Hei ihr!
Nein, wir werden unsere Tage ab jetzt sicher nicht durchnummerieren. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass nun meine ersten Erlebnisse von der Uni zur Sprache kommen werden...
Aber vorneweg gibt es noch eine Eilmeldung, die seeehr wichtig und erfreulich ist. Teresa hat heute eine Email von SIT bekommen, in der uns ein Angebot für ein Dublett in Steinan unterbreitet wird. Wie es aussieht, können wir noch diese Woche dorthin ziehen. Das war nun wirklich unerwartet! Steinan ist die studentby mit den kleinen Häusern, die etwas weiter weg, aber wohl auch schöner ist...
So, nun zu meinen beiden ersten Tagen. Es war schon richtig viel los, besonders heute. Ich wollte mir nämlich möglichst viele der interessanten Vorlesungen anhören, um danach zu entscheiden, welche ich wirklich belegen will. Dazu habe ich in aufwendiger Weise eine Liste erstellt, da die NTNU-Seite nicht gerade übersichtlich aufgebaut ist. Jedenfalls wollte ich gestern um 8 Uhr die erste Veranstaltung besuchen. Als ich dort war, erfuhren wir, dass sie erstmal nicht stattfindet. Dasselbe war mit der Vorlesung um 10 Uhr. Dafür konnte ich die Computerräume erkunden und meine Studentenkarte auch für den Campus Gløshaugen freischalten. Ausdrucken ist auch für (Geo-)Physiker kostenlos. ;) Um 12 war ich dann im Realfagbygget (Naturwissenschaften) in Energy and Environmental Physics und am Nachmittag noch bei einer weiteren Veranstaltung. Dieses Gebäude ist total neu und richtig toll. Da ist alles überdacht und viel Glas, müsst ihr euch anschauen.
Heute war ich dann von 8 bis 22 Uhr unterwegs, erst 3 Vorlesungen a 2h, danach 3h Sprachkurs und heute Abend noch Orchster. Die Vorlesungen heute waren aber alle recht gut. Eine war auf Norwegisch, wobei ich sogar recht viel verstanden habe, Mineralogi og Petrografi. Die anderen bei der petroleums-geofag waren auf Englisch. Das Orchester war auch sehr nett. Wir durften uns einfach dazusetzen und mal mitspielen. Für Streicher wird es auch in Zukunft keine Vorspiele geben ("Quantität vor Qualität"), nur die Bläser müssen ihr Können zeigen. Spielen werden wir Saint-Saence "Orgelsinfonie" und "Wallensteins Lager" von Smetana.
Ach, und getankt haben wir heute Abend auch noch - zum ersten Mal seit Kopenhagen vor fast 4 Wochen! Die Geschwindigkeitsbegrenzungen hier (höchstens 90) drücken den Verbrauch merklich.
Nun gut, die nächsten Tage gibts einiges zu organisieren, Umzug und Ausflug am Wochenende... Wünsch euch allen schöne Tage!
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3 Kommentare:
Mama hat mir schon von eurer neuen Unterkunft erzählt(sie hat es mit "blockhütte im wald" umschrieben !?). ich freu mich sehr für euch, dass ihr endlich was zusammen gefunden habt. hoffe, die anreise zum campus ist nicht zu lang, nachdem ihr beide ungefähr die fleißigsten Studenten in Trondheim seid und sicher immer lange Uni- bzw. KH-Tage absitzen werdet.
auf das gratis drucken und kopieren bin ich sehr neidisch - uni mäßig könnte sich "der Süden" sich was von den Norwegern abschauen!!
heute wieder Blut abgenommen, diesmal ohne Hysterie (natürlich nur von Seiten der Patienten, was aber nicht unbedingt besser ist)
Schönen Gruß aus dem verregneten weiz!
naja, Häuschen im Wald stimmt nicht, in der Nähe des Waldes trifft eher zu. Hoffe der Link geht:
http://www.boligtorget.no/sit/english/frameset.asp?genses=200808200998067436
was das Blutabnehmen betrifft: einfach niemanden sagen,dass man es nicht gut kann (Übung macht den Meister) und falls du nicht triffst, kannst du ja meinen, dass der Patient aber wirklich keine guten Venen hat :)
Näheres Details dann morgen, wenn wir umgezogen sind.
lg, Tesi
Nachdem mein wehrter Herr Bruder mir endlich das Buch überlassen hat musste ich folgendes lesen:
„Im Grunde war die Stadt viel zu Gemütlich für Hochschulen und Forschungszentren. Besonders in Bakklandet oder auf dem Mollenberg wollte sich das Bild der Technologiemetropole partout nicht einstellen. Inmitten der bunten Idylle aus modernisierten Holzhäusern, Parks und dörflich anmutenden Kirchen, Stelzenbauten am Fluss und pittoresken Hinterhöfen kam jedes Gefühl für Fortschritt abhanden, obschon die NTNU, Norwegens große technische Universität, gleich um die Ecke lag. Kaum eine Stadt wob Vergangenes und Kommendes so kongenial ineinander wie Trondheim.“
Schätzing, 2004, DER SCHWARM, 4. Auflage, S. 26
Können die Augenzeugen das bestätigen? ;-)
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