es sehr gut! Besucher sind gerne willkommen!

Mittwoch, 20. August 2008

Teresa auf der Kinderpsychatrie

Hallo ihr Lieben!
Bevor ich mir jetzt noch länger meine Zeit im Internet mit Facebook (so etwas wie StudiVz auf international) vertrödele (ganz hab ich das System eh noch nicht durchschaut...), kann ich euch genaus gut ein bisschen was vom heutigen Tag erzählen! Mein Norwegischaufsatz ("Warum man die Landessprache können sollte, wenn man längere Zeit in dem Land leben will") muss wohl bis morgen warten. Für "inputs" wäre ich übrigens äußerst dankbar!! Außerdem dürft ihr auch gerne wieder die Kommentarfunktion benutzen, es ist schön was von euch zu lesen.
So, jetzt zu meinem Tag. Heute war mein erster Praktikumstag auf der Kinderpsychatrie, die irgendwo mitten in der Bymarka liegt. Ich hatte natürlich keine Ahnung wo, und der Franzose aus meiner Gruppe (der im übrigen nach Norwegen gekommen ist,um Englisch zu lernen und weder gut Englisch noch -bzw. überhaupt nicht Norwegisch spricht) natürlich auch nicht.
Zum Glück haben wir ja ein Auto und so hab ich mich in der Früh mit dem Frazosen und mit Marianne (Norwegerin) aus meinem Kurs getroffen und wir sind gemeinsam hingefahren.
Das Praktikum hat um 8h30 mit der Morgenbesprechung begonnen. Wir waren auf der Akutkinderpsychatrie eingeteilt und interessanterweise waren nur Ärztinnen und Psychologinnen da. Ich war total glücklich, dass ich ganz ganz viel verstanden hab! Der Franzose kapiert gar nichts, er kann -zu seinem Pech- nicht einmal wirklich Englisch. Für ihn war das natürlich übel, weil wir ca 4h bei Patientengesprächen dabei waren bzw. selbst Fragen gestellt haben. Wobei ich da natürlich nicht so viel sagen konnten, wenn ein Mädchen z.B. erzählt, dass es Stimmen hört, die ihr sagen, dass sie sich umbringen soll. Da komm ich mit meinem derzeitigen Smalltalk-Norwegisch nicht so weit und deswegen war ich lieber still. Aber im Gegensatz zu den anderen Studenten hatte ich schon Psychatrie und konnte deswegen von den Gesprächen viel mitnehmen. Allerdings ist der Dialekt hier schon ein bisschen extrem. So wird u.a. jeg ("jei") wird zu eg ("ek") ... aber trotzdem, ich hab das Gefühl, dass es mit dem Verstehen jeden Tag besser wird und meine Mitstudenten spielen das Spiel ("Was heißt das auf Norwegisch?" und ich wiederhole es dann) brav mit und freuen sich an den Fortschritten. Das macht richtig Spaß!
Übrigens: genauso wie in Graz liegt auch die Psychatrie von allen Kliniken in Trondheim am schönsten Ort. Malerisch abgelegen, mitten im Wald, in der Nähe des Sees...Vielleicht entdecke ich ja noch die Liebe zu diesem Fach, was im Moment aber eher unwahrscheinlich ist, aber dann würde ich zumindest ein einem schönen Ort arbeiten. Und die Nachtdienste sind sicher super ruhig... Mal sehen. Um das geht es hier ja nicht.
Auf jeden Fall war ich nach dem Vormittag ganz schön müde, weil es einfach total anstrengend ist, sich aufs Verstehen und Sprechen zu konzentrieren. Leider habe ich auch bemerkt, dass ich kein Französisch mehr kann. Es hat mich etwas schockiert, dass ich beim Sprechen mit dem Franzose norwegische Wörter einbaue. Das muss wohl im Gehirn den gleichen Ausgang haben. Ich hoffe, das lässt sich beheben. Wäre schlecht, wenn man eine neue Sprache lernt und dafür eine andere aus dem Gedächtnis löscht. Aber ich versteh den Franzosen noch, wenn er spricht, also besteht Hoffnung.
Am Nachmittag hab ich meine Sachen gepackt und mein Zimmer aufgeräumt, morgen Vormittag hab ich zum Glück kein Praktikum (dafür war ja heute länger) und wir ziehen um nach Steinan.
Näheres dazu dann morgen!
Vi snakkes (wir hören voneinander)....

Dienstag, 19. August 2008

Zweiter Tag

Hei ihr!

Nein, wir werden unsere Tage ab jetzt sicher nicht durchnummerieren. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass nun meine ersten Erlebnisse von der Uni zur Sprache kommen werden...

Aber vorneweg gibt es noch eine Eilmeldung, die seeehr wichtig und erfreulich ist. Teresa hat heute eine Email von SIT bekommen, in der uns ein Angebot für ein Dublett in Steinan unterbreitet wird. Wie es aussieht, können wir noch diese Woche dorthin ziehen. Das war nun wirklich unerwartet! Steinan ist die studentby mit den kleinen Häusern, die etwas weiter weg, aber wohl auch schöner ist...

So, nun zu meinen beiden ersten Tagen. Es war schon richtig viel los, besonders heute. Ich wollte mir nämlich möglichst viele der interessanten Vorlesungen anhören, um danach zu entscheiden, welche ich wirklich belegen will. Dazu habe ich in aufwendiger Weise eine Liste erstellt, da die NTNU-Seite nicht gerade übersichtlich aufgebaut ist. Jedenfalls wollte ich gestern um 8 Uhr die erste Veranstaltung besuchen. Als ich dort war, erfuhren wir, dass sie erstmal nicht stattfindet. Dasselbe war mit der Vorlesung um 10 Uhr. Dafür konnte ich die Computerräume erkunden und meine Studentenkarte auch für den Campus Gløshaugen freischalten. Ausdrucken ist auch für (Geo-)Physiker kostenlos. ;) Um 12 war ich dann im Realfagbygget (Naturwissenschaften) in Energy and Environmental Physics und am Nachmittag noch bei einer weiteren Veranstaltung. Dieses Gebäude ist total neu und richtig toll. Da ist alles überdacht und viel Glas, müsst ihr euch anschauen.
Heute war ich dann von 8 bis 22 Uhr unterwegs, erst 3 Vorlesungen a 2h, danach 3h Sprachkurs und heute Abend noch Orchster. Die Vorlesungen heute waren aber alle recht gut. Eine war auf Norwegisch, wobei ich sogar recht viel verstanden habe, Mineralogi og Petrografi. Die anderen bei der petroleums-geofag waren auf Englisch. Das Orchester war auch sehr nett. Wir durften uns einfach dazusetzen und mal mitspielen. Für Streicher wird es auch in Zukunft keine Vorspiele geben ("Quantität vor Qualität"), nur die Bläser müssen ihr Können zeigen. Spielen werden wir Saint-Saence "Orgelsinfonie" und "Wallensteins Lager" von Smetana.

Ach, und getankt haben wir heute Abend auch noch - zum ersten Mal seit Kopenhagen vor fast 4 Wochen! Die Geschwindigkeitsbegrenzungen hier (höchstens 90) drücken den Verbrauch merklich.

Nun gut, die nächsten Tage gibts einiges zu organisieren, Umzug und Ausflug am Wochenende... Wünsch euch allen schöne Tage!
Hilsen

Montag, 18. August 2008

Erster Tag

Hallo ihr!
Heute gibt es viel zu berichten....
Da wir beide recht Unterschiedliches erlebt haben, fange ich erst einmal bei meinem Tag an. Zachi ist noch gar nicht zu Hause, aber er wird sicher auch einiges zu erzählen haben.

Um 8h30 hat die Begrüßungsvorlesung von unserem Semesterkoordinator, der übrigens selbst einmal in Wien studiert hat, begonnen. Wir Austauschstudenten (neben mir 4 deutsche Mädels, 1 Schweizer und ein Franzose) wurden gleich gesondert begrüßt, was ich sehr aufmerksam fand.
Der Hörsaal im neugebauten Kvinne-Barn-Senteret (Frauen-Kind-Zentrum) ist total schön und die Sitze haben sogar gepolsterte Lehnen! Das ich so etwas auch noch einmal erleben darf... Gleich nach der Begrüßung gab es als Draufgabe und zur Versüßung des beginnenden Unialltags Kaffee und so eine Art Topfengulatschen für alle (das werde ich wohl bei uns auch niiiiiemals erleben) und es kamen gleich einige Norweger auf uns zu und waren ganz angetan, dass wir uns mit ihnen auf Norwegisch unterhalten konnten und v.a. wollten. Also so schüchtern sind die alle nicht, im Gegenteil, alle sind sehr sehr freundlich und hilfsbereit. Uns wurde gleich der Computerraum gezeigt, wo man ins Internet kann (wobei WLAN sogar im Hörsaal und in der gesamten Stadt Trondheim für Studenten kostenlos verfügbar ist) und gratis drucken und kopieren kann. Tja, ihr Lieben, da staunt ihr, oder??
Die Vorlesungen in diesem Semester sind alle auf Englisch und es wird um die Themen Gynäkologie, Geburtshilfe, Kinderheilkunde, Kinderpsychatrie, Nephrologie, Urologie, Endokrinologie und Radiologie gehen. Bis auf Nephrologie und Urologie habe ich alles schon in Graz gehört und die Prüfung gemacht, aber ich finde es sehr spannend, aus welchem Gesichtspunkt hier die Vorlesungen gehalten werden. Außerdem ist es eine super Wiederholung, weil bei uns während den Modulen sowieso alles in so einer Art "Crash-Kurs" gebracht wird.
Neben den Vorlesungen wird es auch jede Menge Praktika geben, die wir rotierender Weise bis Weihnachten absolvieren werde. Ich beginne diese Woche mit Kinderpsychatrie. Und da Kinder -im Gegensatz zu den meisten erwachsenen Norwegern- noch kein perfektes Englisch sprechen, wird das sicherlich eine Herausforderung :)
Außerdem müssen wir auf der Geburtshilfe z.B. bei min. 4 Geburten dabei sein und auch assistieren. Und jedes Fach hat sein eigenes "skill center", wo man praktische Handgriffe üben kann und jeder Zeit Zutritt hat.
Also der erste Eindruck ist wirklich sehr sehr gut. Ich frage mich, ob ich jemals wieder an die Meduni-Graz zurückkehren will. Ich hätte gleich in Norwegen beginnen sollen, dann hätte ich mir garantiert nicht anhören müssen, das aus uns später sowieso einmal nichts wird, wir alle dumm sind... Das hat sich zwar auf der Klinik gebessert, aber einen besonders guten Stand auf der Klinik haben wir nicht. Hier ist es anders: Es gibt nur wenig Studienplätze für Medizin (in meinem Semester sind 60 Studenten, also pro Jahrgang gibt es 120 Leute, die aufgenommen werden). Auf jeden Fall ist es hier eine Ehre, Medizin studieren zu dürfen und die Studenten nehmen das Studium auch wirklich sehr ernst und genießen einen guten Ruf am Klinikum. Man wird jederzeit gerne gesehen und die Lehrenden sind stolz darauf, eine gute Ausbildung geben zu könne. Ich muss sagen, ich freu mich schon sehr auf die nächsten Wochen!!

Es gibt übrigens noch andere gute Neuigkeiten:
Wir haben beide einen Platz im Norwegischkurs Level 3 begonnen (es gibt insgesamt 4 Level). Wenn wir diesen Kurs bestehen, dürften wir (auch ohne Austausch) in Norwegen studieren. Der Kurs ist aber ziemlich zeitaufwändig. Er geht Dienstag und Donnerstag von 15h-18h, leider überschneidet es sich teilweise auch mit meinen Übungen auf der Uni.
Aber andererseits ist es eine tolle Gelegenheit und viele wären sicher froh, wenn sie einen Platz haben könnten. Der Sprachkurs ist nämlich sehr beliebt, da er ja quasi kostenlos ist.

So, jetzt werde ich meine Bericht beenden. Ich habe euch auch noch ein Luftbild vom Krankenhaus eingefügt. Für die, die es interessiert: das Gebäude mit dem "Labyrinth" auf dem Dach (sieht man auf der Vergrößerung, wenn man auf das Bild klickt) ist das Kvinne-Barn-Senteret.

Vi snakkes, ha det bra!

Sonntag, 17. August 2008

Storheia

Hei ihr :)

Heute war wieder superschönes Wetter hier in Trondheim. Obwohl wir nicht bei der Kneipentour waren, haben die letzten 3 Wochen doch ihre (Müdigkeits)Spuren hinterlassen und wir haben es genossen, am Morgen ausschlafen zu können.
Nach dem "Brunch" sind wir mit dem Auto ins Naherholungsgebiet Bymarka (im Westen von Tronhdeim) gefahren und wollten den höchsten Berg dort erklimmen.

Die "Storheia" ist ca. 565 m hoch, aber man muss ja bedenken, dass Trondheim auf Meeresniveau liegt. Zwecks mangelhafter Ausrüstung (kein gutes Kartenmaterial, aber zum Glück einen Fotoapparat zum Karte abfotografieren) mussten wir gleich einmal ein norwegisches Ehepaar nach dem Weg fragen. Aber wir hatten wirklich Glück, weil sie sich gut auskannten und noch dazu ganz angetan waren, dass wir uns mit ihnen auf Norwegisch unterhalten konnten.
Nach ca. 2h waren wir am "Gipfel" (bzw. Plateau) angelangt. Der Ausblick über Trondheim, die Bymarka und ihre Seen und nicht zuletzt die Sicht über den Fjord waren toll.
Beim "Abstieg" konnten wir uns wieder an den unzähligen Beeren laben. Unseren Schuhen hat die Wanderung allerdings nicht so gut gefallen, weil der Untergrund oft etwas weich und moorig war. Aber ganz eingesackt sind wir zum Glück nicht, dafür hat es in den letzten Tagen wohl nicht genug geregnet.
Am Abend haben wir noch gemeinsam gekocht und -um die steirischen Wurzeln nicht zu verleugnen- endlich mal wieder Salat mit Kernöl gegessen.

Morgen beginnt bei uns bereits das Studium, ihr dürft gespannt sein, was wir zu berichten haben!

Liebe Grüße in den Süden!

Samstag, 16. August 2008

Sprachkursexamen und Sverresborg

Hallo zusammen!

Heute war wieder ein ereignisreicher Tag. An erster Stelle ist natürlich die Abschlussklausur für unseren Sprachkurs zu nennen. Sie dauerte von 9 bis 12 Uhr und umfasste drei Grammatikaufgaben und einen Aufsatz mit 300 bis 400 Wörtern Umfang. Zeitlich war das Examen also ganz gut machbar. Unter den Aufsatzthemen fanden sich auch durchaus brauchbare. Teresa schrieb über ihr Medizinstudium und Graz, ich über "Auslandsstudium: Gründe - warum Norwegen". Nach unserem Gefühl könnten wir eigentlich bestanden haben, aber um genauere Einschätzungen zu liefern, sind unsere Sprachkenntnisse einfach zu gering. Es wäre ja ganz schön, wenn wir Niveau 2 damit erfolgreich abgeschlossen hätten. Andererseits wird uns im nächsten Semester sicher auch nicht gerade viel Zeit bleiben, für den Niveau 3-Kurs (15 ECTS!) zu arbeiten. Wir werden ja sehen... Wenn wir heute bestanden haben, sind unsere Chancen jedenfalls nicht so schlecht, diesen Kurs zu bekommen, da wir uns im Gegensatz zu den meisten anderen (sprachlich besseren) schon vorher beworben hatten.

Unser Norwegischlehrer Peder hat jedenfalls ganze Arbeit geleistet. Ich habe das Gefühl, in diesen 3 Wochen einen so großen Fortschritt in einer Sprache gemacht zu haben wie noch nie. Und nett und pädagogisch gut war er allemal. Heute gabs während der Klausur Schokolade von ihm. Gestern brachte er zum Abschied sogar Waffeln mit "brunost" mit. Letzteres ist so karamellbrauner Käse, der etwas süßlich schmeckt und nicht jedem Gaumen schmeichelt... Müsst ihr einfach mal probieren.

Gestern Abend waren wir außerdem zu Ulrike eingeladen, die morgen nach Bergen fährt und dort studiert. Da gabs eine feine Karotten-Orangen-Suppe und Spagghetti mit Lachs-Soße. Außerdem bekamen wir noch Blaubeertaschen mit Vamilleeis zum Nachtisch. Einfach köstlich!

Heute Nachmittag haben wir das gute Sommerwetter genutzt und sind mit Ulrike nach Sverresborg gefahren. Das ist ein Freilichtmuseum am Stadtrand von Trondheim, das sie vor ihrer Abreise noch gerne sehen wollte. Dort stehen alte Häuser (natürlich Holz) aus der Umgebung, die uns sehr gut gefallen haben. Aber auch die Anlage selbst ist total schön, da man einen guten Blick über die Stadt und den Fjord mit der Insel Munkholmen hat.

Gegen Abend haben wir zum Abschluss unseres Kurses mal wieder gegrillt und der Rest ist jetzt sicher noch in der Stadt auf Kneipentour...

Liebe Grüße aus Nidaros

Freitag, 15. August 2008

in aller Kürze


Hallo ihr,

heute war der letzte Tag im Sprachkurs, es gibt einiges zu erzählen und auch Fotos, aber das werden wir auf morgen Nachmittag/Abend nach dem Examen verschieben.
Ihr könnt zwischen 9 und 12h morgen gerne an uns denken :)

God natt!

PS: hier das Foto unserer Gruppe, ganz links im Bild unser Norwegischlehrer Peder.

Donnerstag, 14. August 2008

Kurzer Lagebericht

Hallo ihr,

Der heutige Tag lässt sich relativ kurz zusammenfassen: Sprachkurs und Lernen....
Am Samstag ist ja unser Examen und wir haben in den letzten 3 Wochen viel Neues gelernt, was wir allerdings wiederholen sollten. Bei all dem tollen Freizeitprogramm ist es bislang schwierig gewesen, richtig viel zu machen.
Vor allem die unregelmäßigen Verbformen und die Präpositionen, die laut unserem Lehrer sogar viele Norweger nicht richtig können, sind sehr schwierig und teilweise ohne jegliche Logik (zumindest für uns). Dabei hat man schon einen Riesenvorteil, wenn man Deutsch kann. Dänisch wäre noch besser, das ist am ähnlichsten.

Für alle, die sich vom Bericht des gestrigen Tages nicht allzu viel zusammenreimen können, nochmal eine kurze Zusammenfassung.

Am Vormittag war ich im St. Olav-Krankenhaus, das direkt am Fluss Nidelva liegt (ich poste demnächst mal ein Luftbild). Zusammen mit den Studenten aus Berlin haben wir unsere "legestudent" (=Medizinstudent) Karte bekommen und wurden ein bisschen durch das Gelände geführt. Alles ist recht überschaubar und der erste Eindruck ist sehr nett!
Nach dem Sprachkurs waren wir am Abend auf der "welcome party" für alle internationalen Studenten. Bis es allerdings das ersehnte Essen gab, mussten wir 4 Stationen machen, um dann jeweils einen Buchstaben zu erhalten, die das Passwort (es war NTNU) für den Eintritt im Samfundet bildete.
Das rote runde Gebäude ist neben den Campussen wohl das wichtigste Gebäude für Studenten in Trondheim, wo viele Veranstaltungen von und für Studenten stattfinden.

Wir sind aber nicht lange auf der Party geblieben, allerdings lang genug, um von den leckeren Wraps richtig vollgegessen zu sein. :)

Liebste Grüße aus Trondheim!

Mittwoch, 13. August 2008

Samfundet

Hei alle sammen!

I dag vil jeg prøve å skrive teksten på norsk fordi noen ønsket seg det. Vennligst ikke vær trist over feil... Det er også en god øvelse for vår eksamen på lørdag som vi ikke se fram til i det hele tatt.

I morges var Teresa og noen venner våre på sykehus for å organisere deres studium. Derfor kom de sent på kurset. Vi lærte noe om den norske historien og om vikingene. Dessuten gjørte vi gruppearbeid igjen. I dag fantes det igjen mange studenter som begynner å studere på Dragvoll neste uke.

Etter språkkurset drog vi hjem - Teresa tok bilen, jeg tok syklen. Der vasket vi klærne våre. På kveld drog vi til Gløshaugen fordi det var et party for de internasjonale studentene. Vi hadde håpet på god mat, for eksempel grillstekte pølser, men først ble vi skuffet. Vi kunne bare drikke brus, og vi måtte se etter passordet. Det var nødvendig for å komme inn i Samfundet (se på bildet) som er studentenes forsamlingssted. Så gikk vi på Samfundet og fikk noe å spise der. Det var veldig godt, og vi måtte ikke sulte (se på bildet). Dessuten fikk man to kuponger for drikker.

Vi ble ikke så lange på Samfundet likevel fordi vi måtte lære norsk og gjøre leksene våre. Men det svarte seg. Så hadde vi igjen en fin dag med mye arbeid, men også med mye moro.

Nå blir meg bare enda å ønske dere en god natt.
Ha det bra!

PS: Hvis noen vil virkelig oversette denne hele teksten, kan jeg anbefale den på følgende siden: www.heinzelnisse.info/dict
PPS: Forresten klarte jeg endelig å skifte tastaturet min på norke tegn... :)

Dienstag, 12. August 2008

Einführungswoche an der NTNU

Hallo!
Heute war wieder -welche Überraschung- Sprachkurs, und das Ende bzw. das Examen am Samstag nähert sich in Riesenschritten. Wir haben in den letzten 2 Wochen wirklich viel gelernt, v.a. weil unser Lehrer von Anfang an nur Norwegisch mit uns gesprochen hat. Allerdings sind wir im Level 2 und die Anforderungen sind doch ziemlich hoch (man muss z.B. zum Bestehen des Tests 70% der Grammatik richtig haben und der Text mit 300 Wörtern sollte flüssig und wenn möglich mit wenig Fehlern ausfallen...).

Heute war auf der Uni richtig viel los, da die Einführungswoche für neue (und Austausch-) Studenten begonnen. Wir versäumen wegen des Sprachkurses den Hauptteil des Programmes, aber andererseits hatten wir ja ziemlich viele eigene Aktivitäten. Aber ein Sackerl mit lauter Gutscheinen und sonstigen nützen und unnützen Dingen haben wir uns gesichert (Foto).

Der Sprachkurs findet übrigens am Campus Dragvoll statt, das ist etwas außerhalb des Zentrums, wo der Hauptcampus Gløshaugen steht. Zachi wird ja in in Gløshaugen studieren und ich bin im St. Olav-Krankenhaus, das noch ein bisschen weiter "bergab" liegt.
Das heißt dann aber auch, dass man nach Hause ein bisschen länger und ein bisschen weiter bergauf fahren muss. Aber man kann es ja auch als gutes Konditionstraining sehen :)

Am Nachmittag durften wir gleich eine Trainingseinheit einlegen, denn direkt nach dem Sprachkurs sind wir nach Gløshaugen gefahren, weil dort die verschiedensten Fakultäten und ihre Vertretungen vorgestellt wurden. Auf dem einen Bild sieht man die Hälfte des Auditoriums... alle sind "exchange students". Trondheim bzw. die NTNU scheint also wirklich sehr beliebt zu sein.

Die Fachschaften haben teilweise übrigens ganz lustige Namen, die Mediziner nennen sich beispielsweise "Placebo" und die Physiker heißen "Nabla".
Auf jeden Fall organisieren die einzelnen Fachschaften für "ihre" Austauschstundenten jeweils eigene Feste und Ausflüge. Das kenne ich von Graz gar nicht. Wir hatten, glaube ich, auch gar keine Einführungswoche. Hat sich das mittlerweile geändert? Wäre auf jeden Fall eine nette Anregung!

Montag, 11. August 2008

Tyholttårnet


Hei,

Heute war wieder lustiges Wetter.. Auf dem Weg zum Sprachkurs (heute wieder mit Rad :) war es richtig warm und wir hatten strahlend blauen Himmel. Aber kurze Zeit später im Sprachkurs waren schon Gewitterwolken zu sehen, dann war es wieder ganz schön und das ganze ging abwechselnd so weiter.
Am frühen Abend war der deutschsprachige Anteil unserer Sprachkursgruppe am Fernsehturm Pizza essen. Das Wetterschauspiel ging weiter und Sonnenschein und Regen ergaben einen wunderschönen Regenbogen.
Den dürft ihr hier bestaunen.

Da wir jetzt noch Vokabeln lernen müssen, fällt der Eintrag heute etwas kürzer aus.
Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit zum Lesen nehmt und Kommentare schreibt. Das freut uns immer sehr!
Liebe Grüße nach Hause.

Sonntag, 10. August 2008

Abenteuercamp


God kveld alle sammen!

Heute war trotz Sonntag wieder richtig was los. Im Gottesdienst waren wir ja gestern schon, also konnten wir heute frei über unsere Zeit verfügen... Von unserem Zusatzprogramm zum Sprachkurs aus ging es heute wieder 90 km in den Norden von Trondheim, wo uns mitten in der norwegischen Wildnis ein Abenteuercamp erwartete. Im Programmheft stand dazu leider nicht gerade viel und überhaupt nichts über die Ausrüstung, die mitzubringen war. Wir entschieden uns heute für Wanderschuhe und fuhren um kurz nach acht Uhr hier in Moholt los.

In der Wildnis angekommen wurden wir in Gruppen aufgeteilt, die verschiedene Aktivitäten in unterschiedlicher Reihenfolge machten. Wir durften zuerst auf den "Grotto walk", so der Name laut Programmheft. Was stellt man sich als Mitteleuropäer darunter vor?? (Das würde mich wirklich interessieren!) Wir stiegen also ein Stück den bewaldeten Berg hinauf bis zum Einstieg in die Höhle. Mitten im Boden gab es dann ein eher kleines Loch, wo es mehr oder weniger senkrecht hinunterging. Stirnlampen bekamen wir, allerdings keine Helme. Eine von uns wollte nicht mitgehen wegen Platzangst. Der Leiter meinte zwar, sie solle es doch unbedingt versuchen, aber ich würde sagen, die einzig richtige Entscheidung, bei Platzangst aus dieser Höhle draußen zu bleiben. Da drin war es nämlich wirklich extrem eng (davon macht man sich keine Vorstellung). Eine Vorwarnung bekamen wir eigentlich nicht, außer dass 2 m-Leute besser geeignet wären als 150 kg-Kerle. Ich würde sagen, heute hatten die Kleinen mal Vorteile...

Beim steilen Einstieg in die Höhle rutschte einer aus unserer Gruppe gleich unglücklich auf dem glitschigen Kalkstein aus (alles natürlich ungesichert), stieß sich die Rippe und blieb dann auch draußen. Mehr ist zum Glück nicht passiert. Der Rest durfte in die Tiefe hinabsteigen und sich durch wirklich enge Ritzen zwängen. Auf den Dreck durfte man dabei sowieso nicht achten. Zwischendurch gab es eine Stelle, an der man sich 8 Meter in die Tiefe abseilte. Das war auch fast der einzige Ort, an dem man einander überholen konnte. Die engste Stelle war dann eine ovale Röhre (ungefähr 30 cm auf 60 cm), durch die jeder hindurch musste. Einer der vorderen (ich bildete den Schluss) blieb darin auch tatsächlich 5 Minuten stecken und musste gedrückt und gezogen werden...
Jedenfalls war es ein einzigartiges Erlebnis. Bei unseren Gesetzen würde es sowas natürlich nicht geben... Ich fand es großartig!
Danach sind wir noch an einer Seilrutsche über eine 30 m tiefe Schlucht gerutscht. Das war auch lustig, aber weit weniger eindrucksvoll, besonders wenn man schon mal im Hochseilgarten war.

Nun sind wir alle wieder heil nach Hause gekommen. Hier haben wir noch Teresas Fahrrad repariert. Außer einem platten Reifen am Hinterrad (3 Löcher!) gab es noch einige andere Probleme. Gangschaltung, Bremse, Licht und am Ende auch noch ein Plattfuß vorne. Dank der tapferen Hilfe unseres Werkzeugbesitzers haben wir das alles auch noch geschafft.

Außerdem ist Teresas WG nun voll. Sie ist nun doch noch glücklich geworden, da zum Schluss eine Norwegerin eingezogen ist und diese auch von Sauberkeit überzeugt ist. Ich habe gerade auch noch einen Mitbewohner von mir samt Freund angetroffen. Er stammt aus Afghanistan und macht ebenfalls einen guten Eindruck. Morgen ist wieder Sprachkurs...

God natt!

PS: das Video klappt noch nicht... wird hoffentlich bald nachgeliefert :)

Samstag, 9. August 2008

Samische Messe

Hallo und god kveld!

Heute war bislang einer der wenigen offiziell freien Tage hier in Trondheim. Wir konnten fein ausschlafen und haben dann unseren nächsten Norwegisch-Aufsatz geschrieben. Diesmal gab es 3 verschiedene Aufgaben zur Auswahl, aber nachdem ich nicht so wirklich wusste, worin sich das österreichische Volk wesentlich vom den Norwegern unterscheidet, hab ich den Film "Das Leben ist schön" beschrieben. Den würde ich gerne wieder einmal sehen... oder zumindest die Musik hören. Wobei, bislang hätte ich dazu nicht wirklich viel Zeit gehabt. Zachi hat über einen seiner Lieblingsfilme, "Keinohrhasen", geschrieben.

Am Nachmittag waren wir mit ein paar Sprachkurskollegen in der Stadt, es gab zum Abschluss der Olavsfestage einen Mittelaltermarkt und ein "Essensfest".
Doch das eindrucksvollste war eine samische Messe im Nidarosdom. Mitten im Dom waren Rentierfelle aufgelegt und rundherum standen in Kreisen die Stühle. (Ab hier schreibt heute Zachi weiter. Deshalb "Stühle" und nicht "Sesseln"... ;) Außerdem brannten drei Kerzen und als Altar diente ein einfacher Tisch. Der samische Priester erklärte auf Norwegisch auch einiges über die samische Aussprache und Tradition. Leider haben wir davon nicht so viel verstanden. Die Lieder waren aber sehr schön mit für unsere Ohren ungewohnten Melodien (Intervalle wie kleine Sekunde, Tritonus und kleine None kamen häufig vor). Begleitet wurde das ganze trotz allem von der tollen Barockorgel. Außerdem sangen traditionell samisch gekleidete Frauen aber auch ihre alten Volksweisen, die Joiks. Zur Kommunion gab es in Wein getunkte Brotfladen. Vom Aufbau her ähnelte der Gottesdienst natürlich stark unserer gewohnten Liturgie, schien uns aber freier gehalten zu sein. Insgesamt war die samische ein sehr schönes Erlebnis, auch wenn Skandinaviens größter Sakralbau wohl eher nicht die passendste Atmosphäre dafür bietet. Es hat uns sehr gut gefallen.
Im Anschluss an den Gottesdienst sind wir dann noch über den Mittelaltermarkt und das "Matfestival" geschlendert und haben "Ökowok" gegessen...

Guts Nächtle von uns beiden!

Freitag, 8. August 2008

Olympia und Wohnung

Hallo!

Heute mussten wir wieder zu Fuß zum Sprachkurs gehen (ca 30 min), aber ich hab schon einige Leute gefragt und bekomme sowohl Werk- als auch Flickzeug um meinen platten Reifen zu verarzten. Jetzt ist nur mehr die Frage, wann wir Zeit dafür finden...
Nach dem Sprachkurs haben wir bei Ulrike Palatschinken gemacht (einerseits süß, andererseits pikant und u.a. mit Lachs!) und nebenher die Olympiaeröffnung angeschaut. War sehr unterhaltsam, u.a. durch die norwegischen Fernsehkommentare. Aber auch unsere Sprachkurskollegen (heute waren wir Deutschsprachigen wieder "unter uns") sind sehr nett und wir hatten schon viel Spaß miteinander.
In meiner Wohnung über dem Partykeller tut sich auch etwas. Gestern ist ein Inder eingezogen, der Informatik studiert und zuerst ein Jahr in Trondheim studiert und dann nach Finnland geht. Er spricht total gut Englisch und dürfte ein angenehmer Mitbewohner sein. Andererseits bin ich zur Zeit eh öfter bei Zachi, da es dort abends meist ruhiger ist. Allerdings hat auch er heute einen Mitbewohner bekommen. Der erste Eindruck war etwas seltsam, aber wir werden sehen, wie sich das Zusammenleben entwickelt.
Einerseits haben wir uns ja im jetzigen Wohnheim für eine Zweierwohnung beworben, andererseits kennen wir 2 Leute aus der gleichen WG, die in einem Monat ausziehen und ev. können wir dort einziehen. Vielleicht ergibt sich auch etwas anderes, allerdings sind die Miete näher an der Innenstadt um einiges teurer und wir haben nicht vor, noch mehr Geld fürs Wohnen auszugeben.
Aber abgesehen von der Wohnsituation geht's uns sehr gut :)
Liebe Grüße und gute Nacht!

Donnerstag, 7. August 2008

Besuch aus dem Schwabenlande

Hei alle sammen!

Heute gabs neben dem täglichen Sprachkurs eine Sensation. Gegend Abend bekam ich einen Anruf von einer deutschen Handynummer. Es war mein Onkel, der derzeit mit Frau und Kindern Urlaub in Norwegen macht. Sie sind mit ihrem Motorradgespann tatsächlich bis zu uns nach Trondheim gefahren. Natürlich haben wir uns getroffen und einen kleinen Stadtrundgang gemacht. Ich finde es erstaunlich, dass eine vierköpfige Familie einfach nur mit Motorrad plus Beiwagen Urlaub macht. Außerdem fühlt man sich total nah an zu Hause, wenn einfach jemand mit dem Motorrad vorbeifährt. Aber schätzungsweise werden sie die einzigen bleiben, die nicht mit dem Flugzeug oder Zug anreisen. Der Anfang ist nun ja gemacht: Wir freuen uns auf weiteren Besuch!

Einen kleinen Wermutstropfen gabs heute leider noch. Teresa ist mit dem Fahrrad auf dem Weg in die Stadt in einen Nagel gefahren, was natürlich zu schnellem Druckverlust im Reifen führte... Immer diese Fahrräder!

Na, dann wünsche ich euch eine gute Nacht und schaue, dass ich es heute mal früher ins Bett schaffe.
Ha det bra.

Mittwoch, 6. August 2008

Orgelkonzert

God dag alle sammen!

Auch heute waren wir wieder pünktlich um neun Uhr zum Sprachkurs in Dragvoll. Dies ist, wie schon erwähnt, der NTNU-Campus der Geisteswissenschaftler. Er liegt etwas außerhalb und noch weiter oben auf dem Hügel als unsere Studentenstadt Moholt. Daher sieht man auf dem Weg dorthin schön über den ganzen Fjord. Heute zeigten sich da dort vermehrt Wolken. Dementsprechend regnete es auch mehrmals. Aber zwischendrin schien immer die Sonne. Dieses Wetter wird uns wohl noch sehr häufig begegnen. Schließlich heißt es nicht umsonst, dass man in Norwegen nie ohne Regenjacke aus dem Haus gehen sollte. Auch in dieser Hinsicht war unsere erste Woche in Trondheim also eine Ausnahme.

Im Unterricht waren heute alle recht müde. Da half es auch nichts, dass wir gegenseitig Steckbriefe schreiben sollten und dass wir Besuch von einer Reporterin der Studentenzeitung "Under dusken" bekamen. Mit dieser konnten sowieso nur die Fortgeschrittenen unter uns reden. Auch ins Sprachlabor "durften" wir heute wieder, wo wir zu unserer aller Freude drei Minuten vor Schluss noch ein halbstündiges Diktat begannen...

Wie der Titel dieses Posts vermuten lässt, haben wir uns heute Abend das Kulturprogramm der Olavsfestdagene etwas näher angeschaut. Irgendetwas will man ja schließlich auch davon haben, wenn in der Stadt die ganze Zeit gefeiert wird (die Legende um Olav und Informationen zum Pilgerweg nach Nidaros lassen sich leicht ergooglen). Jedenfalls haben wir uns für ein Orgelkonzert im Nidarosdom entschieden. Interpret war Gustav Leonhardt, der als einer der Wegbereiter der historischen Aufführungspraxis bekannt und schon 80 Jahre alt ist. Er spielte lauter barocke Meister auf der Wagner-Orgel von 1741, die im Querschiff des Domes hängt (Foto von nidarosdomen.no). Das Konzert hat uns rundum gut gefallen, besonders die verschiedenen Partiten und Ciaconnen, die dargeboten wurden.

Beste Grüße aus Nidaros

Dienstag, 5. August 2008

Viking Hiking

Hallo ihr lieben Blog-Leser!

Heute war wieder ein ereignisreicher Tag hier in Trondheim.
Am Vormittag gab es neuerlich ein Diktat im Sprachkurs. Es geht schon viel besser als am Anfang, nur das Problem ist, dass man Vokabeln, die man überhaupt nicht kennt, meistens auch nicht versteht, geschweige denn richtig schreiben kann. Zachi tut sich da etwas leichter, er meint, man kann im Norwegischen sogar hören, wie es richtig geschrieben wird. Bewundernswert. :)
Aber beim aktiven Sprechen tun wir uns beide noch schwer. Aber wir dürfen jetzt ein Jahr üben... Allerdings kann man sich im Sprachkurs mit Deutsch auch ganz gut verständigen und wir haben auch schon wirklich liebe Leute kennen gelernt!

Am Nachmittag stand das berühmt-berüchtigte Viking Hiking am Programm. Wer ein echter Wikinger werden wollte, musste 3 Seen in der Bymarka durchschwimmen und wurde danach offiziell zertifiziert! Aber ich erzähle mal von Anfang an:
Wir sind mit dem Bus von Moholt losgefahren und waren nach ca. 15 min Busfahrt im Naherholungsgebiet der Trondheimer. Neben der Straße haben einige eine Elchkuh gesehen, wir waren aber leider zu langsam... Dafür sind wir an der Schisprungschanze vorbeigefahren. Letztes Jahr gab es einen österreichischen Dreifachsieg, vielleicht lässt sich das ja heuer wiederholen und ich kann live dabei sein. Aber bis zum Winter bleibt uns ja hoffentlich noch etwas Sommer erhalten!
Auf jeden Fall setzte uns der Bus am ersten See ab, wir bekamen unser Jausenpaket und der Koordinator des "International Office" der NTNU (Wolfgang Laschet, ein ausgewanderter Deutscher) stürzte sich als erstes ins Wasser und ca. 50 Erasmusstudenten hinterher. Das Wasser war zum Glück nicht so kalt, zumindest haben wir hier schon in kälteren Gewässern (z.B. Fjord) gebadet. Auch das Wetter war uns hold. Es hat hier zwar keine (außergewöhnlichen) 30° sonder nur mehr (gewöhnliche) 20°C, aber die Sonne war da und deswegen war es nicht so kalt.
Nach einer Wanderung von ca. 30 min waren wir am zweitem See, den wir schon vom Wochende kannten. Beim See "Lian" mussten wir bis zur Insel im See schwimmen und wieder zurück. Danach war es schon etwas kälter, zum Glück war aber wieder die Sonne da. Nur so wirklich Lust auf den dritten See hatte niemand. Aber wer ein echter Wikinger sein will, muss da durch!!
Nach weiteren 20 min Gehzeit waren wir da. Im Wald gab es wieder so viele Schwarzbeeren. Mmmh...
Es waren schon deutlich weniger Leute, die sich in die Fluten des letzten Sees stürzten und ich muss sagen, dass ich es alleine wohl auch nicht gemacht hätte. Trotzdem war es eigentlich ganz nett, das Wasser war wieder nicht so kalt und nachdem die Sonne auch ganz schön geschienen und alles im See geglitzert hat, war es wirklich angenehm. Ich hätte mir nicht gedacht, dass wir hier im Norden noch so viel Sommer haben würden. Allerdings war uns danach auch wirklich kalt und wir waren froh und glücklich, unsere Zertifikate in den in weiser Voraussicht mitgebrachten Fleecepullovern in Empfang nehmen zu dürfen!
Danach fuhren wir mit dem Bus wieder zurück nach Moholt ins Studentenwohnheim.

Am Abend gab es noch was Feines: wir haben Garnelen gemacht. Die gibt es im Supermarkt echt total günstig... (was man von anderen Dingen nicht behaupten kann, aber das reicht sicher einmal für einen eigenen Blogeintrag!)

So, genug für heute!
Eine gute Nacht wünschen die müden Wikinger.

Montag, 4. August 2008

IKEA

Hei hei!

Heute ist nicht sonderlich viel passiert und trotzdem hatten wir viel zu tun. Nach dem Sprachkurs waren wir mit Ulrike, Michael und Daniel im IKEA. Obwohl der Markt eigentlich nicht schwer zu finden war, brauchten wir etwas länger, da wir einen Umweg gefahren sind. Beim IKEA waren dann ziemlich viele Leute, was uns in Anbetracht der Tageszeit doch etwas verwunderte. Ansonsten sieht der IKEA doch sehr gleich aus wie bei uns. Wir haben uns einige Dinge wie eigenes Besteck, einen kleinen Teppich und zwei kleine Pflanzen geleistet, um das Wohnheimszimmer wohnlicher zu machen. Außerdem gab es natürlich "Kjøttboller" zu essen und Trinken zum Nachfüllen. Es war sehr lustig mit unseren Sprachkurskollegen.

Am Abend haben wir dann noch Wäsche gewaschen. In einem der Wohnblöcke gibt es eine große Waschküche im Keller mit guten Maschinen. Einzige Hürde war für uns, dass wir anfänglich das Waschmittel vergessen hatten... Aber jetzt ist alles sauber und muss nur noch trocknen. Dazu haben wir erstmal nicht die Trockner in der Waschküche verwendet, sondern die Wäsche wie früher aufgehängt. Da wir so viel hatten, haben wir dazu auch einen Küchenschrank in Beschlag genommen, dessen Funktion uns anfangs nicht ganz klar war. Offensichtlich ist das ein beheizter und belüfteter Schrank zum Trocknen der Abtrockenhandtücher. Sehr interessant!

Nun wünschen wir eine gute Nacht!
Hjertelig hilsen

PS: vielen Dank für eure Kommentare!

Sonntag, 3. August 2008

Norges geografiske midtpunkt

Hei hei!

Wir sind zurück von unserer Wochenendtour mit dem Sprachkurs. Es war eine sehr unterhaltsame Zeit und es ist viel passiert....

Am Freitagnachmittag sind wir mit dem Bus vom Studentenwohnheim Moholt gestartet und haben noch ein paar andere Kollegen vom Wohnheim Berg abgeholt. Dieses Studentenwohnheim liegt näher an der Innenstadt, ist aber schon so marrode, dass es in einem Semester abgerissen wird.
Nach ca. 2,5 Stunden Fahrt Richtung Norden (genaue Karte folgt) mit wunderschönem Blick auf die Fjorde, sind wir in Nordheim angekommen. Die Hütte hatte irgendwie Schullandwochencharakter...
Bald darauf hat sich auch herausgestellt, dass wir am Samstag nicht einfach nur irgendwohin wandern würden, sondern zu einem ganz besonderen Punkt. Wenn nicht sogar zu DEM Punkt. Zu Norwegens Mittelpunkt (der von Österreich liegt in Bad Aussee). Der zukünftige Diplom-Geograph Michael und der angehende Diplom-Geophysiker Zachi waren sich zwar nicht ganz einige, wie der Punkt zu berechnen war und ob die Berge auch mitberechnet werden oder nicht. Oder ob es gar der Schwerpunkt ist?! Ich weiß es nicht. (Anmerkung Zachi: Natürlich ist es einfach der Flächenschwerpunkt.) Tatsache ist, dass es knapp 4 h gedauert hat, um von unserer Unterkunft dorthin zu gelangen und 3,5 h wieder zurück... Und das auf einem immerfortwährenden Steg durch eine Sumpf-Moor-Landschaft. Es gab wieder viele Schwarz/Blaubeeren und ... tata... Moltebeeren. Die gibt es nur in Skandinavien und sie zieren sogar Finnlands 2 Euro-Münzen. Zuerst sind sie rot, dann gelbrot wie auf meinem Foto. Und wenn sie ganz gelb sind, dann kann man sie essen. Der Geschmack ist aber etwas bitter, irgendwie erinnert er mich an Preiselbeeren.
Allgemein hatten wir wieder ziemliches Glück mit dem Wetter, es war sogar richtig warm. Nach der Tour waren aber alle total müde. Am Abend gab es dann BBQ mit pølser und Hamburger und Lachs. Diesmal plus Lagerfeuer. Grillen mögen die Norweger wohl gerne. Ich weiß nur nicht, ob ich das nächste Jahr weiterhin so viele pølser essen möchte wie bisher... Wir werden sehen.

Am Sonntag waren wir wieder am See in der Nähe unserer Hütte, wo wir schon am Vortag wagemutig geschwommen sind. Es war ziemlich kalt. Da war das Baden im Meer ja wirklich um ein Vielfaches wärmer!
Es gab einige Kanus und Boote und wir sind auf dem großen See herumgepaddelt, was ziemlich schön war.

Heute Abend haben wir noch unseren zweiten Norwegischaufsatz geschrieben. Diesmal war es eine Präsentation über uns selbst. Und wir haben noch jede Menge Übungsblätter gemacht.
Wir sind also (r)echt fleißig!!

Liebe Grüße an alle!

Freitag, 1. August 2008

Fahrrad und Wochenende

Hei alle sammen!

Heute gibt es nur eine kurze Meldung, da wir um 16 Uhr im Rahmen unseres "social programmes" nach Nordheim aufbrechen. Dort, anderthalb Autostunden nördlich von Trondheim, werden wir mit drei Sprachkursgruppen das Wochenende verbringen; daher wird es hier auch keine neuen Posts geben. Hoffentlich regnet es nicht so viel. So heiß ist es seit gestern jedenfalls nicht mehr und heute Morgen hat es zum ersten Mal genieselt.

Eine Sache muss ich aber doch noch erzählen. Gestern Abend haben wir nach feiner selbstgemachter Pizza nämlich ein bisschen an den Fahrrädern montiert. Jetzt ist Teresas Sattel nicht mehr für eine 2m-Person eingestellt und mein Fahrradschlauch samt Mantel ist ausgetauscht. Einzig das Problem mit der Kette, die nicht auf die Ritzel passt, konnte nicht gelöst werden. Gibt es für sowas eigentlich keine Norm?? Jetzt fahre ich halt kleine Gänge und manchmal kracht es wie... (siehe mein letzter Eintrag)

Heute Morgen waren wir schon bei der Polizei, um eine Aufenthaltsgenehmigung für ein ganzes Jahr zu bekommen. Ab drei Monaten braucht man das offensichtlich. Der Antrag ging aber total flott, keine fünf Minuten und wir waren wieder draußen. Danach durften wir unsere Fahrräder zum ersten Mal richtig ausprobieren. Lange steile Hügel bis zum Campus Dragvoll...

Die partielle Sonnenfinsternis haben wir leider nicht beobachtet, da wir nicht davon wussten und zu dieser Zeit sowieso Kurs hatten. Aber eigentlich hätte man sie ja tatsächlich besser sehen sollen als in Mitteleuropa.

Achja, Rosenborg. Am Stadion dieser angeblichen Hauptattraktion Trondheims kamen wir schon häufiger vorbei, aber ansonsten hört man da derzeit nicht viel. Leider hat die Mannschaft in letzter Zeit ja auch nicht mehr wirklich gut gespielt und sogar gegen den Erzrivalen Bergen verloren! CL waren noch andere Zeiten...

Wünsch euch allen ein schönes Wochenende mit frohem Schaffen/Lernen/Ferien!
Ha det bra.